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Oper für Dummies von Pogue, David (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.09.2016
  • Verlag: Wiley-VCH
eBook (ePUB)
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Oper für Dummies

Kapitel 1 Vorhang auf! In diesem Kapitel Ihr erstes Zusammentreffen mit der Oper Oper: Die Pop-Musik des 19. Jahrhunderts Sieben Sachen, die die Oper effektvoll machen So viel schon vorab: Oper ist seltsam. Jeder trägt Make-up. Alle singen zur gleichen Zeit. Sogar wenn es eine Oper in Ihrer Sprache ist, lieber Leser, können Sie manchmal die Worte nicht verstehen. Hier spielen Frauen Männer und Männer Frauen und 45-jährige spielen Teenager. Alle Hauptdarsteller sterben anscheinend irgendwann. Und wenn hier jemand stirbt, muss er vorher zehn Minuten darüber singen. Wirklich, es ist die tollste Unterhaltung der Welt! All diese seltsamen Vorgänge tragen jedoch dazu bei, unglaublich viele Menschen einzuschüchtern, und uns, Ihren Autoren, erging es genauso, als wir jung waren. Wie beim Skifahren, Tanzen oder beim Autokauf neigen Menschen dazu, alles zu vermeiden, was ein Risiko birgt. Ganz tief im Innern sagt ihnen eine kleine Stimme, dass die eingefleischten Opernkenner sie ganz schnell entlarven und aus dem Opernhaus regelrecht "rauslachen" würden, sobald sie dort völlig unwissend auftauchten. Aber wir verraten Ihnen nun ein Geheimnis: Niemand weiß hier etwas ohne eine kleine Hilfe - sogar nicht die ganz großen Opernkenner. Und diese Hilfe halten Sie nun in Händen. Oper kurz definiert Eine Oper ist nichts anderes als ein Theaterstück. Nur, dass die Darsteller hier singen, statt zu sprechen. Sogar Musicals, in denen die Musik auch nie aufhört wie etwa Les Misérables , Evita oder Cats , sind eigentlich Opern. Opern wurden erfunden, um die schönsten Dinge auf dieser Welt miteinander zu verbinden: ehrfurchterregendes Singen, volltönende Orchester, fesselndes Drama, tolle Tänze, aufwändige Bühnenbilder, üppige Kostüme, ausgefallene Beleuchtung und die sogenannten Special Effects. Die Gründerväter der Oper haben es tatsächlich durch die Verbindung dieser verschiedenen Künste geschafft, eine Kunstform zu kreieren, die gewaltiger ist als irgendeine andere. Über die Jahrhunderte ist die Oper sogar noch lustiger geworden als sie es jemals war, weil wir inzwischen alles über die teils schockierenden und erstaunlichen Lebensgeschichten der großen Komponisten wissen (s. Teil II ), allein die Tatsache, in die Oper zu gehen, uns heute auch in unserem modernen Leben die Augen öffnen kann (s. Kapitel 10 ), die geheimnisvolle Aura um einen Opernstar ziemlich unterhaltsam sein kann (s. Kap. 4), die Welt inzwischen noch viel mehr Opern hat als früher! (s. Kapitel 11 und 12 ) Der Mythos "Pop versus Klassik" Abgesehen von ihrer Unsicherheit vermeiden es viele Leute auch deswegen, in die Oper zu gehen, weil sie denken, dass es sich hierbei um eine alte, verstaubte Kunstform von Intellektuellen handelt, die vor allem für Leute reserviert ist, die Smoking und Abendkleid tragen und sich über das Menuett-Tanzen unterhalten. Die meisten Menschen gehen deswegen lieber ins Kino. Das Lustige daran ist, dass noch bis vor kurzem (zumindest nach geologischer Zeitrechnung) in die Oper gehen genau das Gleiche war wie ins Kino gehen. Die Menschen gingen damals in die Oper, wie Sie heute vielleicht in ein Rock-Konzert gehen: Einfach um Spaß zu haben! Dort sahen sie ihre Lieblingsstars und hörten ihre liebsten Melodien. Sie trugen dabei ganz normale Kleidung; sie brachten sogar zu essen und zu trinken mit, sie jubelten, wenn ihnen etwas gefiel (oder buhten oder warfen Blumen oder schmissen Tomaten), und das alles während der Aufführung, wenn ihnen gerade danach war. Klassische Musik war Pop-Musik. Und so war es auch, als Verdi seine Oper Othello geschrieben hatte und zur Aufführung brachte: Die Zuschauer wurden förmlich verrückt, riefen ihn immer wieder auf die Bühne, brachten ihm stehende Ovati

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 08.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783527806263
    Verlag: Wiley-VCH
    Größe: 6329 kBytes
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Oper für Dummies

Kapitel 1
Vorhang auf!

