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Von Fall zu Fall Nach Sehgal gelöste Fälle zum Nacharbeiten von Vetter, Petra (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Von Fall zu Fall

Dieses Exemplar stellt den ersten Band einer Schriftenreihe dar, deren Ziel es ist, die Einarbeitung in die homöopathische Arbeit nach SEHGAL zu erleichtern. Es beginnt mit dem theoretischen Teil zu den Grundlagen dieser Methode, deren präzise Anwendung den Homöopathen oft gradlinig zum heilenden Arzneimittel führen kann. Die darauf folgenden gelösten Fälle bieten Übungsmöglichkeiten, die den speziellen Umgang mit den Gemütsrubriken der Repertorien vertraut werden lässt. Ein kurzer Abriss der jeweils verordneten Arzneimittel - im vorliegenden Band Belladonna, Hyoscyamus, Ignatia, Lachesis, Phosphorus, Rhus toxicodendron und Triticum vulgare - gibt einen kurzen Überblick über deren wichtige Gemütsrubriken. Außerdem wird in jedem Band ein Thema in einem ausführlicheren Beitrag behandelt. Diesmal Das Drama in und um Hyoscyamus Präzision und Phantasie -SEHGAL- Homöopathie und Hypnose Hypnose in der Homöopathische Praxis - eine Einführung

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783746023991
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 212kBytes
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Von Fall zu Fall

FALLBEISPIELE

In den nachfolgenden Fällen haben wir uns bemüht, die jeweilige Anamnese so gut wie möglich wiederzugeben. Trotzdem ist uns klar, dass es schwierig ist, nur aus gedruckten Aussagen den Gemütszustand des Patienten zu erspüren, und die entsprechenden Rubriken dafür zu finden. Lassen Sie sich daher bitte nicht entmutigen, wenn Sie das heilende Arzneimittel nicht auf Anhieb erarbeiten können.

Am Ende eines jeden Falles sind nochmals die angewandten Rubriken mit ihrer englischen Übersetzung und den dazu gehörigen Arzneimitteln aufgelistet. Um die Auswahl der Rubriken noch mehr zu verdeutlichen, wurden - falls vorhanden - Erläuterungen des Neuen Repertoriums, abgekürzt NeuRep (Lang, Eva : Das Neue Repertorium Homoeopathicum, Eva Lang, Worpswede 2005) hinzugefügt.

Die unter dieser Abkürzung auftauchenden Erläuterungen gehen auf M.L. SEHGAL, SANJAY und YOGESH SEHGAL zurück.
Schneller Durch-Fall

Am frühen Abend vor meiner Abreise in den Urlaub erreicht mich ein Anruf einer Patientin. Sie ist 81 Jahre alt und wurde vor zwei Tagen an der rechten Hand wegen einer sich verkürzenden Sehne operiert.

P: Ach - Sie sind noch da.

PV: Ja - ich fahre erst morgen früh.

P: Das ist gut. Mir fließt es nur wie Wasser raus, und ich fühle mich total schwach. Meine Tochter hat gesagt,...

PV: Kleinen Moment - ich mache mal eben meinen Computer an.... So... - jetzt nochmal. Es geht um Durchfall?

P: Ja. Wie Wasser. Ob ich mir da irgendwas eingefangen habe, in der Klinik? Das ging so schnell. Das stinkt auch ganz schrecklich. Und ich fühle mich total schwach. Meine Tochter hat gesagt, ich soll Sie mal anrufen, damit Sie mir etwas geben, was ganz schnell hilft. Damit ich nicht noch wieder in die Klinik muss.

PV: Warum wollen Sie nicht in die Klinik?

P: Wenn ich es vermeiden kann....Ich habe den Arzt angerufen, der hat mir Imodium aufgeschrieben und gesagt, wenn es bis heute Abend nicht besser wird, soll ich in die Klinik. Natürlich, wenn es nicht anders geht - dann ist das eben so.

PV: Wie ist denn die OP verlaufen?

P: Alles gut. Auch die Narkose. Obwohl sie wohl ein bisschen länger geschnitten haben als geplant. Aber ich habe alles gut überstanden. Keine Probleme. Aber irgendwie muss ich mir etwas eingefangen haben - anders kann ich mir das nicht erklären.

Und seit gestern habe ich den Durchfall. Und auch so einen Druck auf dem Magen - wie ein Stein. Ich habe ein bisschen Zwieback gegessen, aber es bleibt nichts drin.

PV: Was ist denn das Schlimmste daran?

P: Die Schwäche. Vorhin - als ich vom Klo - da bin ich fast zusammengeklappt - Kreislaufkollaps oder so. Dann ist mir auch noch übel - aber erbrechen muss ich nicht. Da war ich... Da habe ich Sie angerufen. Aber jetzt ist es schon nicht mehr ganz so schlimm.

PV: Haben Sie das Imodium schon genommen?

P: Nein. Meine Tochter ist gerade unterwegs und holt es aus der Apotheke. Sie könnte dann gleich bei Ihnen vorbeikommen und das Mittel abholen. Ich rufe sie dann an.

PV: Und Ihre Tochter möchte, dass es ganz schnell hilft?

P: Ich auch!!

PV: Und jetzt?

P: Am liebsten möchte ich gleich wieder ins Bett und nur schlafen und schlafen.

PV: Und wie gefällt Ihnen das?

P: Gar nicht. Ich kann ja gar nichts tun. Aber ich bin eben so schlapp.

PV: Fällt Ihnen noch etwas ein?

Ein paar Minuten Denkpause.

P: Ich muss mir das irgendwie eingefangen haben - anders kann ich es mir nicht erklären.

Und dann - ich habe ein großes Verlangen zu duschen.

PV: Zu duschen?

P: Ja. Obwohl - ich wasche mich dauernd und meine Tochter hat auch alles sauber gemacht im Bad und so - aber irgendwie - ich weiß auch nicht - ich fühle mich i

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