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Führen mit Neuer Autorität Stärke entwickeln für sich und das Team von Geisbauer, Wilhelm (eBook)

  • Verlag: Carl-Auer Verlag
eBook (ePUB)
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Führen mit Neuer Autorität

Autoritäre Führung war gestern. Heute brauchen Organisationen 'gestandene' Menschen in leitenden Positionen. Um Ihre Führungsrolle effizient gestalten zu können, müssen sie eine neue Form der Autorität finden. In Zeiten von schnell wechselnden Bedingungen, komplexen Zusammenhängen und unberechenbaren Entwicklungen gilt das umso mehr. Wilhelm Geisbauer ermutigt zu einem neuen Verständnis von Autorität, aus dem konstruktives Führungshandeln organisch entspringt. Auf der Basis des Konzepts von Haim Omer stellt er die tragenden Säulen der Neuen Autorität vor: Präsenz, Transparenz, Beharrlichkeit, Entschiedenheit, Selbstführung, Deeskalation, Vernetzung. Mit Hilfe eines persönlichen Leitfadens kann der Leser den eigenen Entwicklungsprozess hin zu Neuer Autorität strukturieren und vertiefen. Aus der so gewonnenen Klarheit und Stabilität ergeben sich für Führungskräfte alternative Handlungsweisen, die auch die Mitarbeiter überzeugen. Kurz: 'Neue Autorität' ist das Führungskonzept der Zukunft in Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und in Teams. Wilhelm Geisbauer, MSc, Studium psychosoziale Beratung, anfangs Lehrer, dann viele Jahre Geschäftsführer eines in Österreich marktführenden Produktionsunternehmens; seit 1996 selbstständiger Organisationsberater, Koordinator der Reteaming-Coach-Ausbildungsaktivitäten, seit 1998 im Auftrag von reteaming international, Helsinki, in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz. Gründer des Reteaming-Instituts in Scharnstein, Österreich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 166
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783849781163
    Verlag: Carl-Auer Verlag
    Größe: 5951 kBytes
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Führen mit Neuer Autorität

2Neue Autorität: Stärke statt Macht

"Das traditionelle Bild von Autorität ist längst demoliert, keine Führungskraft will autoritär sein. Denn das würde bedeuten, distanziert, herabblickend, machtbewusst, kontrollierend und streng hierarchisch zu interagieren. In einem derartigen Schema wird sich kein Führender erkennen wollen. Denn Gehorsam würde als Ziel sichtbar werden und zugleich auch das Problem eines neuen Führungsverständnisses bedeuten" (Omer 2017). Wie wollen Führungskräfte aber stattdessen sein? Lässt sich der Autoritätsbegriff ungestraft ausblenden? Kann man ohne Autorität Führungskraft sein? Kann man mit dem Begriff Autorität Ansehen und Würde verbinden? Und: Was kennzeichnet eine Neue Autorität, die nicht autoritär sein will? Antworten auf diese Fragen finden Sie in diesem Buch.

Der Begriff Autorität geht zurück auf das lateinische Wort auctoritas . Im lateinisch-deutschen Schulwörterbuch Stowasser findet man als Übersetzung Begriffe wie Ansehen, Einfluss, Bedeutung , aber auch Wille und Meinung sowie Ermächtigung . Schlägt man den Begriff im Fremdwörterbuch (Duden Band 5) nach, erhält man gleichlautende Vorschläge zu diesem Substantiv, allerdings wird differenziert zwischen autoritär : 1. (abwertend) totalitär, diktatorisch; unbedingten Gehorsam fordernd und 2. (veraltend) auf Autorität beruhend usw. und autoritativ : auf Autorität, Ansehen beruhend; maßgebend, entscheidend . Es fällt überraschend auf, dass der Terminus Autorität vorwiegend positiv konnotiert ist. Deshalb findet er bei Haim Omer und seine Kollegen eine Renaissance - und zwar in seiner positiven Bedeutungsfülle und gesamten Bandbreite als Fundament für ein neues Führungsverständnis, das von Stärke statt Macht geprägt ist.
2.1Führungsstile - ideologischer Dampf?

Nahezu alle Führungskräfte behaupten, sie wünschten sich selbstständig denkende und kooperativ handelnde Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen. Gibt es Verhaltensweisen, die solche Einstellungen und Entwicklungen begünstigen? Die Antwort darauf erwarten viele in der Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und treffen in den zahlreichen Managementschulen auf die sogenannten Führungsstile und Leadership-Modelle. Sie durchlaufen hoffnungsfroh aufwendige Lehrgangsprogramme. Daraus entwachsen Führungskräfte, die einen feinen Anzug von der Stange verpasst bekommen haben. Einen Anzug, in dem sie sich zwar zunächst gefallen, sich auf Dauer aber nicht so recht wohlfühlen. Denn: Ist das neue Outfit angemessen und alltagstauglich? Solange alles gut läuft, freut man sich im neuen Anzug. Was aber, wenn man unerwartet in Turbulenzen oder unter Druck gerät? Ist der Anzug dann die passende Kleidung? Gerade im Bereich Führung muss man damit rechnen, mit unerwarteten Alltagsproblemen konfrontiert zu sein: Konflikte, kleine Krisen u. a. Hier geraten Führungskräfte mit dem vermeintlich feinen Maßanzug sehr schnell an die Grenzen ihres hochgelobten und wohltrainierten Führungsstiles oder einer trendigen Leadership-Mode, die angeblich einer New School entspringt. Es stellt sich heraus, dass der Maßanzug für diese und jene Situation völlig unbrauchbar ist und man nicht mehr auf der zugehörigen Verhaltensschiene bleiben kann. Wenn es ans Eingemachte geht, erlebt man sich auf sich selbst zurückgeworfen. Der Führungsstil löst sich dabei in ideologischem Dampf auf und verflüchtigt sich. Übrig bleibt ein quasi nackter Mensch mit seinem Ursprungsverhalten, seiner Persönlichkeitsstruktur und den dazugehörigen Handlungsoptionen, dem die vermeintlich attraktive Verpackung abhandengekommen ist und der erkennt, dass er bei der Lösung von Problemen in hohem Maße von seinen Mitarbeitern abhängig ist.
2.2Funktionen von Führung

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