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Clarence Clemons - Big Man Mein abenteurliches Leben von Clemons, Clarence (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.05.2015
  • Verlag: Edel Germany GmbH
eBook (ePUB)
14,99 €
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Clarence Clemons - Big Man

'Clarence hat die E Street Band nicht verlassen, als er gestorben ist. Er wird sie verlassen, wenn wir sterben.' Bruce Springsteen Clarence Clemons, der legendäre Saxofonist der E Street Band, erzählt sein Leben: urkomische, mitunter haarsträubende Geschichten über ein reiches, bewegtes Musikerdasein, die tiefe Freundschaft zu Bruce Springsteen und allerhand merkwürdige Begegnungen und Erlebnisse. Mit großer Lust fabuliert er dabei eigene Legenden, die die Grenzen zwischen Fiktion und Realität immer wieder verschwimmen lassen. Sein Buch ist höchster Lesegenuss und bietet einen authentischen Blick hinter die Kulissen der größten existierenden Rock-Band der Welt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 11.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841903860
    Verlag: Edel Germany GmbH
    Größe: 622 kBytes
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Clarence Clemons - Big Man

Die Legende von Puerto Rico, 1970

Hier haben wir mehrere wahre Geschichten miteinander kombiniert und eine daraus gemacht.

- D. R.

Den Hut habe ich noch.

- C. C.



D er Wecker hörte nicht auf zu klingeln.

Clarence drehte sich um und zog sich das Kissen über den Kopf. Sein Kopf schmerzte. Er erinnerte sich an die Trinkerei gestern Abend. Er hatte früh damit angefangen.

Es klingelte immer noch.

Clarence stöhnte, drehte sich um und öffnete die Augen. Er befand sich in einem Hotelzimmer. Er erinnerte sich nicht daran, wie er hierhergekommen war, sich ausgezogen hatte oder überhaupt in dieses Bett gekommen war. Die Bewegung machte ihn schwindelig. Langsam drehte er den Kopf zurück, um den verdammten Wecker zu lokalisieren. Einen Wecker gab es gar nicht in diesem Raum. Es war das Telefon, das klingelte. Es stand auf dem Tisch auf der gegenüberliegenden Seite. Clarence stöhnte und wälzte sich aus dem Bett. Als er bemerkte, dass er vollständig angezogen war, stolperte er durch den Raum und nahm den Hörer auf.

"Hallo", sagte er. Seine Stimme war unglaublich tief.

"Hi, Clarence", sagte eine Mädchenstimme.

"Hi", sagte er zögernd. Er erinnerte sich, dass er in Puerto Rico war. Er war hierhergekommen, um herumzuhängen, die Clubs unter die Lupe zu nehmen und ein bisschen Ganja zu rauchen. Die Stimme des Mädchens erkannte er nicht.

"Hier ist Ginger", sagte sie.

Nichts.

"Von gestern Abend", fügte sie hinzu.

Nichts.

"Aus dem Danny's Hideaway?", sagte sie, und ein leichter Ton von Verstimmung war in ihrer Stimme zu spüren.

Clarence wusste, dass Danny's Hideaway ein Club in San Juan war, den er hatte besuchen wollen. Er konnte sich nicht erinnern hingegangen zu sein. Er entschloss sich zu bluffen.

"Ach, klar", sagte er. "Wie gehts?"

"Prima", sagte sie. "Soll ich rüberkommen?"

Das war eine Frage, die weitere Fragen aufwarf. Beängstigende Fragen.

Wer war diese Tussi? Woher wusste sie, wo er war, wenn er sich da selbst nicht sicher war. Was, wenn sie eine fette Alte war?

"Ähmmm ...", sagte er.

"Hab ich dich geweckt?", fragte sie.

"Nein", sagte er. "Ich musste sowieso aufstehen, um ans Telefon zu gehen."

Sie lachte. Es klang nicht wie das Lachen eines dicken Mädchens, aber man kann sich täuschen. "Du warst so lustig letzte Nacht", sagte sie.

"Wirklich?", fragte er.

"O Gott", sagte sie, "zum Totlachen komisch."

"Uuh", sagte er. "Wie spät ist es?"

"Mittag", sagte sie. "Ich bin grad vom Jogging zurückgekommen."

Vielleicht eine Alte, aber nicht fett. Sie klang weiß. Clarence hatte sich noch nie mit einem weißen Mädchen verabredet. Weiße Mädchen schüchterten ihn ein - wobei er auch sie einzuschüchtern schien.

"Hör zu", begann er. "Ich hab noch was zu erledigen. Ein paar Dinge. Warum treffen wir uns nicht später auf einen Drink?" Der Gedanke an einen Drink ließ Übelkeit in ihm aufsteigen.

"Wie wärs wieder bei Danny's?", sagte er. "Sagen wir um acht?"

"Ich denke, durch die Hintertür werden sie dich schon reinlassen", lachte sie.

Scheiße. Was hatte er gemacht?

"So schlimm wars nicht, oder?", fragte er.

"Nein", sagte sie. "Aber ich glaube, du hast das Klavier zerkratzt, als du draufgestiegen bist."

Scheiße.

"Yeah", sagte er.

"Du hast trotzdem das Haus gerockt", sagte sie. "Mann, kannst du tanzen!"

Er tanzte nie. Er war ein lausiger Tänzer.

"Das bin ich", sagte er. "Ich bin ein Tänzer."

Er erreichte die Bar um halb acht an diesem Abend, nachdem er den Tag damit verbracht hatte, den Alkohol auszuschwitzen und so viele Erinnerungslücken zu schließen, wie er konnte. Er hatte am Abend zuvor das Hotel kurz nach dem Einchecken verlassen. Er wollte ein paar Drinks zu sich nehmen un

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