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Handschriften deuten Die Persönlichkeit im Spiegel der Schrift. Mit vielen Beispielen prominenter Persönlichkeiten. von Ploog, Helmut (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.08.2016
  • Verlag: Humboldt
eBook (ePUB)
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Handschriften deuten

Extrovertiert oder introvertiert, ängstlich oder sorglos, bescheiden oder arrogant? In der Handschrift spiegelt sich der individuelle Charakter jedes Menschen. Anschaulich und leicht verständlich führt Helmut Ploog in die Handschriftendeutung ein. Mit vielen Schriftproben von Prominenten, zum Beispiel Willy Brandt, Wladimir Putin, Angela Merkel und Papst Benedikt. Der Autor Dr. Helmut Ploog betreibt eine Praxis als Betriebsgraphologe. Er ist 1. Vorsitzender des Bundesverbandes geprüfter Graphologen/Psychologen e.V., Veranstalter des Graphologentages und in zahlreichen berufsständischen Gremien im In- und Ausland tätig. Bis 2007 war er Lehrbeauftragter für Schriftpsychologie an der Universität München.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 24.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783869105277
    Verlag: Humboldt
    Größe: 5196 kBytes
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Handschriften deuten

Ganzheitliches Erfassen der Schrift

Der erste Schrifteindruck

Die Deutung von Handschriften beginnt mit der Gewinnung eines ersten Schrifteindrucks. Völlig unvoreingenommen wird die Schrift betrachtet, möglichst unter Ausschaltung jeglicher positiver oder negativer Empfindungen. Es wird empfohlen, eine Schrift mit "gleichschwebender Aufmerksamkeit" auf sich wirken zu lassen, wobei auch das Nachfahren der Schreibspur knapp über der Schreibfläche helfen soll, die Gebärden des Schreibers oder der Schreiberin aktiv nachzuerleben.

Die Eindrucksbeschreibung kann sich auf das gesamte Schriftbild beziehen, das spontan, echt, gekünstelt oder stilisiert sein kann. Es empfiehlt sich jedoch, die Eindruckscharaktere bereits bei der Sammlung zu gliedern, um damit auch die Dominanz bzw. die Vernachlässigung des einen oder anderen Bereichs sichtbar werden zu lassen.

Vom ersten Eindruck her lassen sich vier Bildtypen unterscheiden, wobei die folgende Auflistung nur Anregungen geben soll. Der eigenen Einfühlungsgabe sind keine Grenzen gesetzt.
Bildtypen

Bewegungsbild: Lebhaft, flink, zögernd, fließend, ausfahrend, gewandt, stockend, strömend, rinnend, forsch, flott, kraftvoll, kraftlos, sprudelnd, gebremst, behände, glatt, sicher, schleichend, schwungvoll, lahm, wischend, reißend, unbekümmert usw.

Strichbild: Farbig, farblos, saftig, trocken, locker, fest, dicht, schwammig, rein, fleckig, granuliert, amorph, vibrierend, tot, elastisch, schlaff, verschmiert, zittrig usw.

Formbild: Bizarr, schlicht, feingliedrig, groß, rund, üppig, mager, aufgeblasen, gedrungen, gekünstelt, natürlich, originell, maniriert, gewachsen, gestaltet, geformt, persönlich, individuell, gekonnt, gepflegt, selbstständig usw.

Raumbild: Weitmaschig, engmaschig, gewebt, gegliedert, ebenmäßig, zerrissen, geordnet, verfilzt, dicht, licht, gespinstartig, durchlöchert, klar, übersichtlich usw.

Am Beispiel der Schrift von Franz Josef Strauß seien die in der Graphologie üblichen Eindruckscharaktere veranschaulicht. Für diese Schrift gilt:

- Bewegung: Energisch, kraftvoll, eigenwillig, flink, unruhig;

- Form: Gedrungen, gestaucht, fest, belastbar;

- Raum: Geordnet, gegliedert, engmaschig, klar, übersichtlich.

Abb. 6: Die Handschrift des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß

Für die Beschreibung des Strichs muss eine Originalschriftprobe vorliegen. Bei der Beobachtung des Bewegungsablaufs in Abb. 6 drängt sich der Vergleich auf: Fahren mit angezogener Handbremse!

In der Graphologie kommen auch Persönlichkeitstypologien zum Einsatz, die als Vorstufen der Individualität betrachtet werden: z. B. die Einstellungs- und Funktionstypen von C. G. Jung, die Temperamentstypen nach Hippokrates, die Einordnung in die Bedürfnishierarchie nach Maslow oder die Zuordnung zu den Lebensformen von Spranger. Im Rahmen dieser Einführung kann nur auf die zuletzt genannte Typologie eingegangen werden, mit der nach Werten als Strebenszielen gefragt wird.

Idealtypisch stellt Spranger 8 sechs Lebensformen vor, die sich auch aus der Handschrift erkennen lassen:
Lebensform Kulturgebiet Wertrichtung Theoretischer Mensch Wissenschaft Erkenntnis, Wahrheit Ökonomischer Mensch Wirtschaft Nutzen Ästhetischer Mensch Kunst Wille zur Form, Ausdruck Sozialer Mensch Gemeinschaftsleben Liebe und Hilfe Machtmensch Politi

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