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Die Macht der Affäre. Warum wir betrügen und was wir daraus lernen können. Ein Buch für alle, die schon einmal geliebt haben von Perel, Esther (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.03.2019
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Die Macht der Affäre. Warum wir betrügen und was wir daraus lernen können.

"Es gibt keine klügere Sexualtherapeutin. Ihr neues Buch öffnet eine neue Perspektive auf Untreue." GRAZIA Es passiert überall auf der Welt, jetzt gerade, in diesem Moment: Ein Mensch geht fremd. Nichts löst im Beziehungsleben eines Paares mehr Angst, mehr Heimlichtuerei und zugleich mehr Faszination aus als ein One-Night-Stand oder eine Affäre. Untreue gilt als der ultimative Verrat am Partner, und sie kann uns alles rauben: eine geliebte Person, unser Glück, unseren Selbstwert, unsere Identität. Warum aber gehen Menschen fremd, sogar in glücklichen Beziehungen? Sind bestimmte Affären schwerer zu verkraften als andere? Was sagen sie über unsere Sehnsüchte und Ängste und nicht zuletzt über die Zeit aus, in der wir leben? Die renommierte Paartherapeutin Esther Perel geht den drängendsten Fragen nach und eröffnet eine neue Sichtweise auf das Thema. Einfühlsam zeigt sie, dass Affären nicht das Ende einer Beziehung sein müssen, sondern auch ein neuer Anfang sein können. "Mit ihrem unverstellten, modernen und erfahrenen Blick führt uns Esther Perel zurück auf unsere tiefsten Neigungen und erinnert uns an unsere Bestimmung, uns als Liebhaber zu verbinden sowie eine Beziehung zu retten, bevor wir sie fallenlassen. Dem Himmel sei Dank für diese Frau!" Lena Dunham
"Sie ist der Guru in Beziehungsfragen – und die erste Person, die ich um Rat fragen würde." Cara Delevingne
"Wunderbar. Ein brillantes und intelligentes Plädoyer für komplexe Sichtweisen, Verständnis – und wie in jedem ihrer Bücher – für einen achtsamen Umgang miteinander." Alain de Botton
"Endlich ein Buch, das einen frischen Blick auf Untreue wagt und dabei nicht nur nützlich ist, sondern richtig unterhaltsam." Diane von Fürstenberg
"Mit spitzer Ehrlichkeit, scharfer Beobachtungsgabe und Leidenschaft nähert sich Perel dem Chaos und Schmerz zerbrochener Beziehungen ... Wenn Ihre Ehe in Schwierigkeiten geraten würden, würden Sie sich über ihre Hilfe freuen." Guardian
"[Esther Perel] wirft nicht mit Gemeinplätzen um sich und liefert auch keine Schulter zum Ausheulen – sie ist viel zu sehr damit beschäftigt, dich aufzurütteln und dir deine Kräfte, deine Vitalität und deinen Einfluss auf alles vor Augen zu führen, was in deiner Ehe passiert." The New York Times
"Klug arbeitet Esther Perel heraus, was Menschen dazu bringt, zu betrügen – und was auf Paare zukommt, wenn eine Affäre ans Licht kommt." dpa
"Ein Wachmacher." Gong
Die Psychologin und Paartherapeutin Esther Perel zählt zu den einflussreichsten und innovativsten Stimmen zur modernen Liebe und Partnerschaft. Ihre berühmten TED-Talks wurden bereits 18 Millionen Mal geklickt, und in den letzten zehn Jahren hat sie in ihrer New Yorker Praxis hunderten Paaren geholfen, sich mit ihren Erfahrungen von Untreue erfolgreich auseinanderzusetzen. Ihre Bücher wurden bereits in 24 Sprachen übersetzt. In ihrem US-Bestseller DIE MACHT DER AFFÄRE verknüpft sie konkrete Beispiele aus ihrer Arbeit als Therapeutin mit maßgebenden Forschungsergebnissen der Psychologie und Kulturanalyse und eröffnet ihren Lesern so einen erkenntnisreichen Einblick auf das, was wir heute Liebe nennen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 12.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959678155
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: The State of Affairs. Rethinking Infidelity
    Größe: 1755 kBytes
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Die Macht der Affäre. Warum wir betrügen und was wir daraus lernen können.

