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Zen und die Freudsche Couch Zen-Geschichten, Zen-Meister und die Liebe zum Leben von Osho (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.10.2016
  • Verlag: Innenwelt Verlag
eBook (ePUB)
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Zen und die Freudsche Couch

- Der Unterschied zwischen negativer Leere (Burnout) und der Leere des Geistes - Über Zen-Meister, Hochstapler und Freud - Erfrischender Zugang zum innersten Kern von Zen Zen vermag alles, was wir denken und fühlen, oft tiefer zu durchschauen als die sehr viel später entstandene Psychologie Freuds. Die Welt des Zen kann uns wirklich noch viel Neues beibringen, was uns und unsere menschlichen Probleme betrifft. Anhand von wunderbaren Zen-Geschichten lotet Osho die geheimnisvolle Welt des Zen bis in die letzten Feinheiten aus. Sein Kommentar zu diesen ungewöhnlich klingenden Geschichten erhellt den enormen Unterschied zwischen der im Westen bekannten negativen Leere und der Leere des Geistes. Oshos Lehren widerstehen jeglicher Kategorisierung, sie reichen von der persönlichen Sinnsuche bis hin zu den dringendsten sozialen und politischen Fragen, mit denen die Welt heute konfrontiert ist. Seine Bücher wurden aus zahllosen Tonband- und Videoaufnahmen transkribiert. Er hat über einen Zeitraum von 35 Jahren vor einer internationalen Zuhörerschaft stets aus dem Stegreif gesprochen. Er sagte: 'Denkt daran, was immer ich sage, ist nicht nur für euch ... ich spreche auch für die kommenden Generationen.' Der Londoner Sunday Times zufolge zählt Osho zu den '1000 Machern des 20. Jahrhunderts'; der amerikanische Romanautor Tom Robbins hat ihn einmal 'den gefährlichsten Mann seit Jesus Christus' genannt. Sunday Mid-Day (Indien) hat Osho als einen der zehn Menschen bestimmt, die das Schicksal Indiens verändert haben - wie?Gandhi, Nehru und Buddha. Osho selbst beschreibt sein Werk als 'Beitrag, die Voraussetzungen für die Entstehung einer neuen menschlichen Lebensweise zu schaffen'. Diesen neuen Menschentypus hat er immer wieder als 'Sorbas der Buddha' umschrieben - also einen Menschen, der nicht nur wie Sorbas der Grieche die irdischen Freuden zu schätzen weiß, sondern ebenso sehr die stille Heiterkeit eines Gautam Buddha. Wie ein roter Faden zieht sich durch alle Aspekte von Oshos Arbeit die Vision einer Verschmelzung der zeitlosen Weisheit des Ostens mit den höchsten Potenzialen westlicher Wissenschaft und Technik. Vor allem seine revolutionären Ansätze zur Wissenschaft der inneren Transformation haben Osho berühmt gemacht. Seine innovativen 'aktiven Meditationen' basieren auf dem Gedanken, dass erst der in Körper und Geist angesammelte Stress abgebaut werden muss, um, frei von Gedanken und entspannt, einen meditativen Zustand zu erfahren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 20.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783942502771
    Verlag: Innenwelt Verlag
    Größe: 604 kBytes
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Zen und die Freudsche Couch

Kapitel 1

DAS POTENZIAL DER LEERE

JA, SO IST ES. DAS IST KEINE METAPHER, SONDERN EINE TAT- sache - versteht diese Geschichte also bitte nicht metaphorisch. Sie stimmt wortwörtlich ... denn die ganze Existenz ist überglücklich, ekstatisch, wenn auch nur eine einzige Seele den höchsten Gipfel erklimmt.

Wir sind Teil des Ganzen. Und ihr seid dem Ganzen nicht gleichgültig - ausgeschlossen. Wie kann einer Mutter ihr Kind gleichgültig sein - ihr eigenes Kind? Völlig ausgeschlossen. Wenn das Kind heranwächst, wächst auch seine Mutter mit ihm. Wenn das Kind zufrieden ist, ist auch die Mutter mit ihm zufrieden. Wenn das Kind tanzt, beginnt auch etwas in der Mutter zu tanzen. Wenn das Kind krank ist, wird die Mutter krank. Wenn das Kind unglücklich ist, wird auch die Mutter unglücklich... denn sie sind nicht zwei, sondern eins. Ihre Herzen schlagen im selben Rhythmus.

Das Ganze ist deine Mutter. Du bist dem Ganzen nicht egal: Lass diese Wahrheit so tief wie möglich in dein Herz einsinken. Denn es genügt bereits zu wissen, dass das Ganze mit dir zufrieden ist, damit du dich veränderst. Dann bist du nicht mehr entfremdet, dann bist du hier nicht mehr fremd. Dann bist du kein heimatloser Wanderer, sondern zu Hause. Und das Ganze bemuttert dich, sorgt für dich, liebt dich. Es ist also nur natürlich, dass, wenn einer zum Buddha wird, wenn einer den höchsten Gipfel erklimmt, die ganze Existenz tanzt, die ganze Existenz singt, die ganze Existenz feiert. Das ist wortwörtlich zu verstehen. Das ist keine Methapher - sonst entginge euch der springende Punkt. Es regnet Blüten, und dann regnen sie immer weiter - sie hören nie auf.

Die Blüten, die für Buddha regneten, regnen nach wie vor. Ihr könnt sie zwar nicht sehen - nicht, weil sie nicht regnen würden, sondern weil ihr unfähig seid sie zu sehen. Die Existenz regnet pausenlos weiter - für alle, die je zu Buddhas wurden, für alle, die kurz davor sind Buddhas zu werden, und für alle, die irgendwann Buddhas sein werden.

Denn für die Existenz existiert keine Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart, sondern nur ein Kontinuum - die Ewigkeit. Nur das Jetzt existiert, das nie endende Jetzt.

Sie regnen nach wie vor, nur könnt ihr sie nicht sehen. Sehen kann man sie erst, wenn sie für dich regnen... Und erst wenn du siehst, dass sie für dich regnen, wirst du erkennen, dass sie seit eh und je für jeden Buddha, für jede erleuchtete Seele geregnet haben.

Das Erste also: Die Existenz kümmert sich darum, was dir widerfährt. Die Existenz betet ständig, dir möge das Höchste widerfahren. Im Grunde bist du nichts weiter als eine Hand, die das Ganze dem Höchsten entgegenhält. Du bist nichts weiter als eine Welle des Ganzen, die nach dem Mond greift. Du bist nichts weiter als eine aufbrechende Knospe, auf dass das Ganze durch dich von Duft erfüllt wird. Wenn du es schaffst, dich leer zu machen, können dich diese Blüten noch heute, ja jetzt sofort überschütten. Die Götter warten ja nur darauf, mit Händen voller Blüten. Sie schauen nur zu und warten ab. Auf jeden, der sich so leer macht wie dieser Subhuti - auf jeden, der unsichtbar wird, regnen plötzlich Blüten.

Daran ist nicht zu rütteln. Denn nur so kann sich Vertrauen bilden, nur so gelangt man zur Wahrheit. Ohne die Hilfe des Ganzen könnte keiner hinfinden... wie denn auch? Dabei meinen wir gewöhnlich, genau das Umgekehrte sei der Fall, und betrachten das Ganze als Feind, nicht als Freund - und schon gar nicht als Mutter! Wir bilden uns immer ein, das Ganze wolle uns vernichten. Wir sehen das Ganze durch die Pforte des Todes statt der Geburt. Dann erscheint einem das Ganze freilich wie ein Feind, der dich bekämpft, der all deine Wünsche und Träume vereitelt, der dir jede Erfüllung verwehrt. Also bekämpfst du es immerzu. Und je mehr du kämpfst, desto mehr scheint sich dein Missverständnis zu bestätigen. Denn wenn du kämpfst, spiegelt dir das Ganze lediglich dei

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