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Bitten statt fordern Ein Schulentwicklungsprojekt mit Gewaltfreier Kommunikation von Orth, Gottfried (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.11.2013
  • Verlag: Junfermann
eBook (ePUB)
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Bitten statt fordern

Schon wieder: eine Schlägerei auf dem Schulhof; ein verzweifelter Elternanruf, die Tochter werde seit Wochen von Mitschülerinnen gemobbt; frustrierte Lehrer und Lehrerinnen, die über häufige Unterrichtsstörungen klagen und so gern in Ruhe unterrichten würden. Stimmen nach mehr Strafen und mehr Konsequenz werden laut. Aber auch solche, die ganz andere Wege suchen, haben doch Ordnungsmaßnahmen bislang keine nachhaltigen Erfolge gezeigt. Eigenverantwortung und Wertschätzung gelte es zu fördern. In diesem Buch wird beispielhaft ein weiter andauernder Entwicklungsprozess an einer öffentlichen Schule beschrieben, in dem sich Kollegium und Schulleitung darauf einließen, auf ganz andere Weise mit Macht umzugehen und ein neues Verständnis kommunikativer Prozesse zu entwickeln. Forderungen an die jeweils andere Seite - an Schülerinnen und Schülern genauso wie an Lehrerinnen und Lehrer - wurden durch Bitten ersetzt. Erzählend und reflektierend berichtet das Buch über einen Versuch gewaltfreier Schulentwicklung, der von Lehrerinnen und Lehrern selbst initiiert wurde. Prof. Dr. Gottfried Orth, Professor für Evangelische Theologie und Religionspädagogik an der TU Braunschweig, Mitglied im Team des ORCA-Instituts für Konfliktmanagement und Training, Leiter des Projektes Gewaltfreie Kommunikation - Theologie, Religionspädagogik, Schule.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 22.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783873879706
    Verlag: Junfermann
    Größe: 1129 kBytes
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Bitten statt fordern

Einführung

Gewaltfreiheit und Schule – das scheint auf den ersten Blick ein Widerspruch zu sein. Tagein, tagaus berichten Medien von zunehmender Gewalt an deutschen Schulen, vielfach machen Schülerinnen und Schüler wie Lehrerinnen und Lehrer schulische Gewalterfahrungen. Erst recht, so kann man vermuten, an Förderschulen – doch vielleicht wird Gewalt ja dort lediglich direkter gelebt ...

Für uns, die Autorin und den Autor dieses Buches, war und ist dies ein "Problem" – es wurde zu einer Herausforderung. Wir wollen anderes: Wir wollen, dass Schülerinnen und Schüler wie Lehrerinnen und Lehrer sich in der Schule wohlfühlen und in einem geschützten Rahmen leichter lernen und unterrichten können. Deshalb berichten wir von einem Schulentwicklungsprozess an der Marienschule in Damme. Sein Ziel war und ist es, die Schulordnung und die damit verbundenen Forderungen an Schülerinnen und Schüler zu ersetzen durch Bitten. Der Titel des Buches "Bitten statt Fordern" benennt zugleich Ziel und Weg dieses Schulentwicklungsprozesses.

Die Marienschule Damme ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. Zurzeit werden in elf Klassen 90 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Zum Kollegium gehören 16 Lehrkräfte (14 Förderschullehrkräfte, eine Grund- und Hauptschullehrkraft und eine Vertragslehrerin). Hilde Fritz war an dieser Schule bis 2011 Förderschullehrerin. Gottfried Orth hat den Schulentwicklungsprozess begleitet.

Wer sind wir?

Hilde Fritz ist Förderschullehrerin, jetzt an der Albert-Schweitzer-Schule in Gießen. Sie hat seit fünf Jahren vielfältige eigene GFK-(Lern-)Erfahrungen, u. a. auch als Fortbildnerin von Studierenden, Lehrerinnen und Lehrern, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten und in der Praxis Gewaltfreier Kommunikation in der (Förder-)Schule.

Gottfried Orth ist Professor für Evangelische Theologie und Religionspädagogik (TU Braunschweig) und hat seit fünf Jahren umfassende eigene GFK-(Lern-)Erfahrungen als Fortbildner von Studierenden, Lehrerinnen und Lehrern, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern. Im Aufbau einer gewaltfreien und wertschätzenden Lern-Lehr-Kultur am Seminar für Evangelische Theologie und Religionspädagogik hat er Gewaltfreie Kommunikation ebenso zu praktizieren versucht wie in den Jahren 2009–2011 als Dekan der Fakultät für Geistes- und Erziehungswissenschaften.

Doch besser als diese äußeren Daten charakterisiert uns, wofür wir uns neben all dem anderen, was wir dort erleben, an Förderschule und Universität begeistern; deshalb beginnen wir dieses Buch wie einige unserer Vorträge:

GFK ist Begeisterung für lebendigen, einander wertschätzenden Kontakt und macht meine Arbeit schön – und wenn etwas schön ist, darf es auch anstrengend sein.

Gottfried: Hilde, was begeistert dich in deiner Arbeit als Förderschullehrerin?

Hilde: Am Morgen in die Schule zu kommen und von Schülern in ihren jeweiligen Stimmungen, mit Freude und Sorgen und Fragen begrüßt zu werden ...

Die Lebendigkeit der Beziehungen unter den Schülern, in der Klasse, zwischen mir und den Schülern, zwischen den Kollegen – es gibt einfach jeden Tag Neues ...

Schule gestalten zu können und Schule zu "spielen"; so wie als Kinder, ganz ernst und zugleich ganz witzig ...

Eigene Ideen und Schwerpunkte einbringen zu können ...

Mit anderen Erwachsenen und Schülern Schulalltag zu reflektieren ...

Gottfried, was begeistert dich in deiner Arbei

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