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Supervision und Beratung in der Psychiatrie von Heltzel, Rudolf (eBook)

  • Erschienen: 11.02.2009
  • Verlag: Psychiatrie-Verlag
eBook (PDF)
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Supervision und Beratung in der Psychiatrie

Supervision ist für alle psychiatrisch Tätigen unverzichtbar: Sie fördert die Selbstreflexion, hilft, den Überblick zu bewahren und Arbeitsstrukturen kreativ weiterzuentwickeln und sie schützt vor drohendem Burnout.

Rudolf Heltzel stellt die vielfältigen Formen von Supervison vor, schildert ihre Methoden und zeigt in vielen Beispielen aus seiner Praxis, was Supervision leistet. Ganz nebenbei liefert er so auch jenen, die keine Supervision haben oder bislang nicht bezahlt bekommen, gute Argumente für Supervision.

Damit die Supervision gelingt, werden klare Kriterien für die Auswahl von guten Supervisoren, den Einstieg in Supervisionsprozesse sowie die Dauer benannt.

Der Autor

Rudolf Heltzel, Arzt für Psychiatrie und Neurologie sowie Arzt für Psychotherapeutische Medizin, arbeitet als Psycho- und Gruppenanalytiker in eigener Praxis und seit vielen Jahren auch als Berater, Supervisor und Fortbilder in psychiatrischen Kontexten.

Produktinformationen

    Größe: 791kBytes
    Reihe (Teil): Basiswissen
    Herausgeber: Psychiatrie-Verlag
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 144
    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783884147177
    Erschienen: 11.02.2009
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Supervision und Beratung in der Psychiatrie

Wozu Supervision? (S. 23-24)

Was ist der Nutzen von Supervision? Wozu dient sie? Was sind ihre Aufgaben? Die Beantwortung dieser Fragen hängt wesentlich davon ab, wie Supervision definiert, wie sie verstanden wird. Dazu gibt es verschiedene Auffassungen und "Lehrmeinungen" unter den Supervisionstheoretikern – manche Vertreter definieren "Supervision" enger, andere weiter. Es gibt also nicht die eine, unumstrittene Definition, sondern verschiedene, sich teils unterscheidende, teils auch ergänzende Grundanschauungen darüber, was Supervision ist und wozu sie dienen sollte (siehe dazu die Literatur im Anhang). Es kann nicht Aufgabe dieses Bandes sein, die Übereinstimmungen, Überschneidungen und Unterschiede der verschiedenen Supervisionskonzeptionen detailliert darzustellen. Vielmehr werde ich – ausgehend von meinen Praxiserfahrungen als Supervisor in der Psychiatrie – in meiner eigenen Sprache zusammenfassen,wie Supervision heute vielfach verstanden wird und welche Funktionen ihr zugewiesen werden können. Das hier von mir skizzierte Supervisionsverständnis ist dabei breit angelegt. Es geht von folgenden Grundgedanken aus:

Supervision ist eine Form berufsbezogener Beratung, die zumeist (aber nicht nur) von externen Fachleuten geleitet wird: Supervision bezieht sich eindeutig auf Kommunikation und Kooperation im Zusammenhang beruflicher Arbeit. Insofern ist sie keine zweckfreie Selbsterfahrung. Ich eröffne erste Supervisionssitzungen daher gerne mit dem Satz: "Sie können hier alles ansprechen, was mit Ihrer Arbeit zu tun hat!" Externe leiten deswegen bevorzugt Supervisionen, weil sie in der Regel genügend Abstand und Unabhängigkeit von der Organisation und ihren Repräsentanten haben und von ihrer Außenposition aus unbefangen auf das Geschehen schauen können. In selteneren Fällen können aber auch von internen Supervisoren geleitete Supervisionen von Nutzen sein.

Supervision findet zumeist – aber nicht nur – im Organisationskontext statt: Die meisten Supervisionen in der Psychiatrie finden ausdrücklich in und für Organisationsbereiche oder für Subsysteme derselben statt. Prototyp ist die Supervision eines Teams (Stationsteam, Leitungsteam usw.) oder der Mitarbeitenden einer Abteilung oder auch einer Projektgruppe o. Ä., in diesen Fällen sollte die Supervision in eine von der Organisation (der Leitung, dem Team, der Abteilung) entwickelte Konzeption eingebunden sein.Manchmal ist diese Konzeption nur in Ansätzen vorhanden, und die Supervision soll helfen sie zu entwickeln. Das ist der weniger günstige Fall, weil die Supervision unter diesen Bedingungen in die Gefahr gerät, als Kompensation für Management-Defizite eingesetzt zu werden.

Für die ärztlich-psychotherapeutische Weiterbildung sind Balintgruppen vorgeschrieben, in denen der Organisationsbezug relativiert ist: Hier kommen im Idealfall Ärztinnen und Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen und Einrichtungen zusammen, um ihre Wahrnehmung bezüglich der Arzt-Patienten-Beziehungen differenziert zu ergründen. Die Komplexitätsreduktion (institutionelle Zusammenhänge treten in den Hintergrund) dient dazu, die Konzentration auf persönlich gefärbte Beziehungsdynamiken zu fördern.

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