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Dermatologie-Atlas Katze Krankheitsbilder und typische Verteilungsmuster von Peters, Stefanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.04.2016
  • Verlag: Enke
eBook (ePUB)
129,99 €
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Dermatologie-Atlas Katze

Bilder sagen mehr als Worte Die Herausforderung Hautkrankheiten sicher meistern: Primäre und sekundäre Veränderungen lassen sich oft nur schwer unterscheiden. Entscheidend für die richtige Diagnose sind dann das Verteilungsmuster dieser Veränderungen und die entsprechenden Details. Genau hier setzt dieser einzigartige Atlas an: Gegliedert nach Körperregionen können Sie Fälle systematisch aufarbeiten. Das umfangreiche und erstklassige Bildmaterial unterstützt Sie dabei perfekt: Es zeigt Ihnen nicht nur die idealtypischen Veränderungen, sondern auch deren Verlaufsformen. Im zweiten Teil des Buches finden Sie zu jeder Hauterkrankung deren Ätiologie, weiterführende Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapie - jeweils übersichtlich auf einer Doppelseite dargestellt. Das Pendant zum erfolgreichen Dermatologie-Atlas Hund.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 13.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783132194311
    Verlag: Enke
    Größe: 23643 kBytes
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Dermatologie-Atlas Katze

1 Reaktionsmuster

1.1 Allgemeines

Leider reagieren viele Katzen auf unterschiedlichste Auslöser mit stereotypen Hautveränderungen. Zu den sogenannten "Reaktionsmustern" gehören:

"miliare Dermatitis"

"feline selbstinduzierte Alopezie"

"feline selbstinduzierte Exkoriationen/Ulzera"

eosinophile Läsionen (auch "eosinophiler Granulomkomplex" genannt)

eosinophile Plaques

eosinophiles Granulom

lineares eosinophiles Granulom

indolentes Ulkus

Fettkinn

Stechmückenallergie

Diese sind in vielen Fällen mit einem Blick zu erkennen, die Diagnose des Auslösers bzw. der Primärerkrankung ist allerdings umso zeitraubender, oftmals mühsam und bedarf zudem einer guten Besitzer-Compliance.

Auch der Versuch, in einer großangelegten Untersuchung an mehr als 400 Katzen anhand des Verteilungsmusters der Veränderungen die jeweils wahrscheinlichste Ursache zu eruieren, brachte leider nicht den gewünschten Erfolg [5] .

Demgemäß empfiehlt es sich, systematisch vorzugehen und möglichst viele diagnostische Hinweise aus Anamnese und evtl. Signalement zu sammeln, um damit die Liste möglicher Differenzialdiagnosen etwas einzuengen bzw. die Reihenfolge der Untersuchungen zu modifizieren. Wichtig sind z.B. Lebensgewohnheiten (Freigang, Fütterung), Kontagiosität (Dermatophyten, Ektoparasiten), saisonale Veränderungen (Trombiculiasis, FAS), gleichzeitig vorhandene extrakutane Symptome wie Husten oder Niesen oder gastrointestinale Störungen sowie Vorbehandlungen und das Ansprechen darauf.

Grundsätzlich sollten zunächst Ektoparasiten (v.a. Flöhe, Milben) mit den entsprechenden diagnostischen Verfahren, ggf. auch mittels diagnostischer Therapie nachgewiesen bzw. ausgeschlossen werden.

Meist enthält bereits die Anamnese (Kontagiosität für Kontaktpersonen und/oder -tiere) Hinweise auf eine Dermatophytose ; die Abklärung sollte je nach klinischem Verdacht vor oder nach dem Nachweis bzw. Ausschluss einer Futtermittel-Unverträglichkeit/-Allergie erfolgen.

Nach sicherem Ausschluss dieser häufigen Ursachen sind je nach klinischem Bild und klinischer Verdachtsdiagnose weiterführende diagnostische Maßnahmen indiziert (serologische, histopathologische, immunhistochemische, kulturelle Untersuchungen; Intrakutantest; bildgebende Diagnostik etc.).

Insbesondere bei Veränderungen mit zu erwartender Sekundärinfektion (indolentes Ulkus, selbstinduzierte Exkoriationen/Ulzera, eosinophile Plaque, eosinophiles Granulom) sollte keinesfalls auf eine zytologische Untersuchung und anschließende gezielte antimikrobielle Therapie verzichtet werden; besteht eine massive Selbsttraumatisierung, so ist es ratsam, die Katze mit geeigneten Mitteln daran zu hindern, den Prozess noch weiter zu verschlimmern.

Praxistipp

Reaktionsmuster sind stereotype Hautveränderungen bei der Katze, die durch ihr typisches Aussehen leicht zu erkennen sind.

Weder Art noch Verteilung des Reaktionsmusters erlauben einen Rückschluss auf die Ursache, d.h.,

auch ein indolentes Ulkus an der Oberlippe kann durch Flöhe verursacht sein.

sowohl bei eosinophilen Plaques als auch bei miliarer Dermatitis kommen Cheyletiella spp., Dermatophyten oder eine Futtermittel-Unverträglichkeit/-Allergie als mögliche Auslöser infrage.

Katzen mit einem oder mehreren dieser Reaktionsmuster sollten unbedingt systematisch auf die Ursache/den Auslöser abgeklärt werden.
1.2 Typisches Aussehen der Reaktionsmuster

1.2.1 Miliare Dermatitis

Papeln, die häufig verk

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