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Mein Leben von Loren, Sophia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.09.2014
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Mein Leben

Von vielen wird sie die letzte wahre Diva genannt. Wie keine andere Frau unserer Epoche verkörpert sie Schönheit, Sex und Sinnlichkeit. In ihrer Autobiographie öffnet Sophia Loren die Schatztruhe ihrer Erinnerungen: Sie erzählt, wie sie als uneheliches Kind in großer Armut in Neapel aufwuchs, wie es war, mit Marcello Mastroianni das Traumpaar der Filmwelt darzustellen, mit dem Regisseur Vittorio De Sica zu arbeiten und mit Charlie Chaplin, Anthony Quinn, John Wayne und Cary Grant, der ihr einen Heiratsantrag machte. Eine mitreißende Reise durch die Welt des Films und eine Liebeserklärung an das Leben. Sophia Loren, geboren am 20. September 1934, wuchs in armen Verhältnissen in Neapel auf. Nach ersten Schönheitswettbewerben und als Modell für Fotoromane wurde sie von ihrem späteren Ehemann, dem Produzenten Carlo Ponti, entdeckt und begann eine Schauspielausbildung. Nach ersten Erfolgen in Italien erfolgte der Durchbruch in Hollywood mit Filmen wie "Hausboot" oder "Es begann in Neapel". Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, u.a. 1961 den Oscar für "... und dennoch leben sie" sowie 1991 den Ehrenoscar. Heute lebt sie mit ihrer Familie am Genfersee.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 15.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492968553
    Verlag: Piper
    Größe: 12610 kBytes
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Mein Leben

1 Die Bohnenstange

Mütter und Großmütter

Ich öffne einen Briefumschlag, auf dem "Nonna" steht, und auf einem Foto sehe ich mich, wie ich damals war, klapperdürr, mit einem zu großen Mund unter honigfarbenen Augen, die überrascht dreinblicken. Ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen, als ich meine Kinderschrift betrachte, und schon fühle ich mich nach Pozzuoli zurückversetzt, in meine Kindheit, in der alles begann. Manche Dinge kann man einfach nicht vergessen, selbst wenn man es will.

In dem Briefchen dankte ich Nonna Sofia für die dreihundert Lire, die ihr Sohn, Riccardo Scicolone, mir über sie hatte schicken lassen. Nicht einmal auf dem Postweg trat mein Vater persönlich in Erscheinung. Nonna Sofia war eine kalte, distanzierte Frau, die ich erst einmal in meinem Leben gesehen hatte. Und trotzdem erzählte ich ihr in diesem Brief, dass der Tag meiner Erstkommunion und Firmung der schönste meines Lebens gewesen war, und dass mir meine Patin ein goldenes Armband geschenkt hatte, und außerdem, dass ich "mit den besten Noten in die fünfte Klasse versetzt" worden war. Kurzum, ich erzählte ihr alles, was jede x-beliebige Großmutter hätte hören wollen, und tat so, als würde es sie interessieren, als hätte sie mich lieb. Ich bat sie sogar darum, meinem Vater für die Aufmerksamkeit zu danken.

Wer weiß, wer mich dazu gedrängt hatte, ihr zu schreiben. Möglicherweise Luisa, meine Großmutter mütterlicherseits, die auch in den schwierigsten Momenten auf gute Manieren pochte. Sie hat mich wenige Monate nach meiner Geburt bei sich aufgenommen, sie hatte mich wirklich gern, ihre Liebe war geradeheraus und herzlich, voller Aufmerksamkeiten. Oder vielleicht war es meine Mutter gewesen, die jeden nur erdenklichen Vorwand suchte, um meinen Vater zu kontaktieren, und alle möglichen Tricks anwendete, um ihn zurückzuerobern. Im Grunde genommen war sie nur ein Mädchen, dem man die Jugend gestohlen hatte. Wenn ich heute darüber nachdenke, wird mir klar, dass ich meine Großeltern – Nonno Domenico und Nonna Luisa – nicht zufällig"Papà" und "Mamma" nannte, während meine Mutter einfach nur "Mammina" war.

Als junges Mädchen sprühte meine Mutter, Romilda Villani, nur so vor Charme und Talent. Sie interessierte sich nicht sonderlich für die Schule, spielte aber sehr gut Klavier, und mithilfe eines Stipendiums gelang es ihr, in das Konservatorium San Pietro a Majella in Neapel aufgenommen zu werden. Bei ihrer Abschlussprüfung spielte sie "La Campanella" von Liszt und bekam hohe Auszeichnungen dafür. Die Großeltern hatten ihr trotz finanzieller Engpässe einen imposanten Flügel gekauft, der mitten in der kleinen Wohnstube in unserem Haus stand. Doch Romilda wollte höher hinaus, vielleicht, weil sie so beunruhigend schön war.

Eine Ausschreibung der amerikanischen Filmproduktionsgesellschaft Metro-Goldwyn-Mayer ( MGM ) verdrehte ihr dann den Kopf. Sie suchten damals in ganz Italien eine Doppelgängerin für Greta Garbo, die Königin aller Diven. Romilda, die erst siebzehn war, verlor keine Zeit und bewarb sich hinter dem Rücken ihrer Eltern, in der festen Überzeugung, die Jury für sich gewinnen zu können. Und sie sollte recht behalten: Wie im Märchen gewann sie den Wettbewerb und noch dazu ein Ticket nach Hollywood. Doch Papà Domenico und Mamma Luisa wollten nichts davon wissen; dass ihre Tochter wegging, kam für sie nicht infrage. Außerdem war Amerika am anderen Ende der Welt.

Es heißt, dass die von der MGM sogar zu Romilda nach Hause gekommen seien, um die Eltern um

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