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Endlich frei von Rückenschmerzen Psychische Einflussfaktoren und Therapiemöglichkeiten von Schneider, Sven (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.10.2013
  • Verlag: Science Factory
eBook (ePUB)
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Endlich frei von Rückenschmerzen

Fachbuch aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Psychologie - Klinische u. Gesundheitspsychologie, Psychopathologie, , Sprache: Deutsch, Abstract: Volkskrankheit Rückenschmerzen - viele Menschen leiden darunter. Die meisten Rückenpatienten sind mehrmals in ihrem Leben wegen unerträglicher Schmerzen in Behandlung. Bei vielen wird die Ursache nie gefunden, die klassische Medizin versagt. Doch die Psyche spielt häufig eine entscheidende Rolle. Dieses Buch betrachtet Rückenschmerzen hauptsächlich aus psychologischer Sicht. Zunächst werden grundsätzliche Erklärungsansätze vorgestellt im Anschluss widmen sich die Autoren dem Einfluss des Kohärenzgefühls. Außerdem stellen sie psychologische Therapiemöglichkeiten vor. Aus dem Inhalt: Risikofaktoren, Erklärungsansätze, Kognitiver Verhaltensansatz, Kohärenzgefühl, Interventionsmöglichkeiten

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 176
    Erscheinungsdatum: 24.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783656523444
    Verlag: Science Factory
    Größe: 1167 kBytes
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Endlich frei von Rückenschmerzen

Ergebnisse

Berufliche Faktoren und Rückenschmerz

Der erste Teil der eingangs formulierten Fragestellung ist deskriptiv leicht zu beantworten: Nach unseren Daten litt jeder dritte erwachsene Bundesbürger (36%) innerhalb der letzten 7 Tage unter Rückenschmerzen. Die Ein-Jahres-Prävalenz beträgt 59% (Schneider, Schiltenwolf et al. 2005).

Berücksichtigt man ausschließlich Erwerbstätige, so beträgt die 7-Tage-Prävalenz für Rückenschmerz 34%, die Ein-Jahres-Prävalenz 60% (Schneider, Schmitt et al. 2005b).

Unser erster Blick galt berufsspezifischen Risikofaktoren des Rückenschmerzes (Schneider, Lipinski et al. 2005): Tabelle 1 stellt zunächst diejenigen Berufsgruppen mit unterdurchschnittlicher Schmerzbelastung (7-Tage-Prävalenz < 34,4%) dar. Beispielsweise berichtet nur einer von sechs Ingenieuren (16%) und nur einer von fünf Ärzten (19%) von Rückenschmerzen in der letzten Woche vor der Studienteilnahme (Tabelle 1). In der Synopse fällt auf, dass sich unter den gering belasteten Berufsgruppen vermehrt typische Akademiker- und Führungstätigkeiten finden (Ingenieure, Ärzte, Apotheker, Unternehmer, Geschäftsführer, Marketingfachleute, Informatiker, Schauspieler, Musiker, Pädagogen und Hochschullehrer). Bei diesen Tätigkeiten handelt es sich um Berufe des "tertiären Sektors", welche gemäß des Statistischen Bundesamts als technische und dienstleistende Berufe klassifiziert werden (Berufscodes 60-93). Eine unterdurchschnittliche Schmerzprävalenz weisen auch einige Berufe des "sekundären Sektors", also Fertigungsberufe, auf. Fertigungsberufe finden sich typischerweise im Handwerk und in der Produktion. Sie werden in der deutschen Arbeitsstatistik durch die Berufscodes 10-59 gekennzeichnet. Es fällt auf, dass die in Tabelle 1 enthaltenen Fertigungsberufe nur selten das Bewegen schwerer Lasten erfordern (Tabelle 1). Als Beispiele seien Prüfer, Kranführer, Floristen, Laboranten, Elektriker und Techniker genannt. Für die in Tabelle 2 präsentierten Berufe mit überdurchschnittlicher Schmerzbelastung (7-Tage-Prävalenz ? 34,4%) ist dagegen das Bewegen, Tragen und Halten schwerer Lasten und/oder das Arbeiten in Rumpfbeugehaltung häufiger anzunehmen (Maurer, Betonbauer, technische Meister, Drucker, Klempner, Installateure, Heizungsbauer, Monteure). Überdurchschnittliche Prävalenzangaben haben aber auch Erwerbstätige aus dem Dienstleistungssektor gemacht: Im Gegensatz zu den Berufsgruppen mit meist akademischen Zugangsvoraussetzungen (Tabelle 1) finden sich in Tabelle 2 eher einfache Tätigkeiten (Lagerarbeiter, Möbelpacker, Briefträger, Reinigungskräfte, Bedienungen, Hilfsarbeiter, Alten- und Krankenpfleger). Auch für diese Berufe sind Arbeiten in unphysiologischen Körperhaltungen und/oder das regelmäßige Bewegen schwerer Gegenständen bzw. der Umgang mit bettlägerigen Patienten nicht untypisch (Schneider, Lipinski et al. 2005).

Die im Rahmen dieser Querschnittstudie erhobenen Informationen erlauben neben den Berufsangaben vertiefende Einblicke in die konkreten arbeitsplatzspezifischen Belastungsfaktoren sowie in die hierarchische Stellung des Beschäftigten. Während die Fallzahlen innerhalb der einzelnen Berufsgruppen für eine geschlechtsspezifische Stratifizierung der Daten zu gering ist, ermöglichen die im Folgenden fokussierten qualitativen Aspekte der Arbeit getrennte Analysen nach Männern und Frauen. Nach unseren Daten sind 43% aller Erwerbstätigen in Voll- oder Teilzeitbeschäftigung weiblich. Frauen weisen sowohl hinsichtlich der 7-Tage-Prävalenz (38% versus 32%) also auch hinsichtlich der Ein-Jahres-Prävalenz (62% versus 58%) signifikant (p<0.001

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