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Hand in Hand mit dem inneren Kind Wie Sie Bedürfnisse aus der Vergangenheit erfüllen und alte Wunden heilen von Bunz-Schlösser, Gabriela (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.01.2006
  • Verlag: mvg Verlag
eBook (ePUB)
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Hand in Hand mit dem inneren Kind

Gabriela Bunz-Schlösser zeigt anschaulich, wie Sie mit ein wenig Fantasie gedanklich zu Ihrem inneren Kind zurückgehen können

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 24.01.2006
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864158223
    Verlag: mvg Verlag
    Größe: 636kBytes
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Hand in Hand mit dem inneren Kind

Kapitel

2

Wer oder was ist das innere Kind?

Das innere Kind ist kein Phantom oder Hirngespinst. Es ist ein Teil von jedem von uns. Lassen Sie es mich an einem einfachen Beispiel aus dem Alltag erklären:

Wenn man auf einen Menschen wütend ist und vorhat, ihm ordentlich die Meinung zu sagen, ist es sehr sinnvoll, sich vorher zu überlegen, dass dieser Mensch nicht nur aus dem Anteil besteht, der einem im Moment maßlos auf die Nerven geht, sondern dass er (so ist es jedenfalls meistens) durchaus auch andere Anteile in sich hat, die man mag, liebt, schätzt usw. Es ist viel sinnvoller, wenn wir ihm erst sagen, was wir an ihm mögen, und ihm anschließend das mitteilen, was uns wütend macht, als wenn wir einen Rundumschlag durchführen. Letzteres führt schon rein bildhaft dazu, dass von der Person nichts mehr übrig bleibt als etwas "undefinierbar platt Gewalztes". Entsprechend sehen häufig die Reaktionen dieses "Restes" der Person aus. Wenn wir dem Menschen, mit dem wir ein "Hühnchen zu rupfen" haben, allerdings erst klarmachen, dass wir nicht ihn als Ganzes verurteilen, sondern dass uns nur von ihm ein Teil gerade sehr auf die Nerven geht, dann bleibt bei unserem Gegenüber trotz der Kritik ein großer Teil an Persönlichkeit unangefochten, die nichts mit dem zu tun hat, was uns im Moment gerade "stinkt". Dadurch haben Sie die Chance, dass der andere Ihre Kritik akzeptieren kann und sich zumindest überlegt, ob er sein Verhalten nicht ändern sollte.

Nebenbei ist immer sehr zu empfehlen, in zwischenmenschlichen Beziehungen zueinander einen Boden zu bauen. Einen Boden, auf dem man auch noch gut steht, wenn einem etwas Unangenehmes mitgeteilt wird. Diesen Boden kann man am besten bauen, wenn man dem anderen ganz viele kleine Details, die wir gut an ihm finden, so oft wie möglich mitteilt. Wenn der Mensch einmal genug positives Feedback erhalten hat, kann er Kritik meistens nicht nur gut ertragen, sondern sie auch konstruktiv umsetzen. Und es lohnt sich auch, den Menschen, mit dem man in einer wichtigen Beziehung steht, zu bitten, die positiven Dinge, die ihm an einem selbst auffallen, mitzuteilen. Wir haben das alle nicht gelernt, aber es ist meines Erachtens die wichtigste Grundlage für unsere positive Weiterentwicklung wie auch für den Abbau von Gewalt.

Menschen, die Gewalt ausüben, sind meist Menschen, die in ihrem Herzen unsicher und ängstlich sind und sich nicht trauen, "normale" aggressive Reaktionen zu zeigen. So kommt dann die Gewalttat wie aus "heiterem Himmel" - ohne Vorankündigung. Wenn wir es schaffen zu lernen, den Menschen viel mehr positive Rückmeldungen zu geben, werden sie sicherer und damit weniger ängstlich. Auf diese Weise könnte in vielen Fällen Gewalt verhindert werden.

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass das Wichtigste für eine gute Weiterentwicklung eines jeden Menschen das Bauen dieses Bodens ist. Loben ist sehr einfach. Man kann sich gut daran gewöhnen! Man muss nur daran denken, die Menschen auch mal zu loben, und dies sollte natürlich ehrlich gemeint sein! Wenn ich jemandem dauernd sage, dass er toll sei, und mir im Stillen das Gegenteil denke, sind solche falschen Lobesworte geradezu schädlich. Sie fördern nur das eingebildete Ego des Menschen und versetzen ihn damit in eine Scheinwelt, aus der er früher oder später böse herausfallen wird.

Das Kind in Ihnen braucht auch diesen Boden , den es meistens nicht hat. Und so erscheint es nur allzu logisch, dass ein großer Teil des Heilungsprozesses darin besteht, dass Sie diesen Boden herstellen, indem Sie Ihrem inneren Kind gut zureden, Mut machen, es loben, anerkennen usw.

Kommen wir noch einmal darauf zurück, wie wichtig es ist, den Menschen in seinen verschiedenen "Anteilen" zu sehen und zu lernen, diese auch in der jeweiligen Situation auseinander zu halten. Es könnte z.B. sein, dass Sie einen sehr liebenswerten Anteil in sich haben, einen hilflosen,

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