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Besessen - Das turbulente Leben von Prince Aktualisierte und erweiterte Auflage von Hahn, Alex (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.06.2016
  • Verlag: Hannibal Verlag Edition Koch
eBook (ePUB)
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Besessen - Das turbulente Leben von Prince

Abschied im Purple Rain Am 21. April 2016 wurde Prince leblos in seinem Haus in Minnesota gefunden - er wurde 57 Jahre alt. Die Zahl der Nachrufe und trauernden Statusmeldungen in den sozialen Netzwerken zeigte: Prince Rogers Nelson hat mit seinen Songs, seiner Attitüde, seiner sexuell aufgeladenen Bühnenshow und seinem genialen Spiel mit den verschiedensten Musikrichtungen ein Gesamtwerk geschaffen, das für viele Musikfans zum Soundtrack ihres Lebens geworden ist. Mick Jagger bezeichnete den Sänger und Multiinstrumentalisten als 'einen der einzigartigsten und spannendsten Künstler der letzten dreißig Jahre', und Elton John sprach von 'einem wahren Genie, musikalisch allen anderen weit voraus.' Seinen Durchbruch hatte Prince nach ersten mehr oder minder erfolgreichen musikalischen Gehversuchen Anfang der Achtziger: Schon auf '1999' machte er 1982 mit einem einzigartigen Blend aus Funk und Rock auf sich aufmerksam, und zwei Jahre später eroberte er mit 'Purple Rain' die ganze Welt. Genregrenzen schien es für ihn nicht zu geben - er band Jazzelemente in seine Songs ebenso mit ein wie Gitarrensoli, die Jimi Hendrix zur Ehre gereicht hätten, war dabei aber auch beeinflusst von George Clinton oder James Brown. Die Medien bauten ihn als die sinnlichere, gefährlichere und leidenschaftlichere Ausgabe des blitzsauberen Michael Jackson auf, dabei waren beide eigentlich gar nicht mit einander zu vergleichen: Während Jackson sich stets von kompetenten Producern inszenieren ließ, machte Prince alles selbst. Er schrieb die Songs, spielte - obwohl er live auf eine überragende Band zurückgreifen konnte - im Studio oft genug alle Instrumente selbst und saß auch als letzte Kontrollinstanz an den Mischpultreglern, wenn er eine Platte produzierte. Trotz seines enormen kommerziellen Erfolgs - er verkaufte weit über 100 Millionen Tonträger - haderte Prince in den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens mit den Strukturen des Musikgeschäfts und fiel bei seinen Versuchen, sich daraus zu befreien, oft durch bizarre Aktionen auf. Genie und Besessenheit schienen nahe beieinander zu liegen - wie nahe, das untersucht Prince-Fan, Journalist und Anwalt Alex Hahn in seiner Biografie. Kritisch schildert Hahn die psychologische Achterbahnfahrt zwischen Lust am Erschaffen großartiger Musik und dem oft zerstörerischen Bedürfnis nach totaler Kontrolle. 'Besessen' ist das Porträt einer widersprüchlichen Persönlichkeit mit all ihren Stärken und Schattenseiten, das Psychogramm eines Ausnahmetalents, das auch für andere Künstler Welthits wie 'Manic Monday' oder 'Nothing Compares 2 U' schrieb, aber im privaten Umgang mehr als schwierig sein konnte. 'Besessen - Das turbulente Leben von Prince' wurde komplett überarbeitet und um weitere Kapitel ergänzt. Alex Hahn schreibt seit vielen Jahren für US-amerikanische Zeitungen wie den Boston Globe und den San Francisco Chronicle. Als Rechtsanwalt hat er sich auf zivilrechtliche Strafverfolgung spezialisiert. Hahn lebt in Boston, Massachusetts.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 408
    Erscheinungsdatum: 27.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783854456117
    Verlag: Hannibal Verlag Edition Koch
    Größe: 5326 kBytes
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Besessen - Das turbulente Leben von Prince

Vorwort zur überarbeiteten Neuau age

21. April 2016. Still Raining, Still Dreaming.

Wie viele Bands auf der Welt haben wohl an diesem 21. April 2016 "Purple Rain" oder einen anderen Song von Prince gespielt, an den verschiedensten Orten, in großen Hallen oder in kleinen Clubs? Wahrscheinlich Tausende.

