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Das Framework der AOTA Gegenstandsbereich, Prozesse und Kontexte in der ergotherapeutischen Praxis

  • Verlag: Hogrefe Verlag Bern (ehemals Hans Huber)
eBook (PDF)
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Das Framework der AOTA

Die Antwort gibt das offizielle Dokument des amerikanischen Berufsverbandes der Ergotherapie (AOTA), das nun erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt. Das 'Occupational Therapy Practice Framework: Domain and Process' (OTPF) beschreibt und erklärt systematisch die zentralen Konzepte ergotherapeutischer Praxis. Gestützt auf die Evidenz, beschreibt es Gegenstandsbereich und Prozess der Ergotherapie: Wie sind Gesundheit, Wohlbefinden und Teilhabe am Leben durch Beteiligung an Betätigung zu erreichen? Die Übersetzerin sowie die beiden Herausgeberinnen begleiten das Framework in langen Jahren der Auseinandersetzung in Praxis, Forschung und Lehre. Ihre Expertise kann diese deutschsprachige Ausgabe zu einem Standardwerk der Ergotherapie machen. Zahlreiche Beiträge von Master-Studierenden wie auch das Kapitel von George Tomlin, Professor der Ergotherapie, Washington, zeigen auf, wie das Framework die Praxis der Ergotherapie verändert und beantworten damit eindrücklich die eingangs gestellte Frage: Was ist eigentlich Ergotherapie?

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 176
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456957777
    Verlag: Hogrefe Verlag Bern (ehemals Hans Huber)
    Originaltitel: Occupational Therapy Practice Framework: Domain & Process, 3rd Edition
    Größe: 5811 kBytes
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Das Framework der AOTA

1 Einleitung zur deutschsprachigen Ausgabe: OTPF in Theorie und Praxis

Ulrike Marotzki und Kathrin Reichel

Sprache hat etwas mit Identität zu tun. Von diesem Sachverhalt gehen nicht nur Menschen aus, die professionell mit der menschlichen Entwicklung und mit Therapie zu tun haben. Auch Fachsprache sagt etwas über die Profession aus, die sie benutzt. Mit der Frage, welcher Begrifflichkeiten sich Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten bedienen sollten, beschäftigt sich unsere Profession seit ihren Anfängen. In der deutschsprachigen Diskussion kam die Frage nach einer passenden Terminologie verstärkt mit dem Einzug ergotherapeutischer Modelle Ende der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts auf. Modelle beanspruchen, mit ihren Konzepten eine Sprache und Zusammenhangsbeschreibungen zu liefern, die Ergotherapie übergreifend und unabhängig von Fachrichtungen beschreiben. Sicher werden sich einige erinnern, wie kritisch Begriffe in der Berufsgruppe aufgenommen wurden, die nicht der Alltagssprache entnommen bzw. aus einer Bezugswissenschaft stammten. Erschwerend hinzu kam die Übersetzungsproblematik: Die Modelle mussten mit ihren Begriffen und Konzepten aus dem Englischen ins Deutsche übertragen werden. Der Kernbegriff Occupation fand seine Übersetzung in Handlung und Betätigung (Claudiana, 2007; Dehnhardt et al., 2010); der Begriff der Performance fand vielfältige Entsprechungen: Er wurde im Englischen belassen, mit Performanz, Handlungsdurchführung oder -ausführung, manchmal auch mit Leistung übersetzt.

Die Suche nach den passenden Begriffen bzw. einer angemessenen Terminologie hat sich entwickelt und differenziert, ist aber ein fortlaufender Prozess. Der vorliegende Band will hierzu einen Beitrag liefern. Gegenstand des Bandes ist der Occupational Therapy Practice Framework, kurz OTPF. Hierbei handelt es sich um einen terminologischen Bezugsrahmen, der sich in die Beschreibung des ergotherapeutischen Gegenstandsbereiches und des ergotherapeutischen Prozesses gliedert. Erarbeitet wurde dieser Bezugsrahmen vom Amerikanischen Berufsverband der Ergotherapeuten, der American Occupational Therapy Association, kurz AOTA. Der OTPF wurde erstmals 2002 von einer dafür eingesetzten Kommission des amerikanischen Berufsverbandes entwickelt, um genau dem Anliegen näher zu kommen, für die amerikanische Ergotherapie eine Orientierung für ihre Sprache, ihre Vorstellungen von den Inhalten ihres Berufes und die Organisation ihrer Therapieprozesse zu liefern.

Warum also das Rad neu erfinden? Macht es nicht Sinn, sich mit Entwürfen zur Vereinheitlichung der ergotherapeutischen Sprache und Praxis zu befassen, die bereits von ergotherapeutischen Kolleginnen und Kollegen anderer Länder entwickelt wurden, und zu prüfen, was übertragbar ist? Eine erste deutschsprachige Veröffentlichung zum OTPF erschien von Kathrin Reichel im Jahr 2005 unter dem Titel "Ergotherapie systematisch beschreiben und erklären - das AOTA-Framework als Beitrag zur Systematisierung der deutschen Ergotherapie" (Reichel, 2005). Kathrin Reichel hatte vor 12 Jahren Überlegungen angestellt, wie der amerikanische Ansatz, die Berufspraxis mit einem terminologischen Rahmen zu versehen, auf die deutsche Ergotherapie übertragbar ist. Sie hatte die zentralen Passagen aus der ersten Version des OTPF übersetzt und in ihre Publikation aufgenommen. Der vorliegende Band enthält nun die vollständige Übersetzung der dritten überarbeiteten Version des OTPF von 2014.

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