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Identifikation und Commitment fördern von Dick, Rolf van (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.01.2017
  • Verlag: Hogrefe Verlag Göttingen
eBook (ePUB)
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Identifikation und Commitment fördern

Mitarbeiterbindung ist heutzutage ein zentraler Faktor für den Unternehmenserfolg. In Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels und permanenten organisationalen Wandels wird es umso wichtiger für Unternehmen, Mitarbeiter zu haben, die dem Unternehmen stark verbunden sind und sich mit ihm identifizieren. Dieses Buch zeigt auf, welche Bedingungen zu stärker oder schwächer ausgeprägter Identifikation führen und welche Auswirkungen Identifikation und Commitment für den Mitarbeiter, das Team und die Organisation haben. Es werden Messinstrumente vorgestellt, die leicht im Rahmen von Trainingsevaluationen oder Mitarbeiterbefragungen eingesetzt werden können und Methoden gezeigt, mit denen Leitbilder zum Aufbau einer starken Identität entwickelt werden können. Dabei wird insbesondere auf die Gestaltung von Mergern und Akquisitionen eingegangen. Fallbeispiele runden das Buch ab. Für die 2. Auflage wurden aktuelle Beispiele aus der Unternehmenspraxis und neue Kapitel ergänzt, unter anderem zur Rolle der Führungskraft sowie zum Zusammenhang zwischen Identifikation, Burnout, Stress und Gesundheit. Darüber hinaus wurde die wissenschaftliche Literatur vollständig überarbeitet und aktualisiert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 23.01.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783844428063
    Verlag: Hogrefe Verlag Göttingen
    Größe: 3815 kBytes
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Identifikation und Commitment fördern

1 1 Identifikation und Commitment in Organisationen

Leitfragen

Identifikation und Commitment: Was ist das?

Was unterscheidet Identifikation von Commitment?

Welche positiven Auswirkungen haben Identifikation und Commitment für die Mitarbeiter?

Welchen Nutzen bringen Commitment und Identifikation der Organisation?
1.1 Einführung und Begriffe

Identifikation mit Organisationen spielt in unserem Leben eine große, vielleicht die entscheidende Rolle. Menschen sind während ihres ganzen Lebens Angehörige von Organisationen. Sie werden (in der Regel) in der Organisation Krankenhaus geboren, durchlaufen mit Kindergarten und Schule weitere Organisationen und gehören später - manchmal nach Durchlaufen anderer Organisationen wie der Universität - in den meisten Fällen für lange Zeit einer Organisation an, in der sie ihren Lebenserwerb sichern und andere Bedürfnisse befriedigen können. Dieses Buch behandelt die Frage, wie sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer Organisation identifizieren, welche Bedingungen zu stärker oder schwächer ausgeprägter Identifikation führen und welche Auswirkungen eine niedrige oder hohe Identifikation für Individuum, Team und die Organisation haben kann. Anhand der Beispiele Unternehmensfusionen und Corporate Identity wird das Buch aufzeigen, wie Identifikation verändert und gemanagt werden kann.

Die Frage, wie sich Identifikation im beruflichen Kontext auswirkt, wird dabei schon seit Langem erforscht und diskutiert ( Brown, 1969 ; Lee, 1969 , 1971 ; Hall & Schneider, 1972 ; Rotondi, 1975 ). Betrachtet man allerdings die Details dieser frühen Forschung, fällt auf, dass das Identifikationskonzept theoretisch nicht gut eingebettet ist. Vor allem aber sind die Operationalisierungen unzureichend ausgearbeitet und beziehen sich zum Teil eher auf die Erfassung von Kündigungsabsichten, Engagement bei der Arbeit oder wahrgenommener Unterstützung durch die Organisation. Aus diesem Grund erscheint die Einbettung des Identifikationskonzeptes in ein umfassendes Theoriengebäude, bestehend aus der Theorie der Sozialen Identität und der Selbstkategorisierungstheorie, fruchtbar zum Verständnis und zur Analyse organisationaler Identifikation. Es wird dargestellt, 2 wie mithilfe sozialpsychologischer Ansätze Identifikation theoretisch erklärt und empirisch bzw. praktisch untersucht und gemanagt werden kann. Dabei wird insbesondere gezeigt, welche Facetten Identifikation aufweist und dass Identifikation nicht starr und unveränderlich ist, sondern von Gruppe zu Gruppe variiert und vor allem durch den Kontext verändert werden kann.

Bei der Darstellung wird auf ein verwandtes Konzept der Organisationspsychologie - das Commitment - rekurriert. Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Konzepte Commitment und Identifikation werden diskutiert.
1.2 Definitionen

Hier soll zunächst der Versuch unternommen werden, die verschiedenen Konzepte zu definieren. Dabei wird zuerst der Begriff der organisationalen Identifikation erläutert:

Organisationale Identifikation bezeichnet das Gefühl des Mitarbeiters bzw. der Mitarbeiterin, dass seine/ihre Persönlichkeit mit der Persönlichkeit der Organisation verschmilzt und man sich zu einem großen Teil über die Mitgliedschaft in der Organisation definiert.

Nach Ashforth und Mael (1989 ) hilft die organisationale Identifikation die Frage nach dem "Wer bin ich?" zu beantworten. Dies bedeutet, dass die Mitarbeiter wissen, dass sie Mitglieder einer bestimmten Organisation sind, dass sie aber mit diesem Wissen auch Gefühle (z.B. Freude oder Stolz) verbinden und sich entsprechend verhalten (z.B. die Organisation nach außen verteidigen). Nach den sozialpsychologischen Theorien der Sozialen Identität un

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