text.skipToContent text.skipToNavigation

Neuraltherapie Neurophysiologie, Injektionstechnik und Therapievorschläge von Fischer, Lorenz (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.02.2014
  • Verlag: Haug
eBook (PDF)
59,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Neuraltherapie

Neuraltherapie - Bereicherung für die Praxis Ob lokal, segmental oder als Störfeldtherapie - das Anwendungsspektrum der Neuraltherapie ist bei akuten und chronischen Erkrankungen sehr breit. Sie möchten die Neuraltherapie in Ihre schulmedizinische oder komplementärmedizinische Praxis integrieren? Dann liefert Ihnen dieses bewährte Kurs- und Anwenderbuch alle grundlegenden Informationen, die Sie brauchen, um Nadel, Spritze und Lokalanästhetikum effizient und zielführend einzusetzen. Der kompakte Text und präzise Skizzen veranschaulichen die Technik. Therapievorschläge unterstützen die Umsetzung in die tägliche Praxis. Neu in der 4. Auflage: - vollständige Überarbeitung des Grundlagenkapitels - neue Aspekte der Pathophysiologie des Schmerzes inklusive der myofaszialen Triggerpunkte - zusätzliche Kapitel zur Untersuchung und zum wissenschaftlichen Nachweis der Neuraltherapie Das vollständig überarbeitete Kurs- und Praxisbuch zur Neuraltherapie mit allen wichtigen Untersuchungs- und Injektionstechniken.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 216
    Erscheinungsdatum: 26.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783830474937
    Verlag: Haug
    Größe: 4766kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Neuraltherapie

Vorwort

Die Systematik des diagnostischen und therapeutischen Einsatzes von Lokalanästhetika verdanken wir den Brüdern Ferdinand und Walter Huneke, die vor Jahrzehnten ihre Beobachtungen nach Anwendung von Lokalanästhetika an Patienten genial interpretierten. Die Grundlagen der Relationspathologie Rickers, der Neuralpathologie Speranskis und die Arbeiten der Wiener Gruppe (Bergsmann, Hopfer, Kellner, Perger, Pischinger, Stacher) und später Heine bedeuteten eine erste wissenschaftliche Basis für die Neuraltherapie. Dass sich die Neuraltherapie danach in vielen Praxen und Kliniken weltweit etabliert hat, ist vor allem das Verdienst von Peter Dosch, der schon in den 1960er-Jahren mit seinem Lehrbuch der Neuraltherapie zum endgültigen Durchbruch verhalf. Einen weiteren Markstein stellt das Lehrbuch von Hans Barop dar, das einerseits als anatomischer Atlas mit "Bodypainting" besticht, andererseits in der Gradlinigkeit der Neuroanatomie und Neurophysiologie. Das kürzlich erschienene Handbuch Neuraltherapie von Stefan Weinschenk (Hrsg.) ist ebenfalls zu einem wichtigen Nachschlagewerk geworden.

Vieles aus der Neuraltherapie wurde über die Jahre von der konventionellen Medizin übernommen. Im lokalen und segmentalen Bereich entspricht die Neuraltherapie heute der konventionellen Medizin, wenngleich oft nicht als "Neuraltherapie", sondern als "lokale und segmentale Infiltrationsanästhesie" oder "diagnostische und therapeutische Lokalanästhesie" bezeichnet.

So gibt es wahrscheinlich weltweit keine einzige Schmerzklinik, in der nicht Teile der Neuraltherapie sowohl im diagnostischen als auch im therapeutischen Bereich integriert sind.

Auch das Herd-Störfeldgeschehen wurde weiter etabliert. Insbesondere wurde der Zahn-Kiefer-Bereich in Bezug auf entzündlich rheumatische, kardiologische und gynäkologische Erkrankungen mit zum Teil großen Fallzahlen erforscht. Die Erklärung für die statistisch signifikanten Zusammenhänge liefern neue, auf Experimenten basierende Modelle, die den Zusammenhang vegetatives Nervensystem – neurogene Entzündung – Immunsystem aufzeigen. Zudem wird vieles im Störfeldgeschehen nun erklärbar über (zum Teil variable) neuroanatomische Verschaltungen. Dadurch wurde der Segmentbegriff erweitert.

Weiter besticht in der Neuraltherapie die Klarheit und Raschheit der Antwort des Organismus, insbesondere bei funktionellen Erkrankungen und Schmerzen. In diesem Sinne stellt die Neuraltherapie diagnostisch und therapeutisch eine Bereicherung für fast jede Praxis und Schmerzklinik dar. Die durch neue Studien nachgewiesenen Langzeiteffekte in der Neuraltherapie bei chronischen Schmerzpatienten lassen sich mit der modernen Pathophysiologie des Schmerzes erklären. Gerade die Gebiete der peripheren und zentralen Sensibilisierung, der Neuroplastizität u.a., rufen geradezu nach einer Methode, die Engramme löschen und positive Rückkoppelungen (Circuli vitiosi) mittels Lokalanästhetika unterbrechen kann. So gesehen stellt die Neuraltherapie im chronischen Schmerzgeschehen eine Art "Desensibilisierung" in der pathologischen Schmerzverarbeitung dar.

Die Neuraltherapie nutzt demnach die regulatorischen und plastischen Eigenschaften des Nervensystems: Gezielte Reize (durch die Nadel) und gleichzeitig selektive Reizlöschung (durch das Lokalanästhetikum) beeinflussen die Organisation im Nervensystem und die Gewebeperfusion. Im Schmerzgeschehen kann dadurch ein Circulus vitiosus durchbrochen werden und die schmerzverarbeitenden Systeme haben die Chance, sich neu zu organisieren.

In vielen Ländern existieren Ärztegesellschaften für die Neuraltherapie. In Deutschland wurde die Internationale Ärztegesellschaft für Neuraltherapie

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen