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Gott ist bei uns Ein Bonhoeffer-Lesebuch von Bonhoeffer, Dietrich (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.07.2016
  • Verlag: Topos
eBook (PDF)
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Gott ist bei uns

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Dietrich Bonhoeffer (1906 - 1945) im KZ Flossenbürg hingerichtet. Seine Texte aus dem Gefängnis ('Von guten Mächten wunderbar geborgen ...') gehören zu den großen Zeugnissen gelebter Nachfolge. Dass Bonhoeffers Engagement im Widerstand zutiefst seinem Glauben an Jesus Christus entstammt, wird vor allem in seinen Predigten und geistlichen Schriften deutlich. Klaus Koziol stellt in seiner Auswahl Dietrich Bonhoeffer als geistlichen Autor und Seelenführer vor. Klaus Koziol, Prof. Dr., Inhaber der ersten deutschen Stiftungsprofessur für Social Marceting; gefragter Redner bei vielen Veranstaltungen; zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema Christsein heute und zu Dietrich Bonhoeffer.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 222
    Erscheinungsdatum: 04.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783836750615
    Verlag: Topos
    Größe: 5534 kBytes
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Gott ist bei uns

Gott allein

Heiliger, barmherziger Gott,
mein Schöpfer und mein Heiland,
mein Richter und mein Erretter,

du kennst mich und alle meine Wege und Tun.

Du hasst und strafst das Böse in dieser und
jener Welt ohne Ansehen der Person,
du vergibst Sünden [dem],

der dich aufrichtig darum bittet,

du liebst das Gute und lohnst es auf dieser

Erde mit getrostem Gewissen
und in der künftigen Welt

mit der Krone der Gerechtigkeit.

Dietrich Bonhoeffer, Weihnachten 1943, DBW 8, S. 206

Vortrag, 26. Juli 1932, DBW 11, S. 335

Das biblische Gesetz, die Bergpredigt, ist die absolute Norm für unser Handeln. Wir haben einfach die Bergpredigt ernst zu nehmen und zu realisieren. Das ist unser Gehorsam gegen das göttliche Gebot. Demgegenüber ist zu sagen: Auch die Bergpredigt darf uns nicht zum gesetzlichen Buchstaben werden. Sie ist in ihren Geboten die Veranschaulichung dessen, was Gottes Gebot sein kann, aber nicht, was es gerade heute und gerade für uns ist. Das kann niemand hören als wir selbst, und das muss uns Gott heute sagen. Das Gebot ist nicht ein für allemal da, sondern es wird immer neu gegeben. So allein sind wir frei vom Gesetz, das sich zwischen uns und Gott stellt, und hören allein auf Gott.

Vortrag, 29. August 1932, DBW 11, S. 351

Nur mit klaren Augen gegen die Wirklichkeit ohne jede Illusion über unsere Moral oder unsere Kultur kann man glauben. Sonst wird unser Glaube zur Illusion. Der Glaubende kann kein Pessimist sein und kann kein Optimist sein. Beides ist Illusion. Der Glaubende sieht die Wirklichkeit nicht in einem bestimmten Licht, sondern er sieht sie, wie sie ist, und glaubt gegen alles und über alles, was er sieht, allein an Gott und seine Macht. Er glaubt nicht an die Welt, auch nicht an die entwicklungsfähige und verbesserungsfähige Welt, er glaubt nicht an seine weltverbessernde Kraft und seinen guten Willen, er glaubt nicht an den Menschen, auch nicht an das Gute im Menschen, das doch schließlich siegen müsse, er glaubt auch nicht an die Kirche in ihrer Menschenkraft, sondern der Glaubende glaubt allein an Gott, der das Unmögliche schafft und tut, der aus dem Tod das Leben schafft.

Tagebuch Amerikareise, 1. Juli 1939, DBW 15, S. 237

Es fällt mir ungeheuer schwer, angesichts der heutigen Lage das "Dein Wille geschehe" zu denken und zu beten. Aber es muss sein. Morgen ist Sonntag. Gott lasse sein Wort Gehör finden in aller Welt.

Tagebuch Amerikareise, 3. Juli 1939, DBW 15, S. 238

Ich muss mich in Acht nehmen, dass ich im Bibellesen und Gebet nicht nachlässig werde.

Tagebuch Amerikareise, 20. Juni 1939, DBW 15, S. 229

Am Ende des Tages kann ich nur bitten, dass Gott ein gnadenvolles Gericht üben möge über diesen Tag und alle Entscheidungen. Es ist nun in seiner Hand.

Brief an Mitbrüder, 21. Dezember 1936, DBW 14, S. 258f.

"Er hat alles wohlgemacht." So wollen wir am Ende dieses Jahres sprechen über jede Woche, über jede Stunde, die vergangen ist. So lange wollen wir mit diesem Wort ins Gebet gehen, bis keine Stunde mehr ist, von der wir nicht sagen wollten, "Er hat alles wohlgemacht". Gerade die Tage, die uns schwer waren, die uns gequält und geängstigt haben, Tage, die in uns eine Spur von Bitterkeit zurückgelassen haben, wollen wir heute nicht hinter uns lassen, bevor wir nicht auch von ihnen dankbar und demütig bekennen: "Er hat alles wohlgemacht." Es heißt eben nicht, wir haben alles wohlgemacht. [...] Nein wir haben gar nichts wohlgemacht - aber Er hat alles wohlgemacht. Glaubst du das? Das ist die letzte und erstaunlichste Erkenntnis des Christen, dass er zuletzt auch über seiner Sünde sagen darf: Er hat alles wohlgemacht. Er hat mir auch durch die Sünde hindurchgeholfen, Ihn zu finden.

Vortag, 8. Februar 1929, DBW 10, S. 3

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