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Über den Kosmos III Individualität, Freiheit und Moral von Schopf, Volker (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Über den Kosmos III

Das abendländische Denken ist dualistisch: Die Welt zerfällt in die Bereiche des Geistes und des Materiellen. Diese Kluft zwischen Geist und Materie zu überspannen, ist, indem der Blickwinkel neuen Perspektiven zugewandt wird, zum Greifen nahe. Was uns die neue Sichtweise offenbart, ist eine geheimnisvolle Realität. Physis und Metaphysis existieren und sind miteinander verwoben. Dadurch eröffnen sich uns in der Zukunft bisher nicht für möglich gehaltene Möglichkeiten des Seins, für die unser heutiges Denken nicht ausreicht. Wir müssen uns für das neue Weltbild von alten Vorstellungen befreien, wobei bisherige wissenschaftliche Erkenntnisse uns den Weg zu diesem neuen Weltverständnis weisen werden. Dabei handelt es sich um Einblicke in die Gesetze unseres Universums. Dazu gehören einige der folgenden Fragen: Gibt es einen freien Willen? Was ist Moral? Existiert Gott? Ist Auferstehung möglich? Das Fazit dieser Schrift lautet: Die Erkenntnisse des 21. Jahrhunderts öffnen den Weg zu einem ganzheitlichen in sich stimmigen Weltbild, das, sofern wir zu seiner Annahme bereit sind, uns eine interessante Zukunft verheißen wird. Volker Schopf, wurde 1958 in Gerlingen bei Stuttgart geboren. Nach Schule und Ausbildung lebt er heute im nördlichen Schwarzwald. Bisher veröffentlichte er erzählende Prosa, Theaterstücke und drei Fachbücher. Sein bekanntestes Werk ist die Seinsfeld-Trilogie. Außerdem ist er Naturforscher und setzt sich seit 30 Jahren mit den neuesten wissenschaftlichen Theorien auseinander und er ist der Überzeugung, dass wir in einer Übergangszeit leben, wie er in seinen Fachbüchern 'Meta-Realität und Bewusstsein' und 'Über den Kosmos I' Bd: 1 und Bd: 2 darlegte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 01.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739250540
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 437 kBytes
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Über den Kosmos III

2.0.0 Das Transzendente

Wer es aber gefunden hat, wird staunen.

Und staunend wird er König sein.

Evangelium der Hebräer

"Aber wie das 'Nichts' so ist das 'Leere' in Wahrheit ein numinoses Ideogramm des 'Ganz Anderen'. Das 'sunyam' [alles leer] ist das mirum [ Mysteriöse, Ganz Andere] schlechthin ... 63

Die Erfahrung des Numinosen 64 ist, wie R. Otto 65 zu Recht erkennt, zunächst das 'Ganz Andere'. Es tritt als 'Nichts', als 'Licht' in die bewusste Wahrnehmung des 'Ich bin' und es vermittelt ihm gleichzeitig ein Gefühl oder Wissen, dass der Kosmos 'Eins' und er Teil dieses umfassenden Seins ist. Das 'Ganz Andere' durchzieht in mannigfacher Gestalt den Pfad des Homo sapiens auf seiner Suche nach dem Ursprung und Sinn sowohl des Seienden als auch seiner selbst. Begriffe wie Nirvana 66 , Idee 67 , Gott oder das Göttliche etc. beruhen auf den Erfahrungen Einzelner (Buddha, Jesus, den Mystikern etc.) und ihrem verzweifelten Bemühen, das auf diese Weise Wahrgenommene in Worte zu fassen und zugleich dessen Sein tiefer bzw. umfassender zu ergründen.

" ... Da entschleierte mir der Herr, der sehr hohe , seine Geheimnisse und offenbarte mir all seine Glorie. Und da, indem ich ihn mit seinen Augen schaute, sah ich, daß mein Licht verglichen mit dem Seinigen nichts war als Finsternis und Dunkel. Und ebenso war meine Größe und meine Herrlichkeit nichts vor der Seinigen. Und als ich mit dem Auge der Wahrhaftigkeit die Werke der Frömmigkeit und Ergebenheit die ich in Seinem Sinne getan hatte prüfte, da erkannte ich daß sie alle von Ihm selber stammen, und nichts von mir." 68

Oder:

"Er - das Eine - ist Nichts und bedarf, um Er selbst zu sein, nicht der Totalität, vielmehr tu alles andere fort, wenn du Jenen aussagen oder Seiner inne werden willst. Wenn du nun Alles fortgetan und nur Ihn selbst belassen hast, dann such nicht danach, was du Ihm beilegen könntest, sondern danach, ob du vielleicht etwas noch nicht von Ihm fortgetan hast in deinem Denken." 69

Die Beschreibungen können unterschiedlicher nicht sein, trotz dem 'Gemeinsamen' ihrer Erkenntnisse. Der Mystiker Bostami wird sich im Angesicht der Mannigfaltigkeit Gottes seiner Kleinheit bewusst und, weil er 'Eins' mit ihm wird, erkennt er, dass alles Tun in Wahrheit Gottes Tun ist. Im Gegensatz zu ihm löst Plotin die Mannigfaltigkeit auf, indem er ihr sämtliche Attribute abspricht 70 und dadurch das 'Eine' zu klassifizieren versucht. Gemeinsam ist ihnen das 'reale Sein', explizit: das Dasein eines das Seiende Umfassenden. Doch was ist dieses Nirvana, Göttliche, Eine etc., dessen Emanation oder Schöpfung der Homo sapiens ist? Entspringt Bostamis Gefühl der Kleinheit seiner Erkenntnis, dass er im Angesicht des Kosmos ein 'Nichts' ist, weit weniger als ein Staubkorn, während Plotin auf der Suche nach dem Ursprung ist, der sämtlicher Bestimmungen entkleidet 'Alles' umfasst, wovon das 'Zweite', das Denken, weil es sich zu ihm zurückwendet, es über die Erzeugung des Seienden erkennt?

'Es ist ein plötzliches Wahrhaben' mittels dessen, man versteht, dass sich der eigene Drang, restlos alles begreifen zu wollen, nur als Bestätigung der Existenz einer unbegreiflichen Wahrheit verstehen lässt, die sowohl in Form einer unendlichen Sehnsucht (Ahnung) in uns ist als auch außerhalb unseres Selbst. 'Der Intellekt ist nicht damit zufrieden, irgendein 'Etwas' zu verstehen, sondern es muss derart verstehbar sein, dass es nie ganz verstanden werden kann.' 71

Das plötzliche Wahrhaben, das wie ein Sommergewitter über den Suchenden hereinbricht, und das - wie den Worten zu entnehmen ist - den Homo sapiens ahnen, ja begreifen lässt, dass es in seiner Ganzheit nie vollständig verstanden werden kann. Worauf beruht der unbändige Drang nach Wissen, nach Erkenntnis, der nicht nur im Homo sapiens selbst, sondern auch außerhalb seiner Spezies akti

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