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MRT des Herzens und der Gefäße Indikationen - Strategien - Abläufe - Ergebnisse von Schulte, Bernhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.02.2006
  • Verlag: Springer-Verlag
eBook (PDF)
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MRT des Herzens und der Gefäße

Die kardiovaskuläre Magnetresonanztomographie hat nach 20 Jahren Entwicklungszeit heute ihr volles diagnostisches Potential erreicht. Die neuen Softwareentwicklungen sowie modernste High-End-MR-Tomographen erlauben erstmals umfassende Einblicke in Morphologie, Funktion, Perfusion und Vitalität des kardiovaskulären Systems. Dieses Buch bietet Anfängern und auch erfahrenen Anwendern eine ausführliche Darstellung der Grundlagen, Entscheidungsstrategien, Untersuchungsabläufe und Ergebnisse der kardiovaskulären MRT. Der erste Teil des Buches behandelt die für gezielte Untersuchungen des kardiovaskulären Systems relevanten Untersuchungs-'Tools'. Im zweiten Teil werden, ausgehend von klinischen Fragestellungen, die einzelnen Untersuchungsschritte mit Diagrammen und an den konkreten klinischen Symptomen orientierten Flussschemata dargestellt. Das Buch wird ergänzt durch eine CD-ROM mit zusätzlichem Bildmaterial und Videosequenzen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 351
    Erscheinungsdatum: 08.02.2006
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783540274612
    Verlag: Springer-Verlag
    Größe: 19086 kBytes
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MRT des Herzens und der Gefäße

Untersuchungsabläufe in der MR-Angiographie (S. 129)

Unter kardiologischer Mitarbeit von F. Webering

25 Tool 17: MR-Angiographie (große Gefäße)

25.1 Techniken der MR-Angiographie

Flussphänomene haben wesentlichen Einfluss auf die MRBildgebung. Daraus ergeben sich verschiedene technischeMöglichkeiten der MR-Angiographie. Deshalb unterscheidet sich die MR-Angiographie wesentlich von der konventionellen Röntgenangiographie. Die Kenntnis der für die MRT typischen Flussphänomene ist entscheidend, um in der Befundung Fehlinterpretationen zu vermeiden.

Für die Bildinterpretation wichtige Flussphänomene:
– Dephasierungseffekte (Flow-Void): Fließende Protonenspins erfahren während der Bewegung entlang eines magnetischen Gradienten eine geschwindigkeitsabhängige Phasenverschiebung. Schneller fließende erfahren eine stärkere Phasenverschiebung als langsamer fließende.

In der Folge kommt es zu einem Verlust an Phasenkohärenz und damit zu einem Signalverlust.
– Sättigungseffekte (In-Plane-Saturation): Erfährt ein Spin innerhalb eines untersuchten 2Doder 3D-Schichtvolumens immer wieder erneute HF-Anregungen und wird dieser Vorgang mehrfach hintereinander wiederholt, so kommt es zu einem Sättigungsphänomen und man erhält immer weniger bildgebendes Signal.

5.1.1 Time-of-Flight-Angiographie

25.1.1.1 Grundprinzip

Die Time-of-Flight-Methode (TOF) ist eine native MRAngiographietechnik ohne Anwendung intravenöser Kontrastmittel. Die signalreiche Gefäßdarstellung ist in Formeines sog. Schichteintrittphänomens abhängig von der Blutflussgeschwindigkeit und besonders günstig bei schnellem Blutfluss. Die beste Untersuchungsebene steht senkrecht zum untersuchten Gefäßverlauf. Zur Untersuchung werden verschiedene Gradientenechosequenzen verwandt:
– Steady-State-Sequenz, FISP,
– gespoilte Gradientenechosequenz, FLASH.

Der Angiographiekontrast zwischen fließendem Blut und der Umgebung beruht darauf, dass fließende, ungesättigte Protonenspins der Blutbestandteile mehr Signal geben als stationäre. Dieser Effekt wird dadurch unterstützt, dass repetitive Anregungen in der Untersuchungsregion stationäres Gewebe absättigen, sodass diese kein Signal mehr bieten und der Hintergrund zur Gefäßdarstellung signalfrei ist.

Der stete Zustrom bisher nicht angeregter Protonenspins in die Untersuchungsregion bietet maximale Magnetisierbarkeit und damit ein maximales Signal des fließenden Blutes. Um eine rein arterielle bzw. rein venöse Gefäßdarstellung zu gewährleisten, werden die in der Darstellung nicht gewünschten Gefäßregionen durch räumliche (venöse oder arterielle) Vorsättigung derart abgesättigt, dass keine Magnetisierbarkeit zur angiographischen Signalgebung verbleibt. Zu berücksichtigen sind Sättigungsphänomene bei langsamem Blutfluss oder elongiertem Gefäßverlauf in der Abbildungsebene sowie Signalreduktionen infolge von Flussturbulenzen. DEED-Step 1

25.1.1.2 Indikationen

Intrakranielle Angiographie des Circulus Willisi, der zerebralen Sinus, Angiographie der Halsgefäße (ergänzend zur Kontrastmittel- MRA), umschriebenene periphere Gefäßabschnitte (selten, nur bei speziellen Fragestellungen ergänzend zur Kontrastmittel- MRA).

2D-Time-of-Flight-Angiographie

Die 2D-TOF-Angiographie ist sehr empfindlich für langsamen Blutfluss. Sie dient überwiegend zur ven

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