Am 22.April brachte Bruce Springsteen eine leidenschaftliche und authentische Version von "Purple Rain". Pearl Jam taten es ihm wenig später nach. DannfolgteJimmyBuffett.Auf dem Coachella Music Festival am 23.April interpretierte der eigenwillige Folkmusiker Sufjan Stevens den Song auf seine ganz eigene Art. Ebenfalls auf diesem Festival, noch am gleichen Abend, fräste sich das TechnoProjekt LCD Soundsystem durch eine schmerzerfüllte, pulsierende Versionvon"Controversy"undschuf damiteineCoverVersion,diePrincevielleicht am ehesten wirklich gerecht wurde.

Es schien, als wollte sich jeder Musiker der Welt von ihm verabschieden.

Mich selbst erreichte die Nachricht von seinem Tod gegen halb zwei am frühen Nachmittag, als ich in Cambridge, Massachusetts, in einem Coffee Shop saß und schrieb. Es war mein 50. Geburtstag. Der Künstler, der so sehr wie kein anderer mein Leben beein usst hatte, war von uns gegangen. Schon lange hatte man Prince mit dem Ausdruck "lebende Legende" bezeichnet - jetzt konnte man nur noch von "Legende" sprechen.

Eine Legende. Aber was für eine.

Sein Tod und die weltweite Trauer, die er auslöste, unterstrichen nur noch einmal, welche enormen Leistungen Prince als Songwriter, als Liveund Studiomusiker und letztlich als KulturIkone vollbracht hatte. Ein derart ein ussreicher und bedeutender Musiker ist vielleicht seit John Lennon nicht mehr für immer von der Rockbühne abgetreten.

Wie aber soll man bestimmen, in welcher Hinsicht Prince den größten Eindruck hinterließ? Waren es die Konzerte, bei denen er in 40 Karrierejahren immer wieder seine Fähigkeiten, seine Hingabe und seine Energie unter Beweis stellte, ohne jemals nachzulassen? Als Schöpfer des Albums und RockFilms Purple Rain, dessen Bedeutung in der RockGeschichte bis heute einzigartig ist? Als MultiInstrumentalist, der Gitarre, Synthesizer, Klavier, Schlagzeug und Bass gleichermaßen souverän beherrschte? Als Komponist unzähliger PopHits, die nicht nur dem Zahn der Zeit erfolgreich widerstanden haben, sondern längst selbst zeitlos geworden sind?

Fans und Musikfreunde haben darauf alle eine eigene Antwort. Und jede davon ist richtig.

Die Beatles setzten Maßstäbe, was den Einsatz von Melodien in Rock und Pop betraf. Jimi Hendrix nutzte die Gitarre auf eine unnachahmliche, bahnbrechende Weise. Aber ebenso groß war die Bedeutung von Prince, dessen Stilmix die Popmusik neu definierte. Er vermischte verschiedene Elemente - den Funk eines James Brown, die Synthesizer und Drumcomputer der New Wave, die Melodien des HitparadenPop, die Energie des Hard Rock und sogar die beklemmende Spannung des Punk. Und das auf eine bislang noch nie dagewesene Weise. Die ersten 90 Sekunden von "Controversy" - vielleicht der erste definitive Ausdruck seiner Vision - reichten aus, um der Popmusik eine neue Richtung aufzuzeigen.

In den folgenden Jahrzehnten wuchs der Ein uss dieses Sounds exponentiell. Es besteht kein Zweifel daran, dass Prince die Musik des ausgehenden 20. Jahrhunderts maßgeblich veränderte. Aber auch im 21. Jahrhundert stehen nicht nur einige wenige, sondern ein Großteil der zeitgenössischen Künstler in seiner Schuld.

Eine solche Entwicklung war wohl kaum vorhersagbar gewesen. Zum Vergleich: Michael Jackson hatte bereits Grundlagen geerbt, die viel eher erwarten ließen, dass eines Tages ein Star aus ihm würde. Die Beatles waren mit einem solchen Talent für Melodien gesegnet, dass auch ihre bedeutende Entwicklun

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