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Orthopädie und Unfallchirurgie essentials Intensivkurs zur Weiterbildung

  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
eBook (ePUB)
149,99 €
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Orthopädie und Unfallchirurgie essentials

Der ideale Begleiter in der Weiterbildung. Die OU essentials bieten Ihnen aktuelles evidenzbasiertes Handbuchwissen im Nachschlageformat. Hier finden Sie wichtige Themen und OP-Techniken inklusive Grundlagen, Infektionen, Weichteil- und Knochenläsionen, Management von Komplikationen, Recht und Begutachtung. Sie greifen schnell auf Klassifikationen und allgemein anerkannte Diagnostik- und Therapiestandards zu. Da die Weiterbildungsinhalte gemäß der WBO für Common und Special Trunk abgebildet werden, eignet sich das Buch ganz hervorragend als Begleiter in der Weiterbildungszeit und als Crashkurs vor der Facharztprüfung. Für die 3. Auflage wurde der Bereich Begutachtung vollkommen neu erarbeitet, um den aktuellen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Die Kapitel Geriatrische Orthopädie und Unfallchirurgie und Techniken zur Extremitätenrekonstruktion wurden neu aufgenommen. Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

Produktinformationen

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Orthopädie und Unfallchirurgie essentials

1 Grundlagen

1.1 Statik und Dynamik des Bewegungsapparats

S. Gravius

Die Haltungs- und Bewegungsorgane des Menschen gliedern sich in ein passives und aktives Bewegungsorgan:

passives Bewegungsorgan: Knochengerüst und Knochenverbindungen, im Einzelnen Binde-, Knorpel- und Knochengewebe

aktives Bewegungsorgan: Skelettmuskulatur (quergestreiftes Muskelgewebe)
1.1.1 Bindegewebe

Bindegewebe kommt in verschiedenen Erscheinungsformen vor und macht etwa 15% des Körpergewichts aus.

Entstehung aus undifferenzierten mesenchymalen Zellen

Aufbau aus ortsständigen (Fibroblasten/-zyten, Chondroblasten/-zyten, Osteoblasten/-zyten) und freien Zellen (Leuko-/Lymphozyten, Makrophagen, Osteoklasten [Zellen der Immunabwehr])

retikuläres Bindegewebe: Grundlage verschiedener Gewebe, vor allem Grundlage lymphatischer Organe

lockeres Bindegewebe: "verformbares Füllgewebe" in funktionell freien Räumen; bildet Grenzschichten zu Muskeln und Organen (Faszien)

straffes Bindegewebe: Aufbau aus dicht gepackten kollagenen Fasern, bestehend aus Tropokollagenmolekülen (Kollagen Typ I)

Bestandteil von Muskelsehnen, Gelenkbändern u.a.
1.1.2 Knorpelgewebe

Knorpelgewebe besteht aus Chondroblasten und der von Chondroblasten gebildeten extrazellulären Matrix. Erlischt die Synthesefunktion der Chondroblasten, so werden diese als Chondrozyten bezeichnet.

Die extrazelluläre Matrix besteht aus:

geformten Komponenten (kollagene und elastische Fasern)

ungeformten Komponenten (Wasser, Proteoglykane und Hyaluronsäure)

Proteoglykane sind polyanionisch und ziehen Natriumkationen an, welche wiederum Wasser binden.

Durch wasserbindende Moleküle und deren Einbindung in ein straffes dreidimensionales Geflecht aus kollagenen Fasern resultiert die hohe Druckfestigkeit bei dynamischer Belastung.

Dem Quellungsdruck der ungeformten Matrix steht die Zugfestigkeit der geformten Matrix gegenüber - dadurch entsteht ein pralles, festes Gewebe, das einen hydrostatischen Kraftfluss erlaubt.

Merke

Ausdifferenzierter Knorpel ist gefäß- und nervenfrei; der Stoffwechsel erfolgt über Diffusion vom gefäßhaltigen Perichondrium (= Knorpelhaut) oder beim Gelenkknorpel von der Gelenkflüssigkeit (=Synovia).

Hyaliner Knorpel

hohe Druckfestigkeit, Vorkommen in Arealen mit hohen Druckbelastungen (u.a. Gelenkflächen, Epiphysenfugen und im knorpelig präformierten Skelett)

Gefäßarmut begünstigt zusammen mit hohen mechanischen Belastungen degenerative Prozesse

Aufgrund des fehlenden Perichondriums und damit der mesenchymalen Zellen, die sich zu Chondroblasten differenzieren können, besitzt der hyaline Knorpel kaum Regenerationspotenzial ( Abb. 1.1 )

Aufbau der Matrix des hyalinen Knorpelgewebes.

Abb. 1.1

(Quelle: Putz R. Knorpelgewebe. In: Wirth C, Mutschler W, Kohn D et al. [Hrsg.]. Praxis der Orthopädie und Unfallchirurgie. 3. Aufl. Stuttgart: Thieme; 2013)

Faserknorpel

Synonym: Bindegewebeknorpel

enthält wenige Zellen und besteht überwiegend aus Kollagenfibrillen (vor allem Kollagen Typ I), besitzt kein Perichondrium

Vorkommen überwiegend in Arealen hoher Scherbelastungen (u.a. Anulus fibrosus, Symphyse, Labrum acetabulare/glenoidale, Menisken)

Elastischer Knorpel

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