In diesem Kapitel

Ihr erstes Zusammentreffen mit der Oper

Oper: Die Pop-Musik des 19. Jahrhunderts

Sieben Sachen, die die Oper effektvoll machen

So viel schon vorab: Oper ist seltsam.

Jeder trägt Make-up. Alle singen zur gleichen Zeit. Sogar wenn es eine Oper in Ihrer Sprache ist, lieber Leser, können Sie manchmal die Worte nicht verstehen. Hier spielen Frauen Männer und Männer Frauen und 45-jährige spielen Teenager. Alle Hauptdarsteller sterben anscheinend irgendwann. Und wenn hier jemand stirbt, muss er vorher zehn Minuten darüber singen.

Wirklich, es ist die tollste Unterhaltung der Welt!

All diese seltsamen Vorgänge tragen jedoch dazu bei, unglaublich viele Menschen einzuschüchtern, und uns, Ihren Autoren, erging es genauso, als wir jung waren.

Wie beim Skifahren, Tanzen oder beim Autokauf neigen Menschen dazu, alles zu vermeiden, was ein Risiko birgt. Ganz tief im Innern sagt ihnen eine kleine Stimme, dass die eingefleischten Opernkenner sie ganz schnell entlarven und aus dem Opernhaus regelrecht "rauslachen" würden, sobald sie dort völlig unwissend auftauchten.

Aber wir verraten Ihnen nun ein Geheimnis: Niemand weiß hier etwas ohne eine kleine Hilfe - sogar nicht die ganz großen Opernkenner.

Und diese Hilfe halten Sie nun in Händen.
Oper kurz definiert

Eine Oper ist nichts anderes als ein Theaterstück. Nur, dass die Darsteller hier singen, statt zu sprechen. Sogar Musicals, in denen die Musik auch nie aufhört wie etwa Les Misérables , Evita oder Cats , sind eigentlich Opern.

Opern wurden erfunden, um die schönsten Dinge auf dieser Welt miteinander zu verbinden: ehrfurchterregendes Singen, volltönende Orchester, fesselndes Drama, tolle Tänze, aufwändige Bühnenbilder, üppige Kostüme, ausgefallene Beleuchtung und die sogenannten Special Effects. Die Gründerväter der Oper haben es tatsächlich durch die Verbindung dieser verschiedenen Künste geschafft, eine Kunstform zu kreieren, die gewaltiger ist als irgendeine andere.

Über die Jahrhunderte ist die Oper sogar noch lustiger geworden als sie es jemals war, weil

wir inzwischen alles über die teils schockierenden und erstaunlichen Lebensgeschichten der großen Komponisten wissen (s. Teil II ),
allein die Tatsache, in die Oper zu gehen, uns heute auch in unserem modernen Leben die Augen öffnen kann (s. Kapitel 10 ),
die geheimnisvolle Aura um einen Opernstar ziemlich unterhaltsam sein kann (s. Kap. 4),
die Welt inzwischen noch viel mehr Opern hat als früher! (s. Kapitel 11 und 12 ) Der Mythos "Pop versus Klassik"

Abgesehen von ihrer Unsicherheit vermeiden es viele Leute auch deswegen, in die Oper zu gehen, weil sie denken, dass es sich hierbei um eine alte, verstaubte Kunstform von Intellektuellen handelt, die vor allem für Leute reserviert ist, die Smoking und Abendkleid tragen und sich über das Menuett-Tanzen unterhalten. Die meisten Menschen gehen deswegen lieber ins Kino.

Das Lustige daran ist, dass noch bis vor kurzem (zumindest nach geologischer Zeitrechnung) in die Oper gehen genau das Gleiche war wie ins Kino gehen. Die Menschen gingen damals in die Oper, wie Sie heute vielleicht in ein Rock-Konzert gehen: Einfach um Spaß zu haben! Dort sahen sie ihre Lieblingsstars und hörten ihre liebsten Melodien. Sie trugen dabei ganz normale Kleidung; sie brachten sogar zu essen und zu trinken mit, sie jubelten, wenn ihnen etwas gefiel (oder buhten oder warfen Blumen oder schmissen Tomaten), und das alles während der Aufführung, wenn ihnen gerade danach war. Klassische Musik war Pop-Musik.

Und so war es auch, als Verdi seine Oper Othello geschrieben hatte und zur Aufführung brachte: Die Zuschauer wurden förmlich verrückt, riefen ihn immer wieder auf die Bühne, brachten ihm stehende Ovati

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