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Iron Man Von Black Sabbath bis Heaven And Hell von Iommi, Tony (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.05.2012
  • Verlag: Hannibal Verlag Edition Koch
eBook (ePUB)
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Iron Man

Die Gründung von "Black Sabbath" ist auch die wahre Geburtsstunde des Heavy Metal. Und Heavy Metal ist weit mehr als einfach Musik - es ist inzwischen längst zum kompletten Lebensgefühl geworden. In seiner Autobiografie beschreibt Tony Iommi die Karriere rund um Ozzy Osbourne und "Black Sabbath", gezeichnet von Drogeneskapaden, Gewalt und gigantischen Erfolgen. Gemeinsam mit Ozzy und der Band beginnt ein rauschendes Leben auf der Überholspur. Ihre Nächte enden meist auf den Partys der ganz großen Hollywoodstars und Tony weiß heute, dass er davon nichts mehr weiß: "Ich kann mich nicht mehr an Details erinnern, da wir uns zu viel Koks reingezogen haben." Schnell wird das exzessive Leben zu einer Berg- und Talfahrt. Oft verlieren die Musiker völlig den Bezug zur Realität. Die Karriere gerät in den Hintergrund, während Aggressionen und Paranoia den Alltag der Band bestimmen. Einmal besprühen Tony und Ozzy ihren Schlagzeuger Bill am ganzen Körper mit goldener Farbe, bis er aussieht wie eine glänzende Weihnachtskugel. Kurz bevor er erstickt, kann ihn ein Notarzt retten. Der Irrsinn nach Methode wird zur tödlichen Gefahr: "Ich hatte Bill schon öfter angezündet, aber einmal geriet alles außer Kontrolle. Während er sich vor Schmerzen schreiend auf dem Studioboden wälzte, lachte ich mich schlapp. Doch das Schreien hörte nicht auf. Langsam begriff ich den Ernst der Lage - unser Drummer verbrannte bei lebendigem Leib." Nur durch das Eingreifen beherzter Helfer überlebte der Drummer die Feuerspiele. Tony Iommi blickt auf ein Leben zurück, das spektakulärer kaum sein könnte: Trotz zwei fehlender Fingerkuppen wurde aus dem Briten aus ärmlichen Verhältnissen einer der herausragensten Gitarrenvirtuosen aller Zeiten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 14.05.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783854453840
    Verlag: Hannibal Verlag Edition Koch
    Originaltitel: Iron Man
    Größe: 7576 kBytes
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Iron Man

5: Aus der Dunkelheit ins trügerische Licht

Dad und seine Brüder spielten Akkordeon. Sie waren eine recht musikalische Familie. Ich wünschte mir nichts sehnlicher als ein Drumset, hatte aber keinen Platz, um es aufzubauen. Wegen des Lärms hätte ich es auch nicht in unserem winzigen Haus spielen können. Da blieb mir nur die Wahl zischen dem Akkordeon oder gar keinem Instrument. Ich begann damit im Alter von zehn Jahren, und habe immer noch ein Bild von mir und dem verdammten Ding, das bei uns im Hinterhof geschossen wurde.

Wir besaßen damals ein Grammophon, besser gesagt eine Musiktruhe. Es war eine Einheit mit einem Plattenspieler und zwei Lautsprechern. Mir gehörte ein winziges Radio, und da ich fast immer im Zimmer hockte, blieb mir nichts anderes übrig, als Radio zu hören. Ich konnte mich nicht so einfach ins Wohnzimmer setzen, da sich dort die Ware bis unter die Decke stapelte. So lauschte ich meistens der Top 20 oder Radio Luxemburg. In diesem kleinen Zimmer liegen meine musikalischen Wurzeln. Ich hockte vor dem Radio und hörte mir großartige Gitarrenbands wie The Shadows an. Von nun an wollte ich unbedingt Gitarre lernen. Ich liebte den Sound, die ganzen Instrumentals und wusste: So will ich auch spielen können. Schließlich kaufte Mum mir eine Gitarre. In dieser Beziehung war sie sehr großzügig. Sie arbeitete hart und sparte sich so das Geld mühsam zusammen. Für Linkshänder gab es damals aber noch keine große Auswahl: "Eine Linkshändergitarre - was soll denn das sein?"

In einem Katalog entdeckte ich eine elektrische Watkins Rapier. Sie kostete ungefähr 20 Pfund und Mum stotterte sie in wöchentlichen Raten ab. Die Gitarre hatte zwei Pickups und einige kleine Chrom-Potis, die man hochziehen musste, um den Klang zu ändern oder die Tonabnehmer anzusteuern. Mit der Klampfe wurde ein winziger Watkins Westminster-Amp geliefert. Ich schnappte mir einen Lautsprecher aus der Musiktruhe und baute den im Verstärker ein, was aber nicht viel brachte. Glücklicherweise merkten das meine Eltern nicht, denn sie hörten nur selten Musik.

Da saß ich nun mit meiner ersten Anlage im Zimmer und begann zu üben. Ich hörte mir die Top 20 an und wartete auf die Shadows , die ich mit einem Mikro und einer uralten Bandmaschine mitschnitt, damit ich zu den Stücken üben konnte. Später verfügte ich über genügend Geld, um mir ein komplettes Album zuzulegen. Ich spielte immer und immer wieder mit den Songs mit. Zwar interessierten mich unterschiedlichste Musikstile, aber die Shadows standen an erster Stelle, weil ich Melodien und strukturierte Kompositionen mochte. Ich versuchte das Gitarrenspiel melodisch auszurichten, da Melodien zu den Grundbausteinen der Musik gehören. Dieser Ansatz stammt aus meinen Anfangstagen, hat sich nicht geändert und ist ein wichtiger Teil meines Songwritings.

Ich mochte zwar die Beatles , doch der Sound von The Shadows und Cliff Richard basierte auf dem Rock'n'Roll, und deshalb gefielen sie mir besser. Natürlich stand auch Elvis auf den vorderen Plätzen, doch er konnte meine Helden nicht übertrumpfen. In Großbritannien war Cliff viel bekannter als Elvis. Möglicherweise beeinflusste das meinen Geschmack. Ich traf Cliff einige Male, traute mich aber nicht, ihm zu verraten, was für ein großer Fan ich war.

Nach der Schule ging ich immer schnell in mein Zimmer und übte einige Stunden lang Gitarre. Ich versuchte mein Bestes, wartete aber vergebens auf Bands, die bei mir anklopften, damit ich bei ihnen einsteige. Bei dem ersten Projekt musste Albert ran. Er sollte singen und ich wollte ihn begleiten. Er war zwar kein Sänger, glaubte aber, dass er es schaffen kann. Alberts Elterhaus war für meine Verhältnisse recht nobel, denn sie hatten zwei Wohnzimmer. Wir stellten uns in den ersten Raum und probten. Aus dem anderen Wohnzimmer hörten wir

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