text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Diabetes Vorsorgen, rechtzeitig erkennen und richtig behandeln von Kautzky-Willer, Alexandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.06.2016
  • Verlag: Manzsche Verlags- u. Universitätsbuchhandlung
eBook (ePUB)
16,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Diabetes

Vorsorgen, rechtzeitig erkennen und richtig behandeln Rund 600.000 Menschen in Österreich - 8% der Bevölkerung - haben Diabetes. Als Hauptursachen gelten ein Mangel an Bewegung, ungesunde Ernährung, Rauchen, Stressfaktoren und vor allem bauchbetontes Übergewicht. Das Gefährliche an Diabetes: Er entsteht schleichend und viele der Betroffenen erfahren davon erst, wenn bereits eine gefährliche Folgeerkrankung wie Herzinfarkt, Schlaganfall, eine Verminderung der Sehfähigkeit oder der Nierenfunktion eingetreten ist. Im neuen Ratgeber der Reihe "Gesundheit. Wissen." erklären MedUni Wien-Expertinnen für Diabetes auf wissenschaftlicher Basis, wie man Diabetes durch frühzeitige Lebensstiländerungen gegensteuern, aber auch, wie man lange gut und fit mit dieser Erkrankung leben und ihre Symptome besser deuten kann. Dazu gibt es viele hilfreiche, praxisorientierte Tipps zu Ernährung, Trainings- und Diätplänen. Außerdem: Fakten zu medikamentöser Therapie, vermeidbaren Folgeerkrankungen und zum generell besseren Verständnis der Erkrankung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 178
    Erscheinungsdatum: 08.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783214009939
    Verlag: Manzsche Verlags- u. Universitätsbuchhandlung
    Größe: 5022 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Diabetes

DIABETES VERSTEHEN - BEGRIFFSERKLÄRUNGEN

Wenn man sich mit dem Thema Diabetes mellitus auseinandersetzt, kommt man nicht daran vorbei, sich einige Begriffe des Zuckerstoffwechsels anzueignen. Dazu gehören

- die Glukose,

- die Hormone des Glukosestoffwechsels

- und nicht zuletzt das Pankreas, die Bauchspeicheldrüse.

GLUKOSE

Abb. 3: Die durch die Nahrungsaufnahme freigesetzte Glukose bewirkt eine Insulinausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse. Sowohl Glukose als auch das Insulin werden über das Blut zu den Organen transportiert, wo Insulin Glukose in die Zelle befördert.

Der Begriff Glukose steht für Zucker und ist aus chemischer Sicht nichts anderes als der bekannte Traubenzucker. Vom Begriff der Glukose leiten sich weitere Begriffe wie die Hyperglykämie (zu hoher Blutzucker) und die Hypoglykämie (zu niedriger Blutzucker) ab, wobei die Endung "-ämie" dafür steht, dass sich etwas "im Blut" befindet. Glukose gehört als Einfachzucker zur Gruppe der Kohlenhydrate, die neben Fett und Eiweiß die wichtigsten Energielieferanten unseres Körpers sind. Sämtliche Organe brauchen Glukose zur Energiegewinnung, vor allem unser Gehirn ist von der Glukosezufuhr abhängig.

Wenn man von Blutglukose - oder Blutzucker - spricht, meint man den im Blut befindlichen Zucker, der nach Aufnahme über den Darm zu den Zielorganen weitertransportiert wird. Die Blutglukosekonzentration wird beim Gesunden durch die Ausschüttung verschiedener Hormone in einem konstanten Bereich zwischen 70-160 mg/dl gehalten.

Nüchternglukose

Im Nüchtern-Zustand (Fasten) wird unser Blutzucker durch die sogenannten kontrainsulinären Hormone konstant auf 70-99 mg/dl gehalten, wobei bereits Werte im oberen Normbereich ein höheres Diabetesrisiko darstellen. Niedrigere Werte sind, solange sie keine Symptome hervorrufen, unbedenklich. Symptomatische Unterzuckerungen gibt es vor allem im Rahmen blutzuckersenkender Therapien oder durch einen Insulin-produzierenden Tumor, der aber extrem selten vorkommt. Die kontrainsulinären Hormone sorgen dafür, dass - auch wenn wir einige Zeit nichts essen - genügend Glukose zur Energiegewinnung zur Verfügung steht. Dies gelingt ihnen dadurch, dass sie Zucker aus Speicherquellen freisetzen und die Leber zur Neubildung von Zucker aus gespeicherten Vorstufen anregen. Letzteres wird als Glukoneogenese, also Neubildung von Glukose, bezeichnet.

Unter dem Begriff "Fasten" wird in der Medizin ein Zeitraum bezeichnet, in dem nicht gegessen wird, z. B. in der Nacht. Dieser Zeitraum beginnt dann, wenn die Mahlzeit davor bereits verdaut ist und der Körper auf Reserven zurückgreift. Dies ist ein physiologischer Prozess und hat nichts mit einer Fastenkur oder "Schlankheitsdiät" zu tun.

Postprandiale Glukose

Mit der Aufnahme von Nahrung, vor allem von Kohlenhydraten, steigt der Blutzuckerspiegel rasch an, was die Freisetzung von Insulin stimuliert. Insulin schleust den Blutzucker in die Zelle ein, wo er als Energielieferant benötigt wird. Die Hauptzielorte der Insulinwirkung sind die Leber und die Muskulatur. Das Gehirn, rote Blutkörperchen sowie das Nierenmark können die Glukose auch ohne die Hilfe des Insulins aufnehmen. Wird Glukose aus dem Blut in die Zellen aufgenommen, steigt dessen Konzentration in der Zelle an und fällt im Blut ab, wodurch der Blutzuckerspiegel sinkt.

INSULIN

Insulin ist das blutzuckersenkende Hormon (= Botenstoff) unseres Körpers. Es wird in den sogenannten Langerhans- oder beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet und wie andere Hormone in die Blutbahn abgegeben. Über das Blut gelangt es an sämtliche Organe/Zellen unserer Körpers, wo es seine Aufgabe als Botenstoff wahrnimmt. Die Hauptaufgabe des Insulins ist es, die "Tore der Zellen" zu öffnen, damit die Glukose - also der Zucker - aus dem Blut in die Zelle aufgenommen werden kann. Dort wird sie

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen