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Meine Laborwerte Den Laborbericht verstehen von Bastigkeit, Matthias (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.03.2016
  • Verlag: Stiftung Warentest
eBook (PDF)
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Meine Laborwerte

Medizinische Befunde selbst entschlüsseln. Was bedeuten Abkürzungen wie EOS, FSH oder MCH und die Zahlen in Klammern dahinter? Was sind Referenzbereiche und was sagt der persönliche Laborwert aus? Dieser Ratgeber hilft Ihnen mit einer klar gegliederten Zusammenstellung von den ca. 80 wichtigsten Laborwerten, Ihren Bericht vom Arzt besser zu verstehen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Werten, die für die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen entscheidend sind, wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen und Gicht. Ausführlich wird zudem über Blutfettwerte, Leberwerte und die Nierenwerte informiert. Auch die wichtigsten Tumorwerte werden in diesem Buch erklärt.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 15.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783868517873
    Verlag: Stiftung Warentest
    Serie: test
    Größe: 683 kBytes
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Meine Laborwerte

Blutdruck (RR)

Der Blutdruck ist sicherlich kein "Laborwert" im klassischen Sinne, aber er ist von großer Bedeutung in der Diagnostik und wird in Arztpraxen, Apotheken und zu Hause häufig überprüft. Bei der Messung des Wertes können allerdings recht viele Fehler passieren.

Warum dieser Druck?

In allen Blutgefäßen muss ein gewisser Druck vorhanden sein, damit das Blut durch die Gefäße fließen kann. Dieser "Blutdruck" wird unterteilt in "Diastole" und "Systole". Wenn das Herz sich mit Blut füllt, spricht man von der Diastole, wenn es sich zusammenzieht und das Blut in den Körperkreislauf pumpt, von Systole. Da das Herz kräftiger pumpen als sich füllen kann, ist der Druck in der Systole größer.

Systolischer Blutdruck (gesunder Erwachsener) 110-130 mmHg
Diastolischer Blutdruck (gesunder Erwachsener) 70 bis 85 mmHg
Ist der Blutdruck dauerhaft zu hoch, spricht man von Hypertonie. Die Einheit für den Blutdruck ist Millimeter Quecksilbersäule, während der Druck im Autoreifen oder der Luftdruck in Einheiten wie Bar oder Pascal angegeben. Früher hat man den Blutdruck mithilfe einer langen Quecksilbersäule gemessen. Der Druck pumpte das flüssige Metall mit dem chemischen Symbol Hg nach oben und der Arzt konnte den Wert in Millimetern ablesen. Deshalb ist in Deutschland auch heute noch die Maßeinheit für den Blutdruck mmHg, Millimeter Quecksilbersäule.

Wie hoch?

Früher galt die Faustregel "Lebensalter + 100 = systolischer Blutdruck". Diese Regel war zwar einfach, aber falsch. Heute unterteilt man nicht nur in Normal- und Hypertoniebereich. Die Grenzwerthypertonie und zusätzliche Schweregrade ergänzen die Einteilung und ermöglichen eine bessere Beschreibung und eine angepasstere Therapie. Die Höhe des Blutdrucks schwankt im Laufe des Tages. Nach dem morgendlichen Anstieg gibt es über Mittag einen Abfall und dann bis Abend wieder eine Erhöhung. In der Nacht folgt wieder ein Abfall. Auch körperliche und psychische Faktoren nehmen Einfluss auf den Blutdruck. Der höhere systolische Blutdruck ist stressabhängiger als der untere. Selbst die Aufregung bei der Messung in der Arztpraxis kann den Blutdruck steigen lassen (Weißkitteleffekt).
Blutdruckwerte


Einteilung

systolisch

diastolisch

Normalbereich

optimal

180

110

Messfehler

Es gibt drei Arten von Messgeräten, solche mit einem Stethoskop, bei dem der Messende die "klopfenden" Geräusche der Pulswelle hört. Automatische Geräte mit Stethoskop und Geräte, die mit der oszillometrischen Methode arbeiten. Je nach Bauart wird die Manschette des Gerätes um den Oberarm oder um das Handgelenk gelegt.

Messung mithilfe eines Stethoskops

Die indirekte Blutdruckmessung mit einer aufblasbaren Oberarmmanschette und einem Manometer hat der italienische Arzt Scipione Riva-Rocci (1863-1937) erfunden. Daher auch die Abkürzung "RR" für Blutdruck. Durch Aufpumpen der Manschette wird die Armarterie zusammengedrückt. M

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