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Kraft und Stoff. Empirisch-naturphilosophische Studien in allgemeinverständlicher Darstellung. von Büchner, Ludwig (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.04.2017
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Kraft und Stoff.

Das Wesen von Materie und Energie; Himmel und Erde; Urzeugung; Gehirn und Seele; die Gottesidee, Leben und Sterben; die Moral.

Ludwig Büchner (1824-1899), Arzt und Schriftsteller, veröffentlichte zahlreiche äußerst populäre große und kleinere Schriften über naturwissenschaftliche und philosophische Fragen. Als streitbarer Materialist und Gegner jeder Gottesidee wurde er gefeiert und beschimpft. Es ist sein großes Verdienst, die vieldiskutierten Fragen nach dem Ursprung der Erde und des Universums, nach der Herkunft des Menschen, nach der Existenz einer Seele einem großen Publikum verständlich gemacht zu haben. Man kann ihn auch heute noch mit Gewinn lesen!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 312
    Erscheinungsdatum: 24.04.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783744842334
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 954 kBytes
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Kraft und Stoff.

Friedrich Karl Christian Ludwig Büchner

geboren in Darmstadt am 29. März 1824 als jüngerer Bruder des durch sein Trauerspiel "Dantons Tod" berühmt gewordenen und schon im 23. Lebensjahr verstorbenen Georg Büchner, bezog, nachdem er auf dem Gymnasium seiner Vaterstadt die Maturität (Zeugnis der Reife) und ein glänzendes Abgangszeugnis erlangt hatte, die dortige höhere Gewerbeschule, um sich naturwissenschaftlichen Studien zu widmen, und ein Jahr danach (Frühjahr 1843) die Universität Gießen, wo er sich zunächst allgemeinen philosophischen Studien, später aber auf Wunsch seines Vaters und entgegen eigener Neigung dem speziellen Studium der Medizin zuwandte. Neben den medizinischen setzte Büchner seine philosophischen und ästhetischen Studien unter Hellebrand, Adrian, Carriere und Krönlein fort. Nachdem Büchner zwischendurch auch in Straßburg medizinische Vorlesungen in französischer Sprache gehört hatte, bestand er im Frühjahr des stürmischen Jahres 1848 sein Fakultäts-Examen magna cum laude (mit großem Lob) und verließ im Herbst desselben Jahres Gießen, nachdem er seine Inaugural-Abhandlung "Beiträge zur Hall'schen Lehre von einem excitomotorischen Nervensystem" geschrieben und öffentlich eine Reihe akademischer Thesen, unter denen sich auch die These befand "Die persönliche Seele ist ohne ihr materielles Substrat undenkbar", verteidigt hatte, um in seine Vaterstadt zurückzukehren.

Hier setzte er seine bereits in Gießen in radikalem Sinne begonnene politische Tätigkeit so lange fort, bis die Niederschlagung des Aufstandes in Baden aller revolutionären Bewegung ein Ziel setzte. Zur weiteren Berufsausbildung folgte nun ein längerer Aufenthalt in Würzburg, wo damals Virchow dozierte, und in Wien, wo Skoda, Dumreicher, Hebra, Rokitanski u. a. die Hauptanziehungspunkte bildeten. Vorher aber besorgte Büchner noch die Herausgabe der nachgelassenen Schriften seines Bruders Georg und verfaßte die Lebensbeschreibung als Einleitung dazu (Frankfurt a. M., Sauerländer, 1850). Nach seiner Rückkehr von Wien befaßte sich Büchner unter Anleitung seines Vaters teils mit ärztlicher Praxis, teil mit gerichtlich-medizinischen Arbeiten. Einige von ihm verfaßte und in der "Vereinten deutschen Zeitschrift für Staatsarzneikunde" veröffentlichte gerichtlich-medizinische Ober-Gutachten fanden einen solchen Beifall, daß der Verein badischer Ärzte den Verfasser im Jahre 1855 zu seinem korrespondierenden und Ehrenmitglied ernannte und ihm im Jahre 1860 die silberne Medaille für literarische Verdienste um Staatsarzneikunde verlieh.

Im Jahr 1852 nahm Büchner eine Stellung als Assistenzarzt an der medizinischen Klinik in Tübingen und als Privatdozent daselbst an. Er dozierte neben gerichtlicher Medizin mehrere praktisch-medizinische Fächer und veröffentlichte neben einer Reihe von Facharbeiten in medizinischen Zeitschriften auch verschiedene naturwissenschaftliche Aufsätze populärer Tendenz in Zeitschriften für die allgemeine Bildung. Im Jahre 1854 schrieb Bücher die Berichte über die in diesem Jahre in Tübingen stattgehabte Naturforscherversammlung für den Württembergischen Staatsanzeiger und für die Augsburger Allgemeine Zeitung. Diese Arbeiten sowie die Lektüre der um jene Zeit erschienenen bekannten Schrift Moleschotts "Der Kreislauf des Lebens" gaben Büchner die erste Anregung zur Abfassung seiner später so berühmt gewordenen Schrift "Kraft und Stoff", in der er den kühnen Versuch unternahm, die bisherige theologisch-philosophische Weltanschauung auf Grund moderner Naturkenntnis und einer darauf gebauten natürlichen Weltordnung total umzugestalten. Tendenz und Art der Darstellung gewannen dem zuerst im Jahre 1855 bei Meidinger in Frankfurt a. M. erschienenen Buche eine solche Teilnahme, daß schon nach wenigen Wochen eine neue Auflage nötig wurde, der bald danach eine ganze Reihe weiterer Auflagen folgten. Für den Verfasser selbst aber hatte das Buch die unangenehme Folge, daß

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