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Die Suchtfibel Wie Abhängigkeit entsteht und wie man sich daraus befreit. Informationen für Betroffene, Angehörige und Interessierte von Schneider, Ralf (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.10.2012
  • Verlag: Schneider Verlag Hohengehren
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Die Suchtfibel

Die Suchtfibel hat 2010 nach über 25 Jahren eine Auflagenhöhe von mehr als 250.000 Exemplaren erreicht. Wenn sich etwas lange bewährt hat, dann ändert man es nicht so leicht. Schließlich ist schon so manches verschlimmbessert worden. Aber die Erscheinungsformen der Süchte, offiziell der 'Störungen durch psychotrope Substanzen' und 'sonstiger Störungen der Impulskontrolle', wandeln sich mit den gesellschaftlichen Entwicklungen und ebenso tun es die Behandlungsformen. Zumindest darauf musste eine erneute Auflage der Suchtfibel abgestimmt werden. Herausgekommen ist bei dieser Abstimmung am Ende praktisch ein neues Buch. Der Aufbau und die Zielsetzung sind zwar gleich geblieben, aber alle Texte wurden überarbeitet, aktualisiert und ergänzt. Die Ergänzungen betreffen - eine ausführliche Darstellung und Berücksichtigung derjenigen psychotropen Substanzen, die neben Alkohol und Medikamenten eine zunehmende Rolle bei Missbrauch und Abhängigkeit spielen, vor allem bei den jüngeren Suchtkranken (Amphetamine, Kokain, Opioide, Ecstasy, GHB), aber auch Tabak und Koffein, - neurobiologische und -psychologische Grundlagen der Sucht - 'Verhaltenssüchte', insbesondere Glücksspiel, - neuere Therapiebestandteile wie Expositionsverfahren und Achtsamkeit. Aus seinen Vorträgen vor Patienten hat der Autor Ralf Schneider zahlreiche Anregungen erhalten, welche Beispiele, Erläuterungen und Abbildungen als hilfreich erlebt wurden. Einige davon konnten in die neue Suchtfibel aufgenommen werden. Der Preis aller dieser Neuerungen ist ein deutlich größerer Umfang des Buches. Für manchen Lesemuffel und zum Nachdenken noch nicht bereiten Patienten wird die Hürde zum Aufschlagen des Buches damit gewiss nicht geringer. Alle übrigen finden in der erweiterten Suchtfibel vieles von dem, was sie bisher darin vermisst hatten. Ralf Schneider ist psychologischer Psychotherapeut und Geschäftsführer der salus Kliniken in Friedrichsdorf

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 468
    Erscheinungsdatum: 16.10.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783834030108
    Verlag: Schneider Verlag Hohengehren
    Größe: 4278 kBytes
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Die Suchtfibel

Einführung

Woher kommt die Suchtfibel?

Die erste Fassung dieses Buches erschien 1978. Ihr Zweck war es, alkoholabhängigen Patienten in allgemein verständlicher Form die wichtigsten Informationen über ihre Krankheit zu vermitteln. Den Titel "Suchtfibel" verpassten die Patienten der Informationsbroschüre als Spitznamen. Er bürgerte sich rasch ein und wurde bei der Veröffentlichung als Buch schließlich übernommen.

Seitdem wurde die Suchtfibel mehrfach überarbeitet. Sie ist in einer früheren Fassung auf Russisch, Rumänisch und Ungarisch erschienen. Sie wurde auf Grund vieler Anregungen und Wünsche immer umfangreicher. Beispielsweise hat im Laufe der letzten Jahre der Anteil der von mehreren Substanzen Abhängigen unter den jüngeren Patienten so sehr zugenommen, dass viele Kolleginnen und Kollegen mit der dringenden Bitte an mich herangetreten sind, auch auf illegale Substanzen näher einzugehen. Diejenigen, die ihre Wünsche nun erfüllt sehen, werden zufrieden sein. Andere werden die Ausweitung bedauern, weil sich Lesemuffel durch ein dünnes Büchlein leichter zur Beschäftigung mit ihrer Krankheit motivieren lassen.

Die deutsche Auflage hat über 250.000 Exemplare erreicht. Trotz dieser stolzen Zahl kamen angesichts der bestechenden Möglichkeiten moderner Medien beim Autor Zweifel auf, ob in einer Zeit, die in immer kürzeren Abständen neue Erkenntnisse hervorbringt, gedrucktes Papier noch die richtige Form für die Wissensvermittlung ist. Gegen alle solchen Zweifel haben wir uns für eine umfassende Überarbeitung entschieden, denn die wesentlichen Botschaften der Suchtfibel sind "konservativ", also keinem raschen Wandel unterworfen. Außerdem gibt es immer noch genügend Leute, die Bücher mögen, weil man sie überall in die Hand nehmen und darin blättern kann, ohne auf Strom angewiesen zu sein.
An wen wendet sich die Suchtfibel?

Eine Fibel ist laut Duden entweder ein bebildertes Lesebuch für Schulanfänger oder ein Lehrbuch, das Grundwissen aus einem Fachgebiet vermittelt. Die Suchtfibel ist beides: ein bebildertes Lesebuch für "Suchtanfänger" und ein Lehrbuch zum Thema "Wege in die Sucht und aus ihr heraus". Sie wendet sich vornehmlich an die Betroffenen selbst und an alle Personen aus deren sozialem Umfeld. Die Suchtfibel fand aber auch bei professionellen Helfern, Studenten und Lehrkräften eine erstaunlich positive Resonanz, weil sie - anders als die üblichen Lehrbücher - vor allem Informationen enthält, die unmittelbar in der Praxis verwertbar sind und die dazu beitragen, Suchtkranke menschlich zu verstehen.

Primär will die Suchtfibel den Betroffenen helfen, zu Experten für ihre eigene Krankheit zu werden. Ein solches Expertentum ist für die Genesung nicht nur wünschenswert, sondern notwendig. Bei einer chronischen Erkrankung wie der Sucht geht es nicht ohne Eigenaktivität und Selbsthilfe! Die Entscheidung für die Freiheit und den gesunden Lebensstil muss jeden Tag aufs Neue selbstständig getroffen werden. Das klingt einfach, aber es ist nicht leicht. Millionen von Bewegungsmuffeln, Übergewichtigen und Stressgeplagten können das bestätigen.

Bei schwerst kranken Süchtigen, die einer Rehabilitation nicht mehr zugänglich sind, stehen natürlich andere Zielsetzungen als eine vollständige Befreiung von der psychischen Abhängigkeit im Vordergrund. Für diesen Personenkreis geht es vornehmlich ums Überleben oder um ein Leben ohne allzu gravierende Schäden. In allen anderen Fällen ist es jedoch das erste grundsätzliche Ziel der Suchthilfe, das Wollen und Können der Betroffenen dahin zu entwickeln, dass sie eine kluge und weitsichtige Entscheidung für ein "richtiges Leben" in ihrem eigensten Interesse treffen. Das zweite grundsätzliche Ziel der Genesung richtet sich auf die Nutzung und Entwicklung der Fähigkeiten, die man benötigt, damit aus der Entscheidung

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