KAPITEL 1

Ehe und Untreue

Das Gespräch beginnen, wo es normalerweise endet

Es würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen, die inneren Zusammenhänge der Widersprüche in der menschlichen Natur zu erklären, die zuweilen der Liebe selbst das verzweifelte Aussehen des Verrats verleihen. Und vielleicht gibt es auch keine Erklärung dafür.

- Joseph Conrad, Lebenserinnerungen

In diesem Augenblick, überall auf der Welt, betrügt gerade jemand oder wird jemand betrogen. Andere denken noch darüber nach, es zu tun und wieder andere geben jemanden, der schon dabei ist, einen Rat - mach anderer wiederum wird gerade zum heimlichen Liebhaber, zum fehlenden Teil einer Dreiecksbeziehung. Nichts löst im Beziehungsleben eines Paares mehr Angst, mehr Heimlichtuerei und zugleich mehr Faszination aus als eine Affäre. Untreue existiert so lange wie die Ehe selbst, und genau so lange gilt sie als Tabu. Über Untreue wurden im Laufe der Geschichte Gesetze erlassen, über sie wurde debattiert, sie wurde politisiert und dämonisiert. Doch obwohl sie auf breiter Front angeprangert wird, legt Untreue eine Beharrlichkeit an den Tag, um die sie die Ehe nur beneiden kann. Bis dahin, dass sie die einzige Sünde ist, die in der Bibel gleich zweimal mit Geboten belegt wird: einmal dafür, sie zu begehen, einmal dafür, auch nur an sie zu denken.

In jeder Gesellschaft, auf jedem Kontinent haben sich zu allen Zeiten ungeachtet der Strafen und Abschreckungsmaßnahmen Männer und Frauen über die Grenzen der Ehe hinweggesetzt. Fast überall, wo Menschen heiraten, ist Monogamie die offizielle Norm und Untreue die heimliche. Was also fangen wir mit diesem althergebrachten Tabu an - überall verboten und dennoch überall praktiziert?

Seit Jahren spreche ich darüber - nicht nur in den abgeschiedenen vier Wänden meiner therapeutischen Praxis, sondern auch in Flugzeugen, bei Abendeinladungen, auf Konferenzen, im Nagelstudio, mit Kollegen, mit den Kabelträgern und natürlich in den sozialen Medien. Von Pittsburgh bis Buenos Aires, von Delhi bis Paris treibe ich meine Studien über Affären, und ein Ende ist nicht in Sicht.

Überall auf der Welt reichen die Reaktionen auf die Erwähnung von "Fremdgehen" und "Untreue" von bitterer Verurteilung zu resignierter Akzeptanz über vorsichtiges Verständnis bis zu offener Begeisterung. In Bulgarien traf ich auf eine Gruppe von Frauen, die die Affären ihrer Männer als bedauernswert, aber unvermeidlich hinzunehmen scheinen. Bei einem Abendessen in Paris veränderte sich beim Aufkommen des Themas sofort die Stimmung. Und mir fällt auf, wie viele Menschen hier beide Seiten der Geschichte kennen. In Mexiko betrachten einige Frauen die Zunahme weiblicher Affären als Form der sozialen Rebellion gegen die chauvinistische Kultur, in der Männer seit jeher an "zwei Orten zu Hause" sein konnten, la casa grande y la casa chica , bei der Familie und bei der Geliebten. Wenngleich Untreue allgegenwärtig ist, hängt es doch von der Zeit und dem Ort ab, an dem sich dieses Drama abspielt, welche Bedeutung wir ihm geben - wie wir es definieren, wie wir darunter leiden und wie wir darüber sprechen.

Ich frage Sie: Was sind die ersten Worte, Assoziationen oder Bilder, die Ihnen in den Sinn kommen, wenn Sie an Untreue denken? Sind es andere, wenn ich stattdessen Wörter wie "Liebschaft" oder "Romanze" verwende? Wie sieht es aus mit "Rendezvous", "Liebelei", "Affäre" oder "Bumsfreund"? Neigen Sie eher zu Missbilligung oder zu Verständnis? Wo liegen Ihre Sympathien - bei den Sitzengelassenen, den Untreuen, den Geliebten, den Kindern? Und hat sich Ihre Ansicht durch eigene Erfahrungen verändert?

Unsere Überzeugungen bezüglich außerehelicher Affären sind tief in unserer kulturellen Psyche verankert. In den Vereinigten Staaten, wo ich lebe und arbeite, wird die Debatte darüber tendenziell emotional aufgeladen und polarisierend geführt.

"Ein

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