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Essstörungen - Heilung ist möglich Ein Praxishandbuch von Feistner, Renate (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.03.2018
  • Verlag: Klett-Cotta
eBook (ePUB)
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Essstörungen - Heilung ist möglich

Das Buch entkräftet das gängige Vorurteil, Essstörungen seien nicht heilbar. Der hier vorgestellte, auf 35-jähriger Praxiserfahrung beruhende Behandlungsansatz für die ambulante Psychotherapie gibt TherapeutInnen, Betroffen und ihren Angehörigen neue Hoffnung. "Einmal essgestört - immer essgestört" - mit diesem Urteil sehen sich PatientInnen und ihre Angehörige häufig konfrontiert. Dem widerspricht Renate Feistner, die seit 35 Jahren magersüchtige, bulimische und esssüchtige Patientinnen behandelt, vehement, denn es entspricht nicht ihren Erfahrungen. Im Zentrum des Praxishandbuches für die ambulante Therapie steht das integrative und ressourcenorientierte Therapiekonzept der Autorin, das tiefenpsychologische, verhaltenstherapeutische und systemische Aspekte vereint. Die Rahmenbedingungen eines guten Heilungsprozesses werden ebenso erläutert wie die Faktoren und Phasen der Heilung selbst. Erfahrungen anderer ExpertInnen, Berichte von Patientinnen, Fragebögen zu Heilungskriterien und Heilungsgrad sowie die Erörterung der wichtigen Frage "Was verhindert Heilung" ergänzen die therapeutischen Ausführungen. - Wichtig für alle PsychotherapeutInnen, die PatientInnen mit Essstörungen behandeln - Was fördert Heilung, was verhindert Heilung? - Mit Berichten von geheilten PatientInnen, Fragebögen zu Heilungskriterien und anderem mehr - Mit eigens entwickelten Therapiematerialien und Interventionen Dieses Buch wendet sich an: - Psychologische und Ärztliche PsychotherapeutInnen - Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen - (Kinder-)PsychiaterInnen - SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen - Betroffene, ihre Eltern und Angehörige Renate Feistner, Dipl. Psych. Psychologische Psychotherapeutin (Ausbildungen in Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, Familientherapie, Traumatherapie und zahlreiche Weiterbildungen) war lange Leiterin einer auf Essstörungen spezialisierten Gemeinschaftspraxis und in der Aus- und Weiterbildung aktiv. Seit 2000 ist sie in eigener Praxis in Nürnberg niedergelassen mit der Spezialisierung Essstörungen, als Supervisorin sowie in der Angehörigenberatung tätig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 31.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783608110326
    Verlag: Klett-Cotta
    Serie: Leben lernen (LL) .299
    Größe: 3736 kBytes
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Essstörungen - Heilung ist möglich

Vorwort

Was brachte mich auf die Idee, dieses Buch zu schreiben? Es waren Berichte von Patientinnen, die in ihren stationären Aufenthalten hörten, dass Essstörungen nicht heilbar seien, oder sie lasen in Fachbüchern, es gebe nur einen fragilen Zustand des "Stillstandes", der bei psychischen Belastungen wieder zu einem gravierenden Rückfall führen würde, und man müsse sich mit der Krankheit arrangieren. Die Zweifel von Fachleuten, jedoch auch von Angehörigen und von Journalisten, an der Möglichkeit einer vollständigen Genesung von Essstörungen erschienen mir völlig unberechtigt, da ich und meine ebenfalls spezialisierten ambulant tätigen Kolleginnen eine Vielzahl dieser Patientinnen bis zur völligen Heilung behandelt haben und wir auch oft über Jahre noch deren Lebensweg verfolgen konnten. Wir wissen und konnten es in einer großen Anzahl von Fällen erleben: Heilung ist möglich!

Diese Erfahrungen, die ich mehr als drei Jahrzehnte lang in meiner auf die Behandlung essgestörter Patienten und Patientinnen spezialisierten, ambulanten psychotherapeutischen Arbeit sammeln konnte, möchte ich öffentlich machen. Durch die langjährige Praxis konnte ich Heilungsprozesse einer sehr großen Zahl von ambulant behandelten Patientinnen begleiten, manche kurz, die meisten aber lang dauernd, teilweise über mehrere Jahre hinweg. Diese Arbeit brauchte sowohl von den Patientinnen als auch von mir als Therapeutin viel Wissen, Geduld, Hartnäckigkeit, Mut und Hoffnung, dass dies der richtige Weg zum Gesundwerden sei. Wäre ich nicht von Anfang an in einem psychotherapeutischen Prozess davon überzeugt , dass ein Erfolg möglich ist, wie sollte ich selbst als Therapeutin die Energie aufbringen, die Patientin zu unterstützen? Und wie sollte dann eine Patientin ohne den Glauben an eine Genesung motiviert sein, diesen anstrengenden Weg zu gehen?

Anfang der 80er-Jahre, als ich mit der therapeutischen Arbeit begann, gab es nur spärliche Informationen und Literatur hinsichtlich der Essstörungen, die überwiegend aus dem feministischen Bereich stammten. Die ambulanten Behandlungskonzepte musste man sich selbst "zusammenbasteln". In ganz Deutschland waren diese neuen integrativen Konzepte damals sehr gefragt, und ich gab sie in zahllosen Seminaren weiter, die ich für einen Berufsverband und verschiedene Ausbildungsinstitute abhielt. Interessanterweise kann ich heute rückblickend feststellen, dass die damaligen Grundlagen, die "roten Fäden" meines Psychotherapiekonzeptes, im Wesentlichen gleich geblieben sind: 1. normal essen lernen, 2. Ursachen und Funktionen der Essstörung herausfinden und bearbeiten, 3. die Körperwahrnehmung verbessern ( Feistner, 1995 ). Sie sind als Grundlage in viele andere Therapiekonzepte eingeflossen.

Durch die tägliche therapeutische Arbeit kamen bei meinem Therapiekonzept über die Jahre dann viele Ergänzungen, neue Aspekte, Ideen, Schwerpunkte und Übungen dazu, denn ich beschäftigte mich ständig damit, wie ich die Arbeit noch besser, wirkungsvoller und leichter machen könnte. Auch durch zahlreiche Fortbildungen und den permanenten Austausch mit Kolleginnen kamen neue Impulse und neue Faktoren in das Therapiekonzept, wobei meine methodenintegrative Arbeitsweise dies erleichterte. Die Verhaltenstherapie wurde ergänzt durch Familientherapie und durch eine tiefenpsychologische Sichtweise in meiner Zusatzausbildung, die ich 1998 abschloss. Ein Transaktionsanalyse-Grundkurs und zahlreiche Körpertherapiefortbildungen gaben mir neue Ideen. Vieles davon wurde in dem von mir herausgegebenen Buch "Ambulante Therapie von Essstörungen" 2006 bereits dargestellt.

In den letzten zehn Jahren verfeinerte ich das Methodenrepertoire nochmals. Dazu kam meine Traumatherapie-Ausbildung ( EMDR ), die eine Lücke in der Behandlung von traumatisierten Essstörungs-Patientinnen schloss. (Hätte ich die nur schon 30 Jahr

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