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Anthroposophische Medizin und die Prozesse im Stoffwechselsystem von Goyert, Andreas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.08.2016
  • Verlag: Verlag Freies Geistesleben
eBook (ePUB)
22,99 €
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Anthroposophische Medizin und die Prozesse im Stoffwechselsystem

Wie sich Stoffwechselprozesse im menschlichen Organismus charakterisieren lassen und welchen Faktoren außer der Ernährung dabei eine Rolle zukommt, zeigt Dr. Goyert im vorliegenden Band auf. Die Vorgänge werden dabei in ein ganzheitliches Bild zusammengeführt, das den Menschen in seiner Beziehung zur Welt und zum Geistigen darstellt. Mehr als drei Jahrzehnte hat der Autor neben seiner Tätigkeit als Internist auch Kurse im Rahmen der Ausbildungen von Ärzten und Heileurythmisten verantwortet. Aus dieser Gemeinschaftsarbeit sind "Gewissheit und Sicherheit darüber hervorgegangen, wie wertvoll und bereichernd die anthroposophische Menschenkunde für das Verständnis der Stoffwechselvorgänge beim gesunden und auch beim kranken Menschen ist." Wertvolle Hinweise finden neben Medizinern und Therapeuten auch die Leser, die sich in Ergänzung zur Magen-Darm-Sprechstunde ein erweitertes Verständnis der Stoffwechselvorgänge vor dem Hintergrund der anthroposophischen Menschenkunde und Medizin verschaffen möchten. Dr. med. Andreas Goyert, geboren 1949, absolvierte nach dem Medizinstudium die Ausbildung zum Internisten und eine Weiterbildung in Psychosomatischer Medizin. Seit 1989 ist er in der Inneren Abteilung der Filderklinik tätig, von 1993 bis 2009 als Leitender Arzt. 2009 begann er mit dem Aufbau und der Leitung der Privatambulanz für Anthroposophische Medizin an der Filderklinik. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Gastroenterologie, Onkologie und Anthroposophische Medizin. Daneben ist er als Dozent und Vortragsredner tätig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 296
    Erscheinungsdatum: 29.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783772541612
    Verlag: Verlag Freies Geistesleben
    Größe: 3978 kBytes
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Anthroposophische Medizin und die Prozesse im Stoffwechselsystem

Der Magen-Darm-Trakt

Für den heutigen Medizinstudenten ist im Studium der Anatomie des Magen-Darm-Traktes das Wesentliche das Kennenlernen seiner Lage im Organismus, seiner verschiedenen Abschnitte und deren Bezeichnungen, sowie sein innerer Aufbau, bis in den mikroskopischen Bereich, mit den unterschiedlichen Gewebearten. Im Hinblick auf die Funktionen des Magen-Darm-Traktes, der Physiologie, werden die verschiedenen Substanzen, die in den Drüsen der einzelnen Organe gebildet und abgesondert werden, analysiert sowie deren chemische Wirkungen beschrieben. Des Weiteren wird die Blut- und Nervenversorgung und die Anordnung und Art der Muskulatur untersucht, wodurch die Wahrnehmungs- und Bewegungsfähigkeit des Magen-Darm-Traktes erklärt werden kann.
Anatomie und Physiologie in einer ganzheitlichen Betrachtung

Betrachten wir nun unter einem ganzheitlichen Aspekt den Magen-Darm-Trakt in seiner Anatomie und Physiologie, so sehen wir, dass dieser vom Mund bis zum Anus den Organismus als eine Einheit durchzieht und in diesem eine Art innere Außenwelt bildet. Alles, was darin aufgenommen wird und nicht die Aufnahme in das Blut- und Lymphsystem erfährt, findet mehr oder weniger verwandelt den Weg wieder in die Außenwelt. Eine kleine Münze, die versehentlich verschluckt wurde, wird unversehrt wieder mit dem Stuhl ausgeschieden. Die Grenze zwischen dieser inneren Außenwelt und dem Blutgefäßsystem des Inneren wird durch die Schleimhaut gebildet.
Der Mund

Mit dem Mund nehmen wir die Nahrung in uns auf. Wir können auch sagen, mit dem Mund öffnen wir uns gegenüber der Welt. Als Erstes sind da die Lippen, die den Übergang der Haut in die Schleimhaut bilden. In dem Lippenrot drückt sich aus, wie sehr der Blutpol, das Innere des Menschen nach außen strömt. Etwas mit den Lippen zu berühren hat eine andere Qualität als eine Berührung mit der Hand. Es ist eine innigere, intimere Gestik.

Die Mundhöhle wird nach vorne und seitlich durch die Zähne begrenzt, die, in ihrem äußeren Überzug, dem Zahnschmelz, aus der härtesten Substanz, die vom Organismus gebildet wird, bestehen.

Abb. 15: Der Magen-Darm-Trakt und seine Lage im Bauchraum.
Der Magen

Nach dem Durchtritt durch das Zwerchfell in die Bauchhöhle mündet die Speiseröhre in den Magen. Dieser ist ein mit einer kräftigen Schleimhaut ausgekleideter Muskelsack. Die Form des Magens ist nicht mehr einheitlich, sondern sehr variabel. Allgemein wird die Magenform, bedingt durch den Muskeltonus, als eine dem Angelhaken ähnliche beschrieben. Aber sobald sich zum einen sein Füllungszustand ändert, z. B. nach dem Essen, oder zum anderen die Umgebung ihm den Platz verwehrt, wie das z. B. in der fortschreitenden Schwangerschaft der Fall ist, wobei er nach oben hin und seitlich verdrängt wird, ändert sich seine Form. Dies bedeutet, die Form des Magens variiert entsprechend seiner Umgebung, d. h. dem Platz, den die ihn umgebenden Organe gewähren. Dieses Verhalten, sich in der Form der Umgebung anzupassen, ist eine Qualität des Flüssigen, wie man sie bei jedem Bachlauf, ja jeder Pfütze beobachten kann. Die Flüssigkeit passt sich immer der gegebenen äußeren Form an.

Abb. 16: Die Schichten der Magenwand. Die Schleimhaut (Mukosa) mit ihren Einstülpungen.

Als Schutz vor der Selbstverdauung, schließlich besteht die Schleimhaut selbst aus Eiweißbestandteilen, wird, von wiederum anderen Drüsenzellen, ein die Magenschleimhaut schützender Schleim gebildet.
Die Magenbewegungen

Verschiedene Bewegungsmuster können am Magen unterschieden werden. Zum einen gibt es die mahlende Bewegung, die die Nahrung schichtet und durchmischt. Des Weiteren eine Bewegung, die portionsweise Nahrungsant

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