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Kursbuch Gynäkologische Endoskopie

  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (ePUB)
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Kursbuch Gynäkologische Endoskopie

Die komplette gynäkologische Endoskopie - angelehnt an die aktuellen Kurse der DGGG. Dieses Buch zeigt Ihnen Schritt-für-Schritt, wie Sie minimal-invasive Eingriffe durchführen. Konkrete Beschreibung - endoskopische Grundlagen und Instrumentenkunde - Schritt-für-Schritt-Darstellung aller gängigen operativen Verfahren - brillante Abbildungen erleichtern die Orientierung - exakte Handlungsanweisungen für Diagnostik und Therapie Maximale Praxisrelevanz - konkrete Empfehlungen zu jedem Krankheitsbild - Tipps von Experten zur Optimierung Ihrer Technik - hilfreiche Informationen zum Komplikationsmanagement - nützliche Merksätze/Merkhilfen, Tipps und Tricks Ihr Plus - Prüfungsfragen am Ende jedes Buchteils: Überprüfen Sie Ihr neu erlerntes Wissen! Alle Prüfungsfragen sind auch im Trainingscenter der eRef zu finden!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 352
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783132400061
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Serie: Referenz
    Größe: 41561 kBytes
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Kursbuch Gynäkologische Endoskopie

1 Technische Grundlagen der Hysteroskopie

S. Schott, J. Rom
1.1 Hintergrund und Stellenwert der Hysteroskopie

Die Hysteroskopie (hystera = Gebärmutter, skopein = sehen) zählt heute zu den am häufigsten durchgeführten ambulanten gynäkologischen Operationsverfahren und hat neben einem weiten diagnostischen auch ein großes therapeutisches Indikationsspektrum. Pathologien der Reproduktionsmedizin ebenso wie die der gynäkologischen Onkologie werden mit Hilfe der Hysteroskopie diagnostiziert und ggf. behandelt [6] . Erstmals wurde bereits 1804 von Bozzini ein Lichtleiter für menschliche Körperhöhlen beschrieben. Die Entwicklungen der heutigen Geräte sind auf die Darstellung von Nitze 1877 zurückzuführen, der weitere Innovationen vorausgingen [6] , [5] .

Das Erlernen von hysteroskopischen Fertigkeiten gehört heute zum Standard jeder Facharztweiterbildung. Durch umfangreiche Trainingseinheiten und Simulatorkonsolen können die hysteroskopischen Fähigkeiten extrakorporal erlernt und kontinuierlich geschult werden. Die computergestützten Simulatoren sind zum festen Bestandteil der endoskopischen Aus- und Weiterbildung geworden und werden an einigen Universitäten bereits im Rahmen der studentischen Ausbildung angeboten. Hierbei sollen die Grundlagen der Gerätekunde sowie der Umgang unter simulierten Bedingungen einer Hysteroskopie geschult werden. Weitere Ziele der Ausbildung sind, wie auch von anderen laparoskopischen Tätigkeitsfeldern bekannt, das Training des technischen Geschicks sowie die Optimierung der Patientensicherheit [2] , [4] , [1] .
1.2 Präoperative Aufklärung

Der Eingriff wird meist in Vollnarkose, seltener in Spinalanästhesie durchgeführt (ohne Narkose). Über das Anästhesieverfahren klärt die anästhesiologische Fachabteilung separat hinsichtlich möglicher anästhesiologischer Komplikationen auf.

Im gynäkologischen präoperativen Aufklärungsgespräch muss über die Vor- und Nachteile, unterschiedlichen Belastungen sowie generelle und spezielle Operationsrisiken der Hysteroskopie aufgeklärt werden. Außerdem sollten mögliche Alternativen zur Operation näher dargestellt werden. Hierbei sind beim diagnostischen und operativen Hysteroskopieverfahren eine Via falsa des Zervixkanals oder die Perforation des Uterus und der Parametrien mit Verletzung umliegender Strukturen wie Rektum oder Darm, Blase, Urether, Gefäße, Nerven und Lymphgefäße zu nennen. Es muss zusätzlich darüber aufgeklärt werden, dass bei Auftreten einer solchen Komplikation eine diagnostische Laparoskopie oder im Falle von Organbeteiligung auch eine Längs- oder Querlaparatomie notwendig werden kann, um Gewebedefekte oder eine Blutung entsprechend behandeln zu können. Hierbei kann das Hinzuziehen von spezifischen Fachdisziplinen notwendig werden. Postoperativ können Endometritiden auftreten. Im Falle einer Malignität ist eine Tumorzellverschleppung äußerst selten. Ebenso können Fistelgänge als Spätfolge einer Perforation auftreten und Folgeoperationen nach sich ziehen. Beim Einsatz eines Resektors gibt es höhere Operationsrisiken in Bezug auf Perforation, Organverletzung und Narbenbildung im Vergleich zur diagnostischen Hysteroskopie. Auch eine Infektion des Peritoneums kann in seltenen Fällen auftreten.

Besonders zu erwähnen ist das Risiko der hypotonen Hyperhydratation, welches auch als TUR-Syndrom (TUR: transurethrale Resektion) aus der Urologie bekannt ist. Bei der Verwendung eines monopolaren Resektors muss eine elektrolytfreie hypotone Spülflüssigkeit als Distensionsmedium genutzt werden. Durch Resorption oder Eröffnung von Gefäßen kann die Spüllösung im Körper aufgenommen werden. Durch das vermehrte Einschwemmen kann aufgrund der verminderten Osmolalität eine Hyponatriämie auftreten. Daher sollte immer bei einem Verlust des Distensionsmediums von über 1000 ml des Serumnatriumspiege

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