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Hüftarthroskopie Praxisbuch für die gelenkerhaltende Chirurgie

  • Erscheinungsdatum: 25.04.2018
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (ePUB)
149,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Hüftarthroskopie

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Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 25.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783132422179
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 34770 kBytes
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Hüftarthroskopie

1 Anatomie des Hüftgelenks

1.1 Zentrales Kompartiment

M. Bohnsack
1.1.1 Einleitung

Der Begriff "zentrales Kompartiment" wurde bereits zu Beginn der Hüftarthroskopie aus der technischen Notwendigkeit heraus geprägt, einen Teil des Gelenks ausschließlich mit Traktion arthroskopieren zu können. Dagegen kann der zweite Bereich, das "periphere Kompartiment", mit und ohne Traktion eingesehen werden. Neben der anatomischen Trennung besteht somit auch für den Ablauf der Operation eine organisatorische Trennung zwischen den beiden Arbeitsbereichen. Trotz der enormen Entwicklung der Methode Hüftarthroskopie hat sich bislang kein einheitlicher Standard darüber durchsetzen können, welches Kompartiment in der Reihenfolge als erstes arthroskopiert werden sollte. Während die Vertreter der Peripher-first-Methode den nachfolgend sicheren und unter Sicht angelegten Zugang zum zentralen Kompartiment als Argument zur Vermeidung iatrogener Knorpelschäden anführen, besteht aus Sicht der Central-first-Operateure ein Vorteil darin, vor der aufwendigen peripheren Impingement-Korrektur eine zuverlässige Information über den zentralen Knorpelstatus zu bekommen.

Getrennt werden die beiden Kompartimente durch das Labrum acetabulare und das Lig. transversum ( Abb. 1.1 ). Das zentrale Kompartiment stellt den biomechanisch belasteten Anteil des Hüftgelenks dar. Anatomisch gehören dazu die artikulierenden Knorpelflächen des Hüftkopfs und des Acetabulums, das der Hüftpfanne fest ansitzende und das zentrale Kompartiment versiegelnde Labrum acetabulare und das Lig. capitis femoris mit seinem Ursprung in der Fovea centralis. Auf diese Strukturen wird in Kap. 1.1.4 und Kap. 1.1.5 gesondert eingegangen.

Schematische Darstellung des zentralen und peripheren Kompartiments.

Abb. 1.1

Die möglichst vollständige und übersichtliche arthroskopische Darstellung der Strukturen im zentralen Kompartiment ist die Basis einer erfolgreichen Behandlung möglicher pathologischer Veränderungen. Für die Beschreibung der Lokalisation etwaiger pathologischer Veränderungen im zentralen Kompartiment hat sich die "Ziffernblattmethode" durchgesetzt (Blankenbaker et al. 2007; Abb. 1.2 ). Hierbei wird das Ziffernblatt gedanklich für die Gegenseite invertiert, wobei die 6-Uhr-Position immer dem Lig. transversum entspricht und die 3-Uhr-Position immer ventral liegt. Das bedeutet, dass grundsätzlich an einem rechten Hüftgelenk dokumentiert wird. Der Vollständigkeit halber wird an dieser Stelle auch die Dokumentation entsprechend Ilizaliturri et al. (2009) genannt, welche komplexer und daher weniger gebräuchlich ist. Da es auch unter Traktion im zentralen Kompartiment sehr eng ist, werden ein systematisches Vorgehen über Standardportale und eine reproduzierbare Befunddokumentation für das zentrale Kompartiment empfohlen.

Zur verständlichen Darstellung der Lokalisation von Pathologien im zentralen Kompartiment gilt die "Ziffernblatteinteilung".

Abb. 1.2 Zu beachten ist die spiegelverkehrte Einteilung des Ziffernblatts an den Hüftgelenken.

Abb. 1.2a Hüftgelenk rechts.

Abb. 1.2b Hüftgelenk links.
1.1.2 Azetabuläre Gelenkfläche

Die konkave Gelenkfläche des Acetabulums hat die Form eines umgedrehten Hufeisens, die Facies lunata. Der untere Anteil besteht aus der azetabulären Notch mit der Fossa acetabuli und dem Lig. capitis femoris. Der hyaline Knorpel der Gelenkfläche zeigt seine größte durchschnittliche Dicke mit 1,83mm in der Zone der höchsten Belastung superolateral (Athanasiou et al. 1994), während die übrige Dicke im Mittel lediglich 1,23mm beträgt. Zwischen dem belasteten hyalinen Knorpel und dem knöchernen

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