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Chirurgie der extrakraniellen hirnversorgenden Arterien Anatomie, Pathomorphologie und Rekonstruktionstechniken von Scholz, Hans (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.11.2015
  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
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Chirurgie der extrakraniellen hirnversorgenden Arterien

Anatomie, Pathomorphologie und Rekonstruktionstechniken Praxisrelevant und umfassend bietet dieses Werk einen Überblick chirurgischer Techniken zur Behandlung bei Erkrankungen der hirnversorgenden Arterien außerhalb des Schädels. Sie profitieren von jahrzehntelanger Erfahrung renommierter Experten und sammeln Tipps und Tricks für die berufliche Praxis, die weit über alltägliche Standardsituationen hinausgehen: - 1000 konsekutive Angiografien der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße - Gesamte Bandbreite der variablen anatomischen und pathomorphologischen Befunde - Häufigkeit der Mehrgefäßbeteiligung und deren klinische Relevanz Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 18.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783131772817
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 29059 kBytes
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Chirurgie der extrakraniellen hirnversorgenden Arterien

1 Einführung

1.1 Besonderheiten der extrakraniellen hirnversorgenden Arterien

An den extrakraniellen hirnversorgenden Arterien manifestiert sich häufig eine klinisch relevante Pathologie.

Bei einer Reihenuntersuchung von 478 69-jährigen Männern in Malmö fand sich bei 20% eine moderate Stenose (30-59%) der A. carotis interna, bei 3% eine mehr als 60%ige Stenose und ein einseitiger Verschluss bei 1,5% [12] .

Pathomorphologische Varianten Nicht nur Abgangsstenosen der A. carotis interna sind klinisch bedeutend. Unterschiedlich häufig sind auch andere Segmente der hirnversorgenden Arterien betroffen. In Abb. 1.1 sind chirurgisch angehbare extrakranielle Prädilektionsstellen skizziert.

Prädilektionsstellen.

Abb. 1.1 Chirurgisch relevante extrakranielle Lokalisationen pathomorphologischer Befunde. 1 = Truncus brachiocephalicus; 2 und 3 = A. subclavia; 4 und 5 = Abgangssegment der A. carotis communis; 6 und 7 = mittleres Segment der A. carotis communis; 8 und 9 = Abgangssegment der A. carotis interna; 10 und 11 = kraniales Segment der A. carotis interna; 12 und 13 = Abgangssegment der A. carotis externa; 14 und 15 = Abgangssegment der A. vertebralis (V0); 16 und 17 = V2-Segment der A. vertebralis.

Jedes der in Abb. 1.1 dargestellten 17 Segmente kann in den 3 Zuständen vorliegen:

offen ohne Stenose

stenosiert

verschlossen

Daraus ergeben sich über 129 Mio. mögliche Kombinationen (317 = 129240163) morphologischer Befunde.

Wahl der Operation Falls nur ein einziges Gefäß betroffen ist, fällt die Entscheidung nach Indikationsstellung nur bezüglich der am besten geeigneten Rekonstruktionsmethode. Falls mehrere Gefäße beteiligt sind, sind auch noch folgende Aspekte mit zu berücksichtigen:

Welcher Befund hat die größte Bedeutung für die Hämodynamik?

Welche Stenosen/Verschlüsse müssen überhaupt behoben werden?

Welche Befunde können simultan rekonstruiert werden?

Welche Befunde müssen zuerst behoben werden?

Welche Rekonstruktionsmethode ist die beste?

Cave

Komplikationen

Operationen der hirnversorgenden Arterien erfordern noch mehr als andere eine außerordentliche Sorgfalt. Während z.B. ein kleiner arterieller Embolus von nur 1 mm Durchmesser in den meisten anderen Körperregionen meist keine klinisch relevanten Folgen hat, kann er im Hirn zu schweren dauernden Funktionsausfällen führen, die unter Umständen das Überleben und die Lebensqualität des Patienten wesentlich beeinträchtigen. Dieser Tatsache sollte sich der Operateur stets bewusst sein.

Langzeitergebnisse Die Rekonstruktion der hirnversorgenden Arterien ist für den Chirurgen etwas Besonderes. Einerseits können schon kleine Unachtsamkeiten ernste Komplikationen verursachen, andererseits die Ergebnisse bei Kenntnis und Beachtung der Risiken sehr befriedigend sein, mit berichteten Raten schwerer perioperativer neurologischer Komplikationen von weniger als 1% [2] [16] . Die Häufigkeit von Restenosen nach Rekonstruktion der A. carotis interna wird in der Literatur mit 1-37% angegeben [18] . Mögliche Ursache von Restenosen können Bindegewebsproliferation, arteriosklerotische Plaques oder technische Fehler sein. Operationstechnische Fehler, die wir beobachtet haben, waren

ein zu großer Abgangswinkel der A. carotis interna,

eine stenosierende Nahttechnik,

eine belassene Reststenose (unzureichende Endarteriektomie),

ein zu großes Patch.
1.2 D

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