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Die Überwindung der Gleichgültigkeit Sinnfindung in einer Zeit des Wandels - von Batthyány, Alexander (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.11.2017
  • Verlag: Kösel
eBook (ePUB)
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Die Überwindung der Gleichgültigkeit

Eine mitreißende Einladung zum guten Leben
Mitten im Wohlstand und Überfluss unserer Zeit wuchert ein besorgniserregendes Phänomen: Immer mehr Menschen sind in einer tiefen geistigen und existentiellen Verunsicherung und Entmutigung gefangen. Sie ziehen sich aus dem Leben zurück und suchen Ersatzbefriedigung im reinen Konsum oder in bedenklichen Massenbewegungen. Dem materiellen Wohlstand steht mit anderen Worten eine geistig-existentielle Verarmung gegenüber. Einige der Symptome: Menschen verlieren Zugang zu den eigentlichen Werten des Lebens. Wo Zusammenhalt und persönliche Verantwortung unsere Rettung wären, ziehen Kälte, Isolation, Vereinsamung, Entmutigung und Gleichgültigkeit ein.
Alexander Batthyány spürt den Ursachen und Gründen dieser Entwicklung nach. Sein Buch bietet praxisorientierte, wissenschaftlich fundierte persönliche Auswege aus der Gleichgültigkeit an. Jeder Mensch ist aufgerufen, sich in den Strom des Lebens und Teilens zu stellen. Dahinter wartet das Leben mit einer Überraschung auf: Unser Reichtum kommt nicht durch das zustande, was wir bekommen; sondern durch das, was wir zu geben bereit sind.

Prof. Dr. Alexander Batthyány, geb. 1971, ist Inhaber des Viktor Frankl Lehrstuhls in Liechtenstein und lehrt am Forschungsbereich Kognitionswissenschaften der Universität Wien. Seit 2012 ist er zudem Gastprofessur für Logotherapie und Existenzanalyse am Universitätsinstitut für Psychoanalyse, Moskau. Batthyany leitet das Viktor Frankl Institut in Wien, wo er gemeinsam mit Eleonore Frankl u.a. den privaten Frankl-Nachlass im Viktor Frankl Archiv aufarbeitet. Er ist Herausgeber der auf 14 Bände angelegten Edition der Gesammelten Werke von Viktor Frankl sowie des erfolgreichen Buches 'Es kommt der Tag, da bist du frei' von Viktor E. Frankl. Zahlreiche Fachpublikationen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 27.11.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641212186
    Verlag: Kösel
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Die Überwindung der Gleichgültigkeit

Der Traum, den wir einst hatten ...

Einleitung: Lebenshaltung und Lebensführung

Dieses Buch handelt von zwei der menschlichsten Regungen überhaupt: von der Hoffnung und der Bereitschaft, engagiert und wohlwollend am Leben teilzunehmen. Und von der Fähigkeit, einen Sollzustand in der Welt als Auftrag und Anfrage an uns selbst wahrzunehmen: Als Auftrag etwa, dort etwas zum Guten zu wenden zu versuchen, wo man andernfalls bloß schulterzuckend vorbeigegangen wäre.

Es handelt auch von den Gründen, die uns daran hindern können, ein interessiertes, existenziell großzügiges, aufmerksames und zum Teilen bereites, offenes Leben zu führen. Ein Leben, das seine Stärke nicht nur daraus gewinnt, dass wir an uns selbst denken, sondern vor allem daraus, dass wir ansprechbar und interessiert und engagiert bleiben - und zwar auch dann und obwohl uns mit einiger Sicherheit manches von dem, was wir uns vornehmen, nicht oder nur sehr unvollkommen gelingen wird.

Von Florence Foster-Jenkins, der von Musikkritikern einhellig beschieden wurde, sie sei vermutlich die schlechteste Sängerin der Welt, ist der schöne Satz überliefert: "Die Leute mögen sagen, ich könne nicht singen. Aber keiner kann sagen, ich hätte nicht gesungen." Und es soll keiner sagen können, wir hätten nicht zumindest versucht, dem Leben unser Bestes zu geben - was allerdings voraussetzt, dass wir die Hoffnung nicht aufgeben oder sie, wo das nötig ist, wiedergewinnen.

Von ebendieser Hoffnung handelt dieses Buch. Es handelt genauer von den vielfältigen Beziehungen zwischen unserer Hoffnung, unserem Selbstbild, Weltbild und Menschenbild und unserem persönlichen Erleben, Denken, Entscheiden, Verhalten und Handeln. Es handelt von Einstellungen und Werten und auch davon, dass es Welt- und Selbstbilder gibt, die unser Leben und Zusammenleben eher gelingen lassen, und solche, die uns und anderen sowohl das Leben als auch selbst noch das Sterben schwerer machen, als es womöglich sein müsste. Der Blick auf das eigene Selbstbild, Menschenbild und Weltbild ist nicht nur ein Schlüssel zum Verstehen unseres Erlebens und Handelns, sondern auch zur Veränderung und Reifung und schließlich: zu einem gelingenden, erfüllenden Leben - persönlich und sozial.

Denn Einstellungen lassen sich ändern. Das gelingt nicht nur durch Überzeugungsarbeit und Appelle (damit sogar meist weniger), sondern vor allem durch das Verstehen und Anerkennen einiger mitunter überraschend einfacher, aber umso leichter vergessener oder übersehener Gegebenheiten des Daseins.

Wenn wir diese Gegebenheiten in den Blick nehmen, lassen sich Einstellungen sogar oft wesentlich leichter korrigieren. Und diese Korrektur bewirkt auch eine tiefgreifendere und nachhaltigere Veränderung unseres Verhaltens als etwa der bloße Vorsatz, von heute an so und nicht anders zu entscheiden, zu handeln, zu reagieren. Die meisten von uns wissen es aus eigener Erfahrung: Es ist verhältnismäßig leicht, hehre Vorsätze zur Änderung des eigenen Verhaltens zu fassen, aber ebenso schwer, diese Vorsätze auch über längere Zeit konsequent umzusetzen. Zahlreiche psychologische Forschungsarbeiten bestätigen diesen Erfahrungsbefund. 1 Sie legen vielmehr nahe, dass der Schlüssel zum Verstehen und Ändern unseres Verhaltens weniger nur im Verhalten selbst, als vielmehr in den unserem Handeln zugrunde liegenden Einstellungen, Erwartungen und Haltungen liegt. Anders gesagt: Unser Handeln und unsere Lebensführung sind bis zu einem gewissen Grad stets auch "Symptom" und Ausdruck unserer Lebenshaltung.

Es gibt somit einen bedeutenden Zusammenhang zwischen dem, was wir über uns, unsere Mitmenschen und die Welt glauben, und dem, was wir von uns selbst, anderen und dem Leben insgesamt erwarten. Und es ist wichtig, wie viel Hoffnung wir in uns selbst und das Leben setzen. Von diesen Erwartungen und Hoffnungen hängt wie gesagt ein Großteil u

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