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Hautkrebs - Ein oft unterschätztes Risiko Risikofaktoren, Diagnostik, Therapie und Prognose von Altmeyer, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.04.2006
  • Verlag: Kohlhammer Verlag
eBook (ePUB)
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Hautkrebs - Ein oft unterschätztes Risiko

In den letzten Jahren ist weltweit eine deutliche Zunahme von Hautkrebs zu verzeichnen. Am häufigsten treten die durch umfangreiche Aufklärungskampagnen bekannten Basalzellkarzinome, Plattenepithelkarzinome und das maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs, auf. Daneben gibt es aber zahlreiche, weniger bekannte Tumore der Haut. Dieser Ratgeber informiert umfassend über die verschiedenen Krebsarten sowie über die Einschätzung der Prognose. Es werden Informationen zu Risikofaktoren, Vorsorgemöglichkeiten und Tipps zum Leben mit Hautkrebserkrankungen gegeben.

Professor Dr. Peter Altmeyer ist Direktor der Klinik für Dermatologie und Allergologie der Bochumer Universitätshautklinik, St. Josef-Hospital. Dr. Stefanie Reich ist dort als Ärztin tätig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 184
    Erscheinungsdatum: 20.04.2006
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783170273061
    Verlag: Kohlhammer Verlag
    Größe: 33920 kBytes
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Hautkrebs - Ein oft unterschätztes Risiko

1 Wissenswertes rund um die Haut

Wie ist die menschliche Haut aufgebaut?

Die Haut ist das Grenzorgan des Menschen zu seiner Umwelt und stellt das größte Organ des Menschen dar. Die Haut eines Erwachsenen ist ca. 2 m 2 groß und wiegt 3 kg. Rechnet man das Fettgewebe mit ein, sind es sogar 20 kg. Die Hautdicke schwankt regional zwischen 1,5 und 4 mm. Der Aufbau der Haut besteht im Wesentlichen aus 3 Schichten (von außen nach innen):

Die Epidermis (Oberhaut) ist ein sog. verhornendes Plattenepithel. Es ist Produzent und Träger der undurchlässigen Hornschicht, der äußersten Grenzschicht der Haut. In ihr sind pigmentbildende Zellen (Melanozyten) und Abwehrzellen beheimatet.

Die Dermis (Lederhaut) ist das bindegewebige Gerüst der Haut. In ihr verlaufen die die Haut versorgenden Nerven und Blutgefäße.

Die Subkutis (Unterhaut) ist ein Fettgewebspolster, das in der Tiefe den die Muskulatur umgebenden Bindegewebshüllen, den Faszien, aufsitzt.

Weiterhin gehören zur Haut die Anhangsgebilde wie Haare, Nägel, Talgdrüsen und Schweißdrüsen. Diese entstammen zwar der Oberhaut, sind jedoch tief in die Lederhaut eingebettet.
Was ist die Epidermis?

Die Epidermis ist die Oberhautschicht. Ihre Dicke schwankt zwischen 0,04 mm im Bereich der Augenlider und 1,5 mm an den Handinnenflächen und Fußsohlen. Die Oberhaut selbst unterteilt sich wieder in 5 Schichten (von oben nach unten):

Stratum corneum
= Hornschicht


Stratum lucidum
= Glanzschicht


Stratum granulosum
= Körnerschicht


Stratum spinosum
= Spindelzellschicht


Stratum basale
= Basalzellschicht

Die Oberhaut besteht zu etwa 90 % aus lebenden Hornzellen (Keratinozyten) und ist durchsetzt von pigmentbildenden Zellen (Melanozyten), Abwehrzellen (z. B. Langerhanszellen) und sog. sensiblen Zellen (z. B. Merkelzellen).

Abbildung 1.1: Schichtung der menschlichen Haut

Die Hornzellen (Größe etwa 30 mim) entstehen in der Basalzellschicht, durchwandern die übrigen Schichten der Oberhaut und reifen auf diesem Weg zu toten Hornzellen (Korneozyten) aus.

Die Durchwanderungszeit der Hornzellen durch die lebende Oberhautschicht (Spindelzellschicht) dauert etwa 14 Tage. Die Erneuerungszeit der Hornschicht dauert ebenfalls 14 Tage. Bei bestimmten Erkrankungen (z. B. der Schuppenflechte) können diese Durchwanderungszeiten deutlich verkürzt sein.

Die Hornschicht hat eine wichtige Trennfunktion. Die sägezahnartige Grenzzone zwischen Ober- und Lederhaut nennt man "dermoepidermale Junktionszone". Die Fortsätze der Oberhaut, die in die Lederhaut hineinreichen, werden als "Reteleisten", die dazwischenliegenden Ausstülpungen der Lederhaut werden als "dermale Papillen" bezeichnet.
Was ist das Besondere an den Melanozyten (pigmentbildenden Zellen)?

Die Melanozyten produzieren das schwärzliche Pigment Melanin und sind damit hauptverantwortlich für die Eigenfarbe der Haut. Sie sind normalerweise in der Basalzellschicht der Oberhaut oder des Haarfollikels zu finden. Die Pigmentproduktion erfolgt als Antwort auf verschiedene physiologische und pathologische Reize hin, insbesondere nach UV-Licht-Kontakt. Die Bräunung der Haut entsteht dabei durch die Übertragung von pigmenttragenden Transportern (Melanosomen) in die benachbarten Hornzellen.

Die Hauptfun

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