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Mit Leichtigkeit zur Selbsthypnose Praktische Anleitungen für die Kraft des Unbewussten. von Schütz, Gerhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.08.2016
  • Verlag: Junfermann
eBook (PDF)
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Mit Leichtigkeit zur Selbsthypnose

Dieses Arbeitsbuch hilft Interessierten jeden Alters, die Techniken einer effektiven Selbsthypnose zu verinnerlichen. Kurze Tests zur Selbsteinschätzung, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und wichtiges Hintergrundwissen bieten dem Leser das nötige Rüstzeug zum Erreichen persönlicher Ziele: Prüfungsängste reduzieren, ständiges Grübeln abschalten, ressourcevoll Alltagsbelastungen meistern - die Einsatzmöglichkeiten der Selbsthypnose sind vielfältig. Die Hypnoseforschung hat in den letzten Jahren einen unbeschreiblichen Hype erlebt. Inzwischen ist nachgewiesen, dass Hypnose heilende Veränderungen in der Gedanken- und Gefühlswelt eines Menschen bewirkt, dass sie Schmerzen lindern und gedrückte Stimmungslagen positiv beeinflussen kann. Auf der beiliegenden CD befinden sich zwei längere Hypnosetexte zum Anhören. So gelingt der Einstieg noch schneller. Dr. Gerhard Schütz Ist Psychotherapeut mit dem Schwerpunkt Hypnose und Hypnosetherapie in eigener Praxis in Berlin. Er ist Trainer und Supervisor der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose (DGZH) e.V. Weitere Informationen unter: http://www.gerhard-schuetz.de

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 18.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955715922
    Verlag: Junfermann
    Größe: 579 kBytes
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Mit Leichtigkeit zur Selbsthypnose

1. Hypnose - einem Phänomen auf der Spur

1.1 Historische Entwicklung

Hypnotische Behandlungsmethoden sind uns seit frühester Zeit überliefert. Bereits im zweiten Jahrtausend v. Chr. finden wir die ersten schriftlichen Überlieferungen, die darauf hindeuten, dass man bereits damals mithilfe von Hypnose heilschlafähnliche Zustände erzeugte.

Um etwa 400 v. Chr. begegnen wir dem im antiken Griechenland etablierten Äskulapkult, bei dem kranke Menschen in einem besonderen Heilschlaf, dem Tempelschlaf, kuriert werden sollten. Zwar wird der Tempelschlaf nicht mit hypnotischen Methoden eingeleitet, in seiner Wirkung jedoch ist er durchaus mit hypnotischen Zuständen vergleichbar. Eingeleitet wurde er mittels feststehender Rituale wie Fasten, religiöse Reinigungen oder auch Waschungen. Religiöse Elemente spielten hier eine übergeordnete Rolle; unter der Aufsicht von Priestern wurden die tranceähnlichen Zustände, häufig verbunden mit dem Inhalieren oder Einnehmen von Rauschmitteln, eingeleitet, begleitet und vertieft. In den daraufhin erlebten Träumen der Kranken erschien ihnen Gott und gab Hinweise auf die Entstehung der Erkrankung und einer möglichen Genesung.

Sehr ähnliche Praktiken finden wir auch heute noch bei verschiedenen Naturvölkern oder auch beim Schamanismus. Der Schamane beginnt eine Reise in das Seelenleben des Kranken und bändigt oder vertreibt die zerstörerischen Kräfte oder Geister. Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts fanden ähnliche Praktiken auch in Europa statt, hier jedoch unter dem Begriff Exorzismus. Dabei bestand die Heilung des Kranken ebenfalls aus der Verbannung oder Vertreibung des Bösen, das für den Zustand des Kranken verantwortlich gemacht wurde, aus dem Seelenleben des Leidenden.

Erst mit dem Namen Franz Anton Mesmer (1734-1815) löste sich die Hypnose von ihrem mystisch-dämonischen Hintergrund. Mesmer, ein vom Bodensee stammender Arzt, formulierte die Theorie des animalischen Magnetismus. Für ihn bestand das Universum aus einer Art allumfassender Energie, einem alles durchdringenden Fluidum. Gesundheit und Krankheit würden sich in einem unterschiedlichen Verteilungsverhältnis des Fluidums widerspiegeln. Bei einem Kranken beispielsweise sei das Fluidum nicht gleichmäßig über seinen Körper verteilt, sondern ungleichmäßig, an einigen Stellen sei also die Kraft des magnetischen Energiefeldes gering. Infolgedessen bestand die Heilung aus der Wiederherstellung einer gesunden Verteilung der magnetischen Energie. Mittels feiner Bewegungen der Arme des Hypnotiseurs wurde das Fluidum wieder in ein gesundes Verteilungsverhältnis "gestrichen", wie gleichmäßig verstrichene Butter auf einer Scheibe Brot. Diese Streichbewegungen sind auch als Mesmersche Passes bekannt geworden.

Mit Hippolyte Bernheim (1840-1919), einem Mediziner der Fakultät von Nancy, änderte sich das Verständnis von hypnotischen Vorgängen grundlegend. Durch die Entdeckung der Wirkweise sogenannter Suggestionen (geistig-psychische Beeinflussung) wurde die Hypnosetheorie auf eine neuzeitliche Basis gestellt. Für Bernheim lag das Mystische der Hypnose nicht in einem ominösen Fluidum oder einer alles durchdringenden esoterisch anmutenden Energie, sondern lediglich in der Macht sprachlicher Äußerungsformen, der Macht des gesprochenen Wortes. Seine Theorie besitzt im Großen und Ganzen heute noch Gültigkeit.

Die weitere Entwicklung der Hypnose und Selbsthypnose ist mit dem Namen Johannes Heinrich Schultz (1894-1970), einem deutschen Psychiater und Entwickler des Autogenen Trainings, verbunden. Außerdem wurde das Verständnis von hypnotisch-geistigen Prozessen vom amerikanischen Arzt Milton Erickson (1901-1980) grundlegend erweitert. Erickson steht für die indirekten und beiläufigen Formen, mit denen eine Hypnose eingeleitet werden kann.
1.2 Die Mechanismen des Unbewussten

Vereinfacht könnte man sagen, dass unsere geistige Welt zweigeteilt ist

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