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Im Gespräch mit Morrissey von Brown, Len (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.05.2015
  • Verlag: Hannibal Verlag Edition Koch
eBook (ePUB)
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Im Gespräch mit Morrissey

Mit seinen kontroversen Texten und provokanten öffentlichen Äußerungen sorgt er immer wieder für Diskussionen. Der überzeugte Vegetarier ist begeisterter Anhänger von Oscar Wilde, Dauer-Kritiker von Tony Blair und des englischen Königshauses; - und er lebt dabei in einem selbstgewählten Zölibat. Kein Zweifel: Der Sänger, Texter, Poet Steven Patrick Morrissey, der sich selbst einfach nur Morrissey nennt, ist eine schillernde Figur der Popwelt. Und seine Fangemeinde ist ebenso groß wie treu: Mit seinem neuen Album "Years Of Refusal" schaffte er 2009 in England Platz 3, in Deutschland Platz 4. Bekannt wurde Morrissey vor allem als Sänger der stilbildenden und erfolgreichen Achtzigerjahre-Indie-Band The Smiths. Nach dem Ende der Band im Jahr 1987 startete Morrissey eine erfolgreiche Solokarriere. Seine provokanten und zynischen Texte drehen sich um Themen wie Außenseitertum, Tierrechte, mehrdeutige Sexualität und unerwiderte Liebe. Selbstironie, persönliche Offenheit und intellektuelle Wortwitze sind typisch für seine lyrisch-literarischenTexte. Len Brown hat mit Morrissey im Laufe der Jahre mehr Interviews als jeder andere Journalist geführt. Gespräche, die häufig kein Ende fanden und in denen Morrissey Einblicke gewährte in seine Motive und Beweggründe, die er sonst verschlossen hält. Zahlreiche Fotos aus allen Schaffensphasen runden dieses bemerkenswerte Buch über Morrissey ab.

Len Brown ist TV-Produzent und schreibt als Journalist für renommierte Magazine wie New Musical Express, Spin USA, Vox, The Guardian, The Observer, The Independent, South Shields Gazette und The East End News. Seine journalistische Arbeit ist dokumentiert im Internet unter www.rocksbackpages.com

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 424
    Erscheinungsdatum: 26.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783854454878
    Verlag: Hannibal Verlag Edition Koch
    Originaltitel: Meetings with Morrissey
    Größe: 2517 kBytes
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Im Gespräch mit Morrissey

Vorwort: "It's Time The Tale ... Zeit, dass die Geschichte erzählt wird."

Vor vielen Jahren trat ich schon einmal mit der Idee einer Biografie an Morrissey heran. Es war irgendwann zwischen dem Tod der Smiths und der (was Morrissey anbelangt) ungewollten Geburt von Johnny Rogans The Severed Alliance . Als Morrissey im Falle Rogan seine berühmte Fatwa erklärte, nahm ich davon jedoch trotz mehrerer Treffen mit ihm wieder Abstand. Im Sommer 2003 aber traf ich mich mit ihm in Manchester in einem Pub in der Nähe der Granada-Fernsehstudios auf ein Glas Bier. Auf dem Rückweg schlenderten wir die Deansgate entlang. Da fragte er mich, ob ich Inhaber der Rechte an meinen Interviews mit ihm sei. Als ich seine Frage bejahte, wirkte er erstaunt, dass ich daraus noch keine biografische Zusammenstellung oder etwas Ähnliches gemacht hatte. Ich bin zwar etwas langsam, aber das machte mich doch nachdenklich. Als ich ihn später nochmals auf das Buch ansprach, war er wenig interessiert, doch bei einem Konzert im Manchester Opera House am 7. Mai 2006 verkündete er von der Bühne: "Wie Len Brown euch noch berichten wird , habe ich hier im November 1973 Mott the Hoople und Queen gesehen." (Eine Woche zuvor hatte ich mit meinem Bruder Don in der Newcastle City Hall ein anderes Konzert derselben Tournee besucht.)

Trotzdem bin ich ein eher zurückhaltender Biograf. Als jemand, der einer Karriere als Musikkritiker bewusst abgeschworen und sich gegen eine Laufbahn im Dunstkreis der "Prominenz" entschieden hat, mangelt es mir zunächst vielleicht an der Arroganz und dem Selbstbewusstsein, das man braucht, um diese Geschichte zu erzählen. Zweitens kann ich natürlich nicht so tun, als wäre ich ein Vertrauter, Liebhaber oder enger Freund meines Objekts, obwohl ich dieses als Journalist und Musikfan gut kenne. Vielmehr ist es so, dass ich bei unseren Treffen und oft langen Gesprächen Morrissey stets als Menschen geschätzt habe und seine Kunst immer noch sehr bewundere. Seine Stimme und seine Texte haben in meinem Leben bis heute eine wichtige Rolle gespielt. Als Interviewpartner bringt er mich immer zum Lachen, er ist provokativ und geistreich und definitiv eine der interessantesten und originellsten Persönlichkeiten in der Populärkultur. Wenn man einmal jemandem wie Morrissey begegnet ist, erscheinen einem 99 Prozent aller anderen Interviewpartner unintelligent, gewöhnlich, spießig und sogar nichtssagend.

Dies ist keine autorisierte Biografie, und ich will mich auch nicht dafür entschuldigen, wenn ich abgegraste Themenbereiche nochmals anspreche. Es sind bereits einige Morrissey-Biografien erschienen, doch scheinen die meisten von geldgierigen Opportunisten, aufdringlichen Fans, schwulen Kavalieren oder findigen Internetsurfern zusammengeschrieben worden zu sein. Die Autoren lassen sich nach Belieben in alle möglichen Kategorien einordnen. Sämtliche bis heute verfassten Biografien sind jedoch von Personen geschrieben (oder besser zusammengetragen) worden, die nicht ein einziges Interview mit Morrissey geführt haben. Im Großen und Ganzen haben diese Bücher trotzdem eine gewisse Berechtigung: Sie erzählen die offensichtlichen Geschichten aus einer distanzierten, journalistischen Vogelperspektive heraus. Mit einer erwähnenswerten Ausnahme hat es jedoch beinahe den Anschein, als wären sie an einem einzigen Nachmittag heruntergerattert worden, um schnell noch auf den letzten Smiths- oder Morrissey-Zug aufzuspringen.

Die Ausnahme ist natürlich Johnny Rogans Buch The Severed Alliance . Zwar hat sich Rogan nicht mit Morrissey getroffen, doch er sprach mit den anderen Smiths und fand durch sorgfältige Nachforschungen die Wahrheit (besser gesagt, Rogans Version der Wahrheit) über Morrisseys Leben heraus. Wie bei allen anderen von Roga

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