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OP-Atlas Hund Magen-Darm-Trakt

  • Erscheinungsdatum: 15.06.2016
  • Verlag: Enke
eBook (ePUB)
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OP-Atlas Hund Magen-Darm-Trakt

Vom ersten bis zum letzten Schritt: Dieser einzigartige Operationsatlas ist der perfekte Wegweiser durch die Magen-Darm-Trakt-Operationen beim Hund. Er eignet sich ideal zum schnellen Nachschlagen und zur visuellen OP-Vorbereitung. - Prägnante Schritt-für-Schritt-Anleitung für jede OP - Mit hochwertigen farbigen Zeichnungen, Skizzen und Bildern - Übersichtliche Gliederung der Operationen nach Organsystemen - Jede Operation ist in sich vollständig - Inklusive Differenzierung der einzelnen OP-Zugänge Profitieren Sie von den Erfahrungen eines anerkannten Experten im Bereich der Kleintierchirurgie!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 193
    Erscheinungsdatum: 15.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783132400412
    Verlag: Enke
    Größe: 18976 kBytes
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OP-Atlas Hund Magen-Darm-Trakt

1 Grundprinzipien

1.1 Präoperative Diagnostik

Nadja Wunderlin

Die präoperative Diagnostik richtet sich nach der Grunderkrankung. Mögliche diagnostische Maßnahmen können sein:

Röntgen des Abdomens in 2 Ebenen

ggf. Röntgen des Thorax in 2-3 Ebenen (z.B. Suche nach Metastasen)

Ultraschall des Abdomens

computertomografische Untersuchung des Abdomens (ggf. Thorax)

hämatologische und blutchemische Untersuchung/Blutgasanalyse/ggf. Gerinnungsprofil

Urinanalyse

zytologische Untersuchung (z.B. Abdomen-Punktat, Tumoren)

bakteriologische Untersuchung (z.B. Abdomen-Punktat, Inhalt von Abszessen)

pathohistologische Untersuchung (z.B. Tru-Cut-Biopsien von intraabdominal gelegenen Tumoren)
1.2 Kontraindikationen

Nadja Wunderlin

Es gibt keine absoluten Kontraindikationen. Gegen eine Magen-Darm-OP können im Einzelfall sprechen:

metastasierte Tumoren

zusätzliche Erkrankungen, die mit dem Leben nicht vereinbar sind

Beim Vorliegen einer Infektion abseits der Operationsstelle sollte ein geplanter Eingriff bei einem stabilen Patienten bis zur vollständigen Abheilung der Infektion verschoben werden.
1.3 Präoperative Standards

Nadja Wunderlin
1.3.1 Diätetisches Management vor einem geplanten operativen Eingriff

Adulte Hunde sollten 10-12h vor dem chirurgischen Eingriff letztmalig gefüttert werden. Eine Einschränkung der Wasseraufnahme ist nicht notwendig. Sind bei stabilen Patienten Operationen am Kolon oder Rektum notwendig, wird eine Nahrungskarenz von 24-48 Stunden empfohlen. Dies gilt auch für Patienten, die an einer Hernia perinealis operiert werden sollen.

Um einer Hypoglykämie vorzubeugen, sollten Welpen in Abhängigkeit ihres Alters über einen kürzeren Zeitraum nüchtern gesetzt werden (max. 4-6 h).

Sofern in Notfallsituationen eine sofortige Operation unumgänglich und der Patient nicht nüchtern ist, so muss dieser direkt im Anschluss an die Narkoseeinleitung intubiert werden. Zudem ist eine intensive postoperative Überwachung zwingend erforderlich, um bei auftretendem Erbrechen eine Aspiration von Futter zu vermeiden.
1.3.2 Vorbereitung des Operationsfeldes

1. Scheren Das Scheren findet außerhalb des Operationsraumes statt. Es sollte erst unmittelbar präoperativ durchgeführt werden, da es dabei zu kleinen Verletzungen der Haut kommen kann und das Infektionsrisiko mit kürzerem Zeitabstand zum operativen Eingriff geringer ist.

Am besten geeignet sind speziell für den veterinärmedizinischen Bereich hergestellte elektrische Scherapparate. Eine optimale Fellentfernung wird durch das Führen der Schermaschine entgegen der Haarwuchsrichtung erreicht ( Abb. 1.1 ). Dabei können Mikroläsionen der Haut mit einem scharfen Scherkopf weitestgehend vermieden werden. Der Scherkopf ist nach jeder Anwendung zu reinigen.

Das ventrale Abdomen muss großzügig geschoren werden. Die Fläche sollte so groß sein, dass eine eventuell notwendige Erweiterung der Inzision, ggf. auch das Anlegen von Drainagen im sterilen Operationsfeld möglich ist. Allgemein gilt, dass ein Bereich von mindestens 20 cm zu beiden Seiten der Inzisionsstelle rasiert sein sollte.

Vor dem Verbringen des Patienten in den Operationsraum muss das lose Fell entfernt (abgesaugt) und die geschorene Haut mit einem geeigneten Präparat gereinigt und entfettet werden.

2. Fixation Im Operationsraum wird der Patient entsprechend der geplanten Operation entweder in Rückenlage oder in Brust-Bauchlage verbracht. Bei Patie

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