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Psychologie der Jugendsexualität Theorie, Fakten, Interventionen von Bodmer, Nancy M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.10.2014
  • Verlag: Hogrefe Verlag Bern (ehemals Hans Huber)
eBook (PDF)
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Psychologie der Jugendsexualität

In der Forschung wurde Jugendsexualität lange fast ausschließlich aus der Problemperspektive untersucht. Inzwischen wurden jedoch neue Erklärungsansätze entwickelt, um zu verstehen, weshalb, wann und unter welchen Bedingungen Jugendliche sexuell aktiv werden. Gibt es spezifische Entwicklungspfade, die zu einem früheren Einstieg in die sexuelle Aktivität führen? Was heißt heute überhaupt "früh"? Das Thema "Jugendsexualität" bietet sich an, um spezifische Fragestellungen zu beleuchten: Stehen religiöse Werte und Normvorstellungen mit dem Zeitpunkt des ersten Geschlechtsverkehrs in einem Zusammenhang? Wie ist das Verhütungsverhalten heutiger Teenager? Was bedeutet es für Heranwachsende, wenn sie merken, dass sie eventuell eine andere sexuelle Orientierung haben als die meisten ihrer Altersgenossen? Dank aktuellen Befunden wird es zunehmend möglich, Interventionen besser zu planen und informierend an die Jugendlichen heranzugehen. Die Autorin trägt den gegenwärtigen Wissensschatz zusammentragen und beantwortet einige dieser wichtigen Fragen. Das Ergebnis ist das vorliegende Buch, in dem Theorie, Empirie und Intervention verknüpft werden.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 207
    Erscheinungsdatum: 22.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783456952260
    Verlag: Hogrefe Verlag Bern (ehemals Hans Huber)
    Größe: 4320 kBytes
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Psychologie der Jugendsexualität

1. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität als Entwicklungsaufgabe des Jugendalters (S. 19-20)

Um das Sexualverhalten Jugendlicher zu verstehen, werden im Folgenden die vielfältigen Entwicklungsaufgaben dieser Lebensphase ausgeleuchtet. Das Kapitel beginnt mit einer Definition von Entwicklung. Darauf aufbauend wird das Konzept der Entwicklungsaufgaben erläutert; Entwicklungsaufgaben beschreiben die konkreten Entwicklungsschritte in spezifischen Lebensphasen. Die Entwicklungsaufgaben des Jugendalters werden dargestellt und es wird diskutiert, welche Bedeutung diese für das Erlernen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Sexualität haben. Es folgen Modelle zur Erklärung des Sexualverhaltens sowie die Darstellung biologischer Reifeprozesse in der Pubertät. Die Bedeutung des Gesundheits- und Risikoverhaltens im Jugendalter für die sexuelle Entwicklung Jugendlicher und junger Erwachsener wird abschließend thematisiert.

1.1 Der entwicklungspsychologische Kontext

Eine moderne Auffassung von Entwicklung beschreibt Entwicklungsverläufe als komplexe Wechselwirkungen zwischen biologischen, psychischen und sozialen Faktoren. Die genetischen Grundlagen und biologischen Reifungsprozesse stellen dabei den Rahmen sowie die Basis dar.

Gleichzeitig bewegt sich das sich entwickelnde Individuum in Umweltsystemen (zu denen die genannten sozialen, psychischen etc. Faktoren gehören): Es beeinflusst diese Systeme und wird selbst von diesen mitgestaltet. Solche Systeme sind für Jugendliche beispielsweise die Familie, der Freundeskreis, die Schule und/oder Arbeit sowie die Freizeit. Diese Systeme werden ihrerseits von der sich wandelnden Gesellschaft geformt. Der Jugendliche bewegt sich im Verlaufe seiner Entwicklung zunehmend kompetenter und selbstständiger in diesen Systemen und eröffnet zunehmend weitere Räume, beispielsweise im Freizeitbereich oder durch die Aufnahme von Kontakten mit neuen Gleichaltrigen. Durch eine aktive und gezielte Auseinandersetzung mit seiner Umwelt gestaltet der Heranwachsende seine Entwicklung zunehmend mit.

1.1.1 Entwicklungsaufgaben

Eine wechselseitige Beeinflussung zwischen dem Individuum und seiner Umwelt steht im Zentrum einer Betrachtung von Entwicklung in den verschiedenen Lebensphasen. In diesen finden über die Lebensspanne altersspezifische Lernprozesse statt. Diese Lernprozesse lassen sich mit dem Konzept der Entwicklungsaufgaben von Robert Havighurst (1948, S. 6) beschreiben:

"Eine Entwicklungsaufgabe ist eine Aufgabe, die sich in einer bestimmten Lebensperiode des Individuums stellt. Ihre erfolgreiche Bewältigung führt zu Glück und Erfolg in Bezug auf spätere Aufgaben, während eine nicht erfolgreiche Bewältigung das Individuum unglücklich macht, es auf Ablehnung durch die Gesellschaft stoßen lässt und zu Schwierigkeiten bei der Bewältigung späterer Aufgaben führt."

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