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Coaching mit Magie Zauberhafte Methoden für Coachs, Trainer und Führungskräfte Mit CD von Pfeiffer, Klaus-Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.01.2016
  • Verlag: Junfermann
eBook (PDF)
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Coaching mit Magie

Was haben Coaching und Bühnenzauberei gemeinsam? Kann man das eine mit dem anderen verbinden? Genau das tut Klaus-Peter Pfeiffer. In diesem Buch beschreibt er, wie durch das Denken eines Zauberers Probleme zu Ressourcen werden können. Und wie denkt ein Zauberer, wenn er ein Zauberkunststück vorführt? Er muss glauben, dass er beispielsweise 'wirklich' einen Tisch zum Schweben bringen kann. Gleichzeitig muss ihm klar sein, dass es eigentlich nicht geht. Und dennoch 'kann' ein Zauberer das. Und wenn er an seine Zauberei glaubt, überträgt sich das auf die Zuschauer, dann ist es mehr als ein Trick. Ein Zauberer muss sein Handwerk beherrschen, muss wissen, wann er welchen Trick einsetzt und genau beobachten, ob das, was er tut, auch funktioniert. Folgt ihm das Publikum? Ist es im Geschehen involviert oder distanziert? Konstant ist der Traum präsent zu halten, dass hier etwas geschieht, was eigentlich unmöglich ist. Die Kunst des Zauberns besteht darin, dass die Zuschauer die Magie in sich selbst entdecken und damit Zustände von Staunen, Überraschung, Verwandlung erlebbar werden. Dieses Buch gewährt Ihnen einen Einblick in das Denken eines Zauberers. Mehr noch: In zahlreichen praktischen Übungen und Fallbeispielen lernen Sie die Perspektive des Zauberers auf die Bereiche Coaching und Training zu übertragen. Klaus-Peter Pfeiffer lehrt Sie durch die Kunst der Verzauberung ein Stück heilsamer, verwandelnder Magie einzu bringen - sei es bei Einzelnen, Teams oder in Unternehmen. Und nebenher liest dieses Buch noch Ihre Gedanken - vielleicht! Dr. Klaus-Peter Pfeiffer studierte Philosophie, Theologie und Vergleichende Religionswissenschaft. Seit 1997 ist er selbstständiger Trainer und Coach im Bereich Personalentwicklung. Sein Kindheitshobby, die Zauberkunst, setzt er heute als didaktisches Mittel ein.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 22.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955713539
    Verlag: Junfermann
    Größe: 2344 kBytes
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Coaching mit Magie

3. Coaching - Kunst - Unternehmen: Ein kurzer Überblick

Es scheint, dass die Worte "Magie", "Zauber", "Wunder" sich in der Psychologie großer Beliebtheit erfreuen und immer wieder gern als Metapher benutzt werden. Schon Sigmund Freud schrieb:

Worte waren ursprünglich Zauber, und das Wort hat noch heute viel von seiner alten Zauberkraft bewahrt. Durch Worte kann ein Mensch den anderen selig machen oder zur Verzweiflung treiben, durch Worte überträgt der Lehrer sein Wissen auf die Schüler, durch Worte reißt der Redner die Versammlung der Zuhörer mit sich fort und bestimmt ihre Urteile und Entscheidungen. (Freud 1969, 10)

Bei C. G. Jung und den von ihm inspirierten Arbeiten ist der Magier ein wichtiger "Archetyp". Zwar gibt es eine klare Trennung zwischen Magier und Zauberkünstler, doch gibt es so manche ursprüngliche Gemeinsamkeit, worauf später noch eingegangen wird. Der Jung'sche Analytiker und Zauberkünstler John Granrose schrieb die Abschlussarbeit seiner Ausbildung als Jung'scher Therapeut über den Archetyp des Magiers. Dass es einen Bezug zwischen beiden gibt, zeigt sich auch darin, dass er auf Magier und Zauberkünstler gleichermaßen einging (Granrose 1996).

Der Reigen der Verwendung von Magie und Zauber geht weiter. Man denke nur an Steve de Shazers Words were originally magic (Shazer 1994) und seine "Wunderfrage", die "Miracle Method" von Scott D. Miller und Insoo Kim Berg (Miller und Berg 1995), die Geschichten mit Zauberkraft der Lanktons (Lankton und Lankton 2008), um nur einige Beispiele zu nennen.

Dass Therapie im weitesten Sinne auch etwas mit Kreativität und Kunst zu tun hat, darauf hat schon James Hillman, der bekannte Psychotherapeut Jung'scher Prägung, mit Bezug auf Freud hingewiesen. Er schreibt:

Was in der tiefenpsychologischen Therapie stattfindet, ist nicht nur die Analyse von des einen Menschen Lebensgeschichte durch einen anderen, mit verschiedenem Drum und Dran - Ritual, Suggestion, Eros, Macht, Projektion -, es ist immer auch ein Sängerwettstreit und damit eine Neuinszenierung einer der ältesten kulturellen Vergnügungen, die die Menschheit kennt. Dies ist einer der Gründe, warum Psychotherapie den Anspruch erheben kann, als etwas Kreatives betrachtet zu werden. Sie ist kreativ, indem sie neue, sinngebende imaginative Muster hervorzubringen vermag, kreativ also im Sinne von Poiesis. Ein erfolgreicher Therapieverlauf ist somit gekennzeichnet von der gemeinsamen Arbeit an Fiktionen; die Therapie ist die Umgestaltung und Neu-Imagination der bestehenden Geschichte in eine sinnvollere, phantasievollere Fabel, die in alle Teile der Geschichte Mythos bringt. Leider sind wir Therapeuten uns viel zu wenig bewusst, dass wir Sänger sind. (Hillman und Staufer-Zahner op. 1986, 28f.)

Ihre genuine Anwendung findet die Kunst in der Kunsttherapie. Bei diesen Ansätzen wird der Wert der Kunst für therapeutische Prozesse am deutlichsten. Leider hat die Zauberkunst meines Wissens noch keinen Eingang darin gefunden.

Aber auch außerhalb der Kunsttherapie im engeren Sinne wird Kunst wertgeschätzt. Rubin Battino versteht sie als psychotherapeutische heilende Metapher und widmet ihr in seiner Arbeit über Metaphern ein eigenes Kapitel (Battino 2002, 275-279). An anderer Stelle spricht er von Kunst als hypnotherapeutischer Metapher und entwickelt ein Acht-Stufen-Programm, in dem Kunst sowohl für Klienten mit psychologischen als auch für solche mit physischen Problemen eingesetzt wird (Battino und South 2005, 363-377). Im Gegensatz zu anderen Ansätzen, in denen seiner Meinung nach hauptsächlich Malen, Zeichnen, die Arbeit mit Ton etc. verwendet werden, betont er, dass Kunst als hypnotherapeutische Metapher alle Formen der Kunst, also auch die darstellenden Künste, einschließt. Zwar erwähnt er die Zauberkunst nicht. Doch sein Acht-Stufen-Programm ließe sich gewiss mit Mitteln der Zauberkunst realisieren.

Der Einsatz von Kunst

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