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Individuelle und soziale Handlungskompetenz Manual und Erfassungsinstrumente für die Ergotherapie von Blaser, Marlys (eBook)

  • Verlag: Hogrefe Verlag Bern (ehemals Hans Huber)
eBook (PDF)
21,99 €
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Individuelle und soziale Handlungskompetenz

Klientenzentriert und handlungsorientiert - so sieht sich die Ergotherapie heute und gewinnt damit einen Einfluss in einer präventiv und rehabilitativ ausgerichteten Gesundheitsversorgung. Manual und Erfassungsinstrumente des FachbuchesIndividuelle und soziale Handlungskompetenzbieten das nötige Instrumentarium dazu. Das Erfassungsinstrument zur individuellen Handlungskompetenz beruht auf dem ursprünglichen, weitreichend bekannten Basisbogen zur Erfassung der Handlungsfähigkeit. In der vorliegenden Ausgabe wurde insbesondere die Skalierung der Einschätzung den heutigen Prämissen der Ergotherapie angepasst. Die Ressourcen und Defizite eines Menschen werden eingeschätzt in Relation zu dessen Handlungsumfeld (Familie, Arbeit) mit spezifischen Anforderungen. Das Erfassungsinstrument zur sozialen Handlungskompetenz beruht auf dem ursprünglichen Instrument zur Erfassung sozialer Kompetenzen und ist 2017 gänzlich neu konzipiert worden. Auch dieses Instrument berücksichtigt in der Einschätzung und Skalierung das soziale Umfeld eines Menschen mit den entsprechend spezifischen Anforderungen. Beide Erfassungsinstrumente verstehen sich nicht als Leistungstests, sondern in erster Linie als Arbeitsinstrumente für eine klientenzentrierte Ergotherapie. Manual und Instrumente richten sich an Ergotherapeutinnen, insbesondere in den psychiatrischen Fachbereichen (Erwachsenenpsychiatrie, Gerontopsychiatrie, Forensik, Kinder- und Jugendpsychiatrie).

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 80
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456959030
    Verlag: Hogrefe Verlag Bern (ehemals Hans Huber)
    Größe: 4745 kBytes
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Individuelle und soziale Handlungskompetenz

2 Das Erfassungsinstrument für individuelle Handlungskompetenz (EIHK)

Dieses Erfassungsinstrument ist vielen Ergotherapeutinnen bereits unter dem Namen "Basisbogen zur Erfassung der Handlungsfähigkeit" bekannt. Als solches wird es bereits seit 25 Jahren in der Ergotherapie, insbesondere im Fachbereich Psychiatrie eingesetzt. Es ist eines von mehreren bekannten und häufig eingesetzten Assessments für die Ergotherapie, jedoch zurzeit das einzige, das speziell für die Psychiatrie entwickelt und erprobt wurde. Es ist direkt im Dialog mit den Anwenderinnen entstanden und seit der ersten Veröffentlichung in der Schweiz, in Deutschland und Österreich in der ergotherapeutischen Ausbildung sowie in Weiterbildungen für Ergotherapeuten vermittelt worden. In größeren Institutionen ist es auch bereits elektronisch in umfassende Verlaufsdokumentationsprogramme aufgenommen worden. Zahlreiche praktizierende Ergotherapeutinnen haben das Erfassungsinstrument im Hinblick auf jeweils spezifische Erkrankungen oder Einschränkungen untersucht und validiert. In der hier vorgelegten Auflage sind wesentliche Veränderungen in der Skalierung vorgenommen worden, während der Aufbau und die Items gleich bleiben, da diese ja direkt aus dem handlungstheoretischen Modell nach v. Cranach hergeleitet sind. Die neue Skalierung spiegelt die Entwicklung der Ergotherapie in diesen 25 Jahren wieder. Das Bewusstsein um die Wichtigkeit der individuellen Relevanz der Handlungskompetenz ist in ergotherapeutischen Fachkreisen gestiegen. Es gibt nicht eine optimale Handlungskompetenz, sondern eine jeweils für einen einzelnen Menschen in seinem ganz speziellen Umfeld relevante Handlungskompetenz. Während der Basisbogen noch einen gewissen Spielraum für Ergotherapeuten bot, den Maßstab für die zu erreichende Handlungskompetenz festzulegen beziehungsweise durch das Instrument nicht direkt dazu aufgefordert wurde, diesen individuellen Handlungsrahmen zu berücksichtigen, wird dies mit der neuen Skalierung direkt vorgegeben.

2.1 Theoretische Grundlagen

Das Instrument wird ganz direkt durch das handlungstheoretische Modell von v. Cranach abgestützt. Im Zentrum aller ergotherapeutischen Behandlungskonzepte steht die Förderung der autonomen Handlungskompetenz. In diesem Sinne stellt ein Instrument zur Erfassung dieser (sowohl im individuellen als auch im sozialen Rahmen) eine ausschlaggebende Komponente eines konzeptionellen Modells für die Ergotherapie dar.

Das handlungstheoretische Modell nach v. Cranach beruht auf verhaltenstheoretischen (naive Verhaltenstheorie nach Heider, 1958; Laucken, 1973), sozialpsychologischen (Theorie der sozialen Kontrolle im symbolischen Interaktionismus nach Goffmann, 1961, 1963, 1969; Mead, 1964; Harré & Secord, 1972) und insbesondere auf systemtheoretischen handlungsanalytischen Modellen (Miller et al., 1973, Hacker, 1986). Dass das Modell diese drei Quellen vereinigt, verleiht ihm eine große Spannbreite der Erfassungsund Betrachtungsmöglichkeiten. Eine umfassende Darstellung des Modells findet die interessierte Leserin in Blaser, 2004 und Blaser und Csontos, 2014 (Ergotherapie in der Psychiatrie, Bern: Hans Huber) Hier soll derjenige Aspekt des handlungstheoretischen Modells hervorgehoben werden, der dem Erfassungsinstrument direkt zugrunde liegt. Dieser Aspekt ist der systemtheoretischen Handlungsanalyse zuzuordnen, die eine hierarchische Struktur der Handlung einerseits, eine sequentielle Struktur andererseits vorsieht.

Die hierarchische Struktur gliedert eine Handlung in sinnvolle, hierarchisch angeordnete Einheiten von Handlungen bis zu einzelnen Muskelbewegungen, die diese Handlungen erfordern.

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