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Optimal vorbereitet in die Prüfung Erfolgreiches Lernen, richtiges Prüfungsverhalten, Angstbewältigung von Schuster, Martin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.10.2014
  • Verlag: Hogrefe Verlag Göttingen
eBook (ePUB)
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Optimal vorbereitet in die Prüfung

Zu einer optimalen Prüfungsvorbereitung gehören neben den richtigen Lerntechniken auch eine gute Planung der Lernaktivitäten, die Motivation zum Lernen und der Umgang mit Prüfungsängsten. Und für das Bestehen einer Prüfung ist es natürlich zudem wichtig, sich in der Prüfung richtig zu verhalten. Ziel des Ratgebers ist es, wissenschaftlich fundierte und an zahlreichen Beispielen veranschaulichte Informationen zur Prüfungsvorbereitung zu geben. Welche Aktivitäten begünstigen das Lernen? Wie kann das Lernen großer Stoffmengen organisiert werden? Welche effektiven Lerntechniken gibt es und wie können diese erfolgreich eingesetzt werden? Wie kann mit emotionalen Problemen wie Lernunlust und Prüfungsängsten umgegangen werden? Welche Erkenntnisse kann man aus dem Prüfungsverhalten erfolgreicher Absolventen gewinnen und welche Vorgehensweisen übernehmen? Der Ratgeber gibt kurz und bündig Antworten auf diese Fragen und zeigt auf, dass Lernen auch eine lustvolle und spaßbringende Aktivität sein kann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 148
    Erscheinungsdatum: 22.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783844426120
    Verlag: Hogrefe Verlag Göttingen
    Größe: 3146 kBytes
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Optimal vorbereitet in die Prüfung

[72] 2 Die Tricks der Gedächtniskünstler

Sie wissen, es gibt Olympiaden der Gedächtnisriesen. In den meisten Fällen sind diese Menschen nun keine Naturbegabungen, sondern sie setzen "Mnemotechniken", bestimmte Lerntechniken, ein. Auch der Normalmensch kann ganz ungewöhnliche Gedächtnisleistungen vollbringen, wenn er diese Mnemotechniken einsetzt. Zum Teil waren diese schon in der Antike bekannt, gerieten dann aber wieder in Vergessenheit und wurden erst in den letzten Jahrzehnten wiederentdeckt.

Allerdings beziehen sich die hier vorgestellten Techniken immer auf einen bestimmten Lernstoff: z. B. Wortreihenfolgen, Zahlen oder Vokabeln. Nur wenn solche Elemente in einem Lernstoff vorkommen, dann sind sie sehr nützlich.

Dem einen oder anderen Leser mögen die nun folgenden Gedächtnistricks zunächst künstlich und recht kompliziert erscheinen. Man will ja Lernaufwand sparen und nicht zusätzlichen betreiben. So wird man gar nicht erst ausprobieren, ob die beschriebenen Verfahren nützlich sind. Tatsächlich sind sie aber außerordentlich wirkungsvoll.

2.1 Die Loci-Technik

Mit der hier beschriebenen Loci-Technik kann sich jeder fast mühelos lange Wortlisten bzw. Aufzählungen und Gliederungen merken. Meinen Studenten gelingt es nach einer kurzen Instruktion meist schon bei der ersten Anwendung, sich eine Liste von 50 und mehr Wörtern bei nur einmaligem Hören zu merken - und das sogar in der richtigen Reihenfolge. Kaum ein Mensch kann das ohne diese Lerntechnik. Wenn Studenten diese Gedächtnistricks anwendeten, leisteten sie Ähnliches wie ein berühmter, in der Literatur beschriebener Gedächtniskünstler.

Allerdings muss man der Technik erst einmal etwas Vorschuss geben und sie wirklich ausprobieren. Also frisch ans Werk. Vollziehen Sie einmal [73] eins der Beispiele nach und nehmen Sie sich dann einen Lernstoff vor (natürlich muss das eine Liste von Begriffen sein), den Sie sich immer schon merken wollten. Vielleicht fangen Sie mit einer Einkaufsliste an. Vorher sollten Sie die Technik nicht beurteilen.

Einige andere Autoren bewerten diese Techniken nicht sehr gut. Das liegt nach meiner Meinung aber daran, dass sie nur darüber gelesen haben und das Verfahren eben nicht selbst ausprobierten.

Über die erfreuliche Effektivität hinaus kann die Loci-Technik auch noch die Motivation zum Lernen fördern. Mit Jugendgruppen, in Schulklassen, aber auch in Seniorenkursen (auch für diesen Personenkreis wurde die außerordentliche Wirksamkeit nachgewiesen) lässt sich geradezu ein Freizeitprogramm mit dieser Lerntechnik gestalten. Innerhalb eines Lernvorhabens ist es auch recht abwechslungsreich, einmal zu einer so ungewöhnlichen Lernweise zu greifen.

2.1.1 Lernen von Wortlisten mit der Loci-Technik

Hier wird nun das Vorgehen im Detail und mit Beispielen beschrieben. Tatsächlich lässt es sich in einem Satz mitteilen: Die Stichwörter einer zu lernenden Liste müssen bildhaft mit den Orten eines gut bekannten Weges verbunden werden.

Was heißt "bildhaft verbinden"?

Man macht sich ein Vorstellungsbild von dem Wort und verschmilzt es mit dem Vorstellungsbild des Ortes. Manche Wörter sind ohne weiteres bildhaft vorstellbar: etwa das Wort "Löffel". Wenn dies nun das erste Wort einer Stichwortliste wäre, würde man es bildhaft mit dem ersten Ort (z. B. Haustür) der Reihenfolge verbinden, also konstruiert man z. B. eine Vorstellung von der Haustür, durch die ein riesiger goldener Löffel ragt.

Diese Vorstellung ist etwas bizarr. Die bildhaften Verbindungen der Stichwörter mit den Orten sind ja auch keine wirkliche Sache, sondern [74] öffnen Raum für die Phantasie und Kreativität. Später folgen einige Regeln, wie Verbindungs-Bilder konstruiert sein sollten, damit man sie später wieder gut erinnert.

Mit abstrakten Wörtern hat man natürlich ein Problem: Manchmal gibt

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