text.skipToContent text.skipToNavigation

Demenz Gemeinsam den Alltag bewältigen von Schäfer, Ulrike (eBook)

  • Verlag: Hogrefe Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Demenz

Mit Hilfe des Ratgebers können die Betroffenen lernen, die medizinische Behandlung durch ein eigenständiges Krankheitsmanagement zu unterstützen. In den letzten Jahren wurden bei der Behandlung von Asthma große Fortschritte erzielt, trotzdem leiden Patienten an den erheblichen psychosozialen Folgen dieser chronischen Erkrankung. Der erfolgreiche Umgang mit einer chronischen Krankheit kann schrittweise eingeübt werden.

Dieser Ratgeber bietet dazu zahlreiche Hinweise. Er vermittelt Informationen, um asthmabezogene Belastungen und Symptome richtig einordnen sowie die Formen und die Entstehung des Asthmas besser nachvollziehen zu können. Mit Hilfe von zahlreichen Arbeitsblättern werden Möglichkeiten aufgezeigt, das Gelernte im Alltag zu erproben sowie konsequent und langfristig zu praktizieren. Betroffene können so lernen, durch ihr eigenes Engagement die Krankheit optimal zu "managen".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783844417623
    Verlag: Hogrefe Verlag
    Größe: 559kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Demenz

4 Was kann und muss ich selbst tun? (S. 41)

4.1 Asthma-Selbstmanagement – Der Patient steht im Mittelpunkt

Nach den Richtlinien für die Behandlung des Asthma bronchiale ist die Einbeziehung des Patienten und seiner Angehörigen in die Behandlung Ziel und Basis einer optimalen Asthmatherapie. Dem Patienten soll ein Krankheitsverständnis und die Kompetenz vermittelt werden, eigenverantwortlich und in Zusammenarbeit mit dem Arzt seine Erkrankung zu "managen". Das Selbstmanagement ist somit die erlernbare Fähigkeit, Maßnahmen zur Kontrolle des Asthmas zu treffen und damit einer Krankheitsverschlechterung vorzubeugen. Diese Selbstmanagementfähigkeiten sollen in der Patientenschulung erworben werden.

Das beste Medikament nützt nichts, wenn man es nicht richtig anwendet. Ein Asthmatiker sollte daher über die Grundzüge der Wirkungsweise seiner verordneten Medikamente informiert sein. Es ist auf die korrekte Anwendung in der Dosierung (Hübe bzw. Tabletten pro Tag), die richtige Einnahmezeit (wichtig bei Theophyllin) und die korrekte Einnahmetechnik zu achten. Werden verschiedene Sprayformen benutzt, zum Beispiel ein Pulverinhalator für die Dauermedikation und ein Dosieraerosol für das Bedarfsmedikament, so müssen die unterschiedlichen Einnahmevorschriften eingehalten werden. Diese auf den ersten Blick selbstverständliche und banale Forderung erweist sich in der Praxis als äußerst problematisch.

Die aktive Therapiemitarbeit erstreckt sich idealerweise auf folgende Bereiche:

– die medikamentöse Therapie: Arzneimittelanwendung und Notfalltherapie, – die Durchführung von regelmäßigen Arztbesuchen,
– die Selbstkontrolle mit dem Peak-flow-Meter,
– die Durchführung von Allergenkarenzmaßnahmen,
– der Praktizierung unterstützender Maßnahmen (Atem- und Sporttherapie) und
– die Anpassung des Lebensstils.

11 Der Umgang mit dem Erkrankten (S. 83-84)

Kommunikation mit dem Kranken

Häufig kommt es bei der Alzheimererkrankung zu Störungen der Sprache. In frühen Krankheitsstadien kann sich der Patient nicht mehr so gut ausdrücken, es fehlen ihm bestimmte Wörter (Wortfindungsstörungen), die Sprache wird ungenau und umständlich. Der Erkrankte selbst merkt dies und schämt sich dafür. Infolgedessen vermeidet er immer öfter die Teilnahme an Gesprächen oder an sozialen Kontakten überhaupt. In fortgeschrittenen Krankheitsstadien ist die Sprache noch gestörter und unvollständiger, so dass die sprachliche Verständigung sehr eingeschränkt wird. Auch das, was dem Patienten verbal mitgeteilt wird, kommt bei ihm nicht mehr so gut an. Deshalb sollten Sie mit dem Erkrankten möglichst in kurzen und knappen Sätzen sprechen. Meiden Sie zu viele Informationen auf einmal. Vermehrt ist auf die Körpersprache, Mimik (Gesichtsausdruck) und Gestik zu achten, um herauszufinden, was der Patient mitteilen möchte. Auf Korrekturen seiner Sprache sollten Sie verzichten. Hintergrundsgeräusche wie das Laufen des Radios oder Fernsehers sollten vermieden werden, während Sie sich mit dem Patienten unterhalten.

Gefühle erkennen

Wie schon mehrfach erwähnt, bleibt die gefühlsmäßige Wahrnehmungsfähigkeit des Patienten erhalten, auch wenn Gedächtnisfähigkeiten und Sprache schon längst erheblich beeinträchtigt sind. Um so wichtiger ist es, dass Sie den Patienten auf der emotionalen Ebene verstehen und ihm dort begegnen. Seine Gefühle zu erkennen und entsprechend zu reagieren, vermag dem Patienten einerseits Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln, und kann andererseits kritische krisenhafte Zuspitzungen abmildern und zu einer Beruhigung in eskalierenden Situationen beitragen. Gespür für Stimmungen, Gefühle und emotionale Atmosphäre in zwischenmenschlichen Beziehungen. Es ist oft für Sie schwierig, hinter Wutausbrüchen, Verweigerung, aggressivem Verhalten oder Unruhe die Gefühle der Patienten zu erkennen. Meist steckt Angst, Verzweiflung, Ratlosigkeit oder verletztes Schamgefühl dahinter und es ist wichtig, die Anlässe für diese Gefühle herauszufinden, um sie zukünftig zu vermeiden. Persönlichkeitszüge, die der Patient zeitlebens gehabt hat, gehen auch in der Erkrankung nicht verloren (z. B. Pünktlichkeit, Ordentlichkeit, Genauigkeit, aber auch rechthaberisches bestimmendes Verhalten usw.).

Verlässlichkeit

Wechsel in Alltagssituationen, unvorhergesehene Änderungen im Tagesablauf, Änderungen in der alltäglichen Routine oder bei Alltagshandlungen (z. B. beim Waschen) führen bei dem Patienten oft zu ängstlichen Reaktionen und zu Verweigerung oder Ablehnung. Günstig ist ein völlig "langweiliger" (aus Sicht der Gesunden), routinierter, gleichförmiger Tagesablauf mit ausreichenden Zeitvorgaben, damit der Patient möglichst viele Dinge seiner Versorgung in Ruhe selbst übernehmen kann. Dies erfordert eine große Portion Geduld von Ihrer Seite und ist mit mehrfachen Wiederholungen und Aufforderungen, die der Patient erhalten muss, damit eine Handlung oder Aktivität begonnen oder zu Ende geführt wird, verbunden.

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    HOFER life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier findest Du alle Deine eBooks und viele praktische Lesefunktionen.