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MRT der Leber Diagnostik, Differenzialdiagnostik, Therapieansätze

  • Verlag: Georg Thieme Verlag KG
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MRT der Leber

Was gibt es Neues in der MR-Diagnostik der Leber und bei Leberinterventionen? Die technische Weiterentwicklung und der Einsatz neuer leberspezifischer MR-Kontrastmittel rücken die Leber immer mehr in den Fokus der Radiologie. Dieser Bildatlas lässt Sie an dem Fortschritt teilhaben. Von der Sequenztechnik über die Patientenvorbereitung bis hin zur Bildinterpretation - das Wichtigste zur Leber-MRT finden Sie systematisch und praxisnah in diesem Buch zusammengefasst: - MR-Bildgebungstechniken und Sequenzprotokolle - MR-Bildcharakteristika hepatischer Läsionen (benigne und maligne) - Sequenztypische Charakteristika hepatischer Läsionen - Diagnostische und Therapeutische Leberinterventionen Profitieren Sie von den zahlreichen Bildern und festigen Sie Ihre Befundsicherheit. Behalten Sie den Überblick ohne dafür englischsprachige Originalarbeiten zusammenzutragen. Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 260
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783131994516
    Verlag: Georg Thieme Verlag KG
    Größe: 15457 kBytes
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MRT der Leber

2 T1-gewichtete Bildgebung

2.1 Native Untersuchung

Gewebecharakterisierung Die T1w nativen Aufnahmen dienen der Gewebecharakterisierung hepatischer Läsionen. Die T1-Relaxationszeiten (1,5 T) von 600 ms (±133) entsprechen im Wesentlichen den Zeiten des gesunden Leberparenchyms [13] . Somit sind die meisten soliden hepatischen Raumforderungen eher isointens oder leicht hypointens im Vergleich zum Leberparenchym.

Ein perifokaler signalarmer Saum lässt eine Kapselbildung vermuten. Beinhalten Läsionen hyperintense Anteile, ist das häufig ein Hinweis auf eine Einblutung. Weiterhin können eine makroskopische Verfettung, vermehrte Glykogenspeicherungen oder paramagnetische Effekte durch Melanin- oder Kupferakkumulationen (u.a.) ebenfalls zu einem Signalanstieg der Läsionen führen ( Abb. 2.1 ).

Eigenschaften der nativen T1w Bildgebung.

Abb. 2.1

Abb. 2.1a Metastase eines kolorekalen Karzinoms: homogen hypointenses Signal.

Abb. 2.1b Metastase eines malignen Melanoms: inhomogen hyperintenses Signal i.S. einer Melaninakkumulation.

Abb. 2.1c Regeneratknoten in zirrhotischer Leber: z.T. hyperintenses Signal i.S. regenerativer Veränderungen.

Abb. 2.1d Hepatozelluläres Karzinom (HCC): z.T. hyperintenses Signal i.S. einer intratumoralen Einblutung.

Abb. 2.1e HCC: isointense Läsion mit hypointensem Randsaum ( ) i.S. einer Tumorkapsel.

Abb. 2.1f Steatotisches hepatisches Adenom: deutlicher Signalabfall in der opposed Phase i.S. einer ausgeprägten Leberzellverfettung.
2.1.1 Sequenztyp und Datenauslese

2D-GRE-Technik T1w Aufnahmen der Leber erfolgen in der Regel mittels einer zweidimensionalen Gradienten-Echo-Sequenz (GRE), die herstellerabhängig mit unterschiedlichen Akronymen bezeichnet wird:

FLASH - Fast Low Angle Shot (Siemens Healthcare)

T1 FFE - T1w Fast Field Echo (Philips GmbH)

SPGR - Spoiled Gradient Echo (General Electrics)

Dieser Sequenztyp ist im Vergleich zu den klassischen Spin-Echo-Sequenzen, die in der Leberbildgebung für T2w Aufnahmen eingesetzt werden, deutlich schneller. Die Beschleunigung ist ein entscheidender Vorteil, da folglich ein axialer Schichtstapel innerhalb einer Atemanhaltepause akquiriert werden kann.

Geringerer T1-Kontrast Im Vergleich zur Spin-Echo-Bildgebung ist der mittels Gradienten-Echo-Sequenz erreichbare T1-Kontrast jedoch geringer ausgeprägt. Ursächlich ist ein zunehmender Signalverlust der Protonen durch die zeitlich schnelle Abfolge der Anregungsimpulse. Ist die TR kürzer als die T1-RZ des Gewebes treten Sättigungseffekte auf, da zunehmend Spins aus der longitudinalen Orientierung in den angeregten Zustand übergehen und somit für die folgenden Impulse nicht mehr ausreichend quermagnetisiert werden können. Zusätzlich enthält das ausgelesene Signal nicht nur Informationen der neu angeregten Quermagnetisierung, sondern auch Anteile der residuellen Quermagnetisierung vorausgegangener Anregungen. Diese sog. transversalen Kohärenzen oder stimulierten Echos induzieren einen zusätzlichen T2-Mischkontrast der Bilder.

Crusher-Gradienten Eine Möglichkeit, den T1-Kontrast wiederherzustellen ist der Einsatz von Spoilern oder Crusher-Gradienten. Diese dephasieren nach der Signalauslese die restliche transversale Magnetisierung mit dem Zweck, bei der folgenden Messung nur noch das Signal neu angeregter Längsmagnetisierung aufzuzeichnen ( Abb. 2.2 ).

Pulsschema: 2D-Gradienten-Echo-Technik.

Abb. 2.2

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