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Die Meister des Drachen-Samadhi Kommentare zu den Koan des Denko-roku ("Aufzeichnungen über die Weitergabe des Lichts") von Hübner, Sabine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.08.2016
  • Verlag: Werner Kristkeitz Verlag
eBook (ePUB)
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Die Meister des Drachen-Samadhi

Der himmlische Drache ist das mythologische Wesen der Erleuchtung. So ist der Drachen-Samadhi die höchste Stufe der Erleuchtungserfahrung, die - anders als nur ein kleines Satori - den Menschen auf all seinen Ebenen vollständig umwandelt, ihn erst zur Vollkommenheit führt. Wie bei den großen, alten Patriarchen und Meistern, von deren Begebenheiten zur Selbstwesensschau dieses Buch erzählt, ist die gleiche Möglichkeit in jedem Menschen auf Erden angelegt und niemandem vorenthalten. Nur - gehen muss jeder seinen Weg selbst. So erfährt der Leser hier in 53 Kapiteln von den Erleuchtungserfahrungen der großen Meister und Nachfolger des Buddha: von Sakyamuni Buddha selbst über Mahakasyapa, Ananda ... Nagarjuna ... Bodhidharma bis hin zu Dogen und Ejo.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 23.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783932337925
    Verlag: Werner Kristkeitz Verlag
    Größe: 2190 kBytes
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Die Meister des Drachen-Samadhi

1 - Der Ehrwürdige Mahakasyapa

Als einst der von der Welt Geehrte mit Augenzwinkern eine Blume in seiner Hand drehte, lächelte Kasyapa.

Der von der Welt Geehrte sagte: "Ich habe den Augen-Schatz des Wahren Dharma, das Wunderbare Nirvana-Bewusstsein. Dies übertrage ich dem Mahakasyapa."

Der Name "Kasyapa" bedeutet "Lichtschlucker". Die Legende erzählt, dass bei der Geburt Kasyapas das ganze Zimmer von einem goldenen Licht durchflutet wurde, welches von dem neugeborenen Kind geschluckt wurde.

Das Wort "maha" heißt "groß" und wird oft vor Namen von Heiligen gesetzt, dann in Form von "maha", um diese zu ehren. Oft werden in den buddhistischen Klöstern Mahakasyapa und Ananda, die beiden ersten Zen-Patriarchen in Indien, zur Rechten und Linken des Buddha dargestellt.

Ursprünglich sollte nicht Kasyapa, sondern Sariputra der Nachfolger des Buddha werden. Sariputra war der hervorragendste und fähigste Schüler des Buddha. Er war zusammen mit seinem Jugendfreund Mahamaudgalyayana in die Schülergemeinschaft des Buddha eingetreten. Auch Mahamaudgalyayana war einer der bedeutendsten Schüler des Buddha und wurde dessen enger Vertrauter auf dem Gebiet der höheren Jhana-Praktiken. Er und sein Meister zogen sich oft ins Verborgene der Wildnis zurück, um sich den Übungen dieser höheren Jhana-Stufen zu überlassen. Maudgalyayana wurde wie auch Sakyamuni Buddha ein großer Meister der Abhiñña, der Praktiken und ausgereiften Fähigkeiten der außergewöhnlichen Kräfte. Auch Sariputra und Maudgalyayana werden oft rechts und links des Buddha gezeigt.

Da Sariputra, der als Vipassana-Meister sehr weise war, aus diesem Grund als Sakyamuni Buddhas Nachfolger vorgesehen war, frühzeitig und schon vor dem Buddha starb, trat Mahakasyapa später an seine Stelle als erster Zen-Patriarch.

Mahakasyapa war von sehr hoher und strenger Sittlichkeit und Reinheit, die er dank großer und sorgfältiger Disziplin erreichte. So war er ein leuchtendes Vorbild für die anderen Schüler. Wer sein Leben diszipliniert in der Hand hat, bringt es sehr weit in seiner menschlichen und spirituellen Entwicklung, und seine Geistesschulung zeigt großen Erfolg. Es gibt keine störenden Hindernisse auf dem Weg, keine täuschenden Gedanken und Gefühle, keine Steine emotionaler Art vor dem Fuß, und die "alten Sachen" sind aufgearbeitet.

Bei den Begriffen "Disziplin" und "strenge Sittlichkeit" ist nicht brutale Dressur einer falsch verstandenen Erziehung durch Eltern, Lehrer und andere Autoritäten gemeint, in der ein erwünschtes Wohlverhalten eingeprügelt und "eingestraft" werden, sondern hier geht es um die Eigenverantwortung und Selbsterziehung des Menschen, die bereits zu Beginn der spirituellen Schulung praktiziert werden, beispielsweise mit der Ausrichtung am Achtfachen Pfad, den der Buddha gelehrt hat, oder anhand der Vier Göttlichen Verweilzustände.

So sollte niemand, der sich selbst nicht erziehen konnte, die Verantwortung für ein verpfuschtes Leben seinen Eltern in die Schuhe schieben. Diese Verantwortung hat jeder Mensch selbst.

Dieses lebte Mahakasyapa seinen Dharma-Brüdern in leuchtendem Beispiel vor.

Wie ihr wisst, wird der Achtfache Pfad schon lange vor dem Eintreten der Erleuchtungserfahrung eingeübt und in diesem Abschnitt des Weges "der Erste Achtfache Pfad" genannt. Die Einübung in den Ersten Achtfachen Pfad wird praktiziert, um Steine psychischer und charakterlicher Art aus dem Weg zu räumen, alte Verhaltensweisen zu "überschreiben", wie es in der buddhistischen Psychologie heißt.

Nach gemachter und ausgereifter Erfahrung fallen die Früchte der Praxis des Achtfachen Pfades dem Schüler mühelos zu. Er hat sich mit dem ganzen Universum als Eines erfahren. Da ist er eins mit dem Fluss des Lebens im erleuchteten Zustand, und alle Gesetze und Lebensregeln erfüllen sich harmonisch von allein. Diese so mühelose Art des Achtfachen Pfades wird "der Zweite Achtfache Pfad" gena

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