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Allgemeine Psychologie I von Schiebener, Johannes (eBook)

  • Erschienen: 12.06.2014
  • Verlag: Kohlhammer
eBook (PDF)
19,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Allgemeine Psychologie I

Die Allgemeine Psychologie I bildet für Studierende den Einstieg in die Psychologie. Um dieser Zielgruppe gerecht zu werden, werden die Themen Perzeption, Kognition und Handeln in diesem Lehrbuch kompakt und leicht verständlich vermittelt. Das in allen Kapiteln einheitliche Konzept spiegelt die empirische und naturwissenschaftliche Arbeitsweise in der Allgemeinen Psychologie wider. Phänomene und Theorien werden mit Alltagsbeispielen erläutert, neurobiologische Grundlagen erklärt und empirische Studien vorgestellt.

Dr. Johannes Schiebener ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Allgemeinen Psychologie: Kognition an der Universität Duisburg-Essen. Prof. Dr. Matthias Brand ist Professor für Allgemeine Psychologie: Kognition an der Universität Duisburg-Essen.

Produktinformationen

    Größe: 3800kBytes
    Reihe (Teil): Grundriss der Psychologie Bd.3
    Herausgeber: Kohlhammer
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 272
    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783170254695
    Erschienen: 12.06.2014
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Allgemeine Psychologie I

2 Wahrnehmung

Im Kapitel Wahrnehmung werden Sie die Grundprinzipien jener Funktionen kennenlernen, die dem Menschen Zugang zu Informationen über seine Umwelt ermöglichen. Sie werden zunächst das Wichtigste über Funktionsprinzipien der Wahrnehmung erfahren, die übergreifend für verschiedene Sinne gelten. Danach werden Sie im Einzelnen erfahren, wie Menschen ihre Umwelt sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen. Neben den psychologischen Aspekten erhalten Sie einen Einblick in den Aufbau und die Physiologie der jeweiligen Sinnessysteme. Auf diese Weise werden Sie lernen die psychologischen Prinzipien im Kontext der gegebenen Möglichkeiten der jeweiligen Sinnesorgane zu verstehen.
2.1 Theorien der Wahrnehmung

2.1.1 Einleitung und Phänomene

Menschen verfügen über vielfältige Fähigkeiten, um ihre Umwelt wahrzunehmen. Was die Wahrnehmungssysteme dabei alles leisten, wird uns nur selten bewusst. Wenn wir uns zum Beispiel im Straßenverkehr befinden, wissen wir natürlich, dass wir Sehen und Hören einsetzen, um uns sicher zu bewegen, aber ein großer Teil der beeindruckenden Leistungen, die unsere Wahrnehmung dabei erbringt, vollzieht sie "wie von selbst". Vor dem Überqueren einer Straße zum Beispiel schätzen wir die Entfernungen und Geschwindigkeiten herannahender Autos ein. Doch wie schaffen wir das? Wenn wir an der Straße nach links blicken, trifft doch bloß Licht, das von den Autos und allen anderen Objekten reflektiert wird, auf unsere Augen. Das Bild, das daraus - rein physikalisch betrachtet - entsteht, ist zunächst nicht mehr als eine Ansammlung von vielen verschiedenen Konturen und Farbflächen. Doch wir sehen unterschiedliche Objekte und nehmen die Szene dreidimensional wahr. Wir können einschätzen, wie weit ein Auto entfernt ist, wie schnell es sich nähert oder auch wie groß es ist. Schauen Sie sich zum Beispiel einmal Abbildung 2.1 an.

Abb. 2.1: Eine Kuh auf der Weide

Es handelt sich bei dem Bild um eine Ansammlung von weißen und schwarzen Flächen und Strichen. Und doch sehen wir eine Wiese, Boden und in der Mitte eine Kuh, die uns ansieht.

Mit diesem und weiteren Phänomenen der Wahrnehmung werden wir uns im vorliegenden und den darauffolgenden Kapiteln befassen. In diesem Kapitel betrachten wir zunächst Theorien, die versuchen, Gesetzmäßigkeiten der Wahrnehmung im Allgemeinen zu beschreiben, also Gesetzmäßigkeiten, die für die verschiedenen Sinnessysteme gelten. Schließlich verfügen wir neben der eben angesprochenen visuellen Wahrnehmung auch noch über eine ganze Reihe an weiteren Wahrnehmungsfunktionen.
2.1.2 Theorien der Wahrnehmung

Bevor wir auf einige Theorien der Wahrnehmung eingehen, wollen wir zunächst einmal klären, über welche Wahrnehmungssysteme Menschen überhaupt verfügen. Diese sind in drei Kategorien unterteilbar.

- Die Exterozeptoren sind zuständig für die Wahrnehmung der entfernteren Umwelt. Sie ermöglichen uns, zu hören, zu sehen und zu riechen.

- Die Propriozeptoren ermöglichen die Wahrnehmung der unmittelbar mit dem Körper in Kontakt stehenden Umwelt, sowie die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Darunter wird auch die Somatosensorik gefasst, die das Fühlen äußerer Reize auf der Haut erlaubt und so die Wahrnehmung durch Tasten ermöglicht. Außerdem informieren die Propriozeptoren über die Stellung der Gelenke sowie ihrer Lage im Raum, aber auch über den Gleichgewichtszustand.

- Die Interozeptoren stellen dem Gehirn Informationen aus dem Inneren des Körpers zur Verfügung, zum Beispiel über den Pulsschlag, die Atmung oder organische Zustände.
Gesetze der Psychophysik

Eine frühe theoretische Herangehensweise an das Verständnis von

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