text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Wer ist wer in der Bibel? Personenlexikon

  • Erscheinungsdatum: 16.11.2014
  • Verlag: SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Wer ist wer in der Bibel?

'Wer ist wer in der Bibel' bietet umfassende Informationen zu allen Personen der Bibel. Ihre Taten und Aussagen werden klar und einfach beschrieben. Auf diese Weise werden biblische Zusammenhänge leicht zugänglich. Von Abraham bis Zacharias bietet es eine unerschöpfliche Fundgrube für Predigtvorbereitung, Gruppenarbeit oder das persönliche Bibelstudium.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 16.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783417227680
    Verlag: SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag
    Größe: 633 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Wer ist wer in der Bibel?

A

Aaron

ist neben Mose eine der zentralen Figuren während des Auszugs aus Ägypten. Er wächst als mittleres Kind von Amram und Jochebed auf, zusammen mit seiner älteren Schwester Mirjam und dem drei Jahre jüngeren Bruder Mose (2Mo 7,7). Später heiratet er Elischeba und bekommt vier Söhne: Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar (2Mo 6,23). Zum ersten Mal wird Aaron im Exodusbericht als "Aaron der Levit" erwähnt. Nachdem Mose von Gott am brennenden Dornbusch zum Führer und Befreier Israels berufen worden war, kehrt er nach Ägypten zurück und trifft dort auf seinen Bruder. Gott macht Aaron zu Moses Sprecher (2Mo 4,14ff), und gemeinsam treten die Brüder vor den Pharao, um von ihm die Freiheit der Hebräer zu fordern (2Mo 5). Anfangs wirkt er durch seinen Stab einige Wunder (2Mo 7,9.19; 8,1.12): Als er den Stab zu Boden wirft, wird dieser zur Schlange und verschlingt die "Stab-Schlangen" der ägyptischen Magier; er macht durch den Stab das Wasser des Nils zu Blut und löst die Frosch- und Stechmückenplage aus (2Mo 7,8ff; 7,19; 8,5f.16f). Später ist nur noch berichtet, dass Mose solch einen Stab hat, mit dem er Wunder vollbringt.

Verglichen mit seinem dynamischen Bruder ist Aaron keine Führerpersönlichkeit. Nur an einer Stelle wird sein Name zuerst genannt, obwohl er der ältere Sohn ist (4Mo 3,1), und nur zweimal spricht Gott direkt zu ihm (2Mo 4,27; 4Mo 18,1.20). Zwar handelt Aaron zweimal auch unabhängig von Mose - doch beide Male geht es gründlich schief: Als Mose sehr lange auf dem Berg Sinai bleibt, wo er die 10 Gebote erhält, gibt Aaron dem Drängen des Volkes nach und errichtet ein goldenes Stierbild, das von den Hebräern als Götze angebetet wird. Von seinem Bruder zur Rede gestellt, schiebt Aaron alle Schuld dem Volk zu (2Mo 32). Er zieht den Zorn Gottes auf sich. Doch Mose rettet ihn durch seine Fürbitte (5Mo 9,20). Das zweite Mal ist Mirjam die treibende Kraft: Im zweiten Jahr der Wüstenwanderung nehmen sie und Aaron Anstoß an Moses kuschitischer Frau und zweifeln seine besondere Stellung vor Gott an. Mirjam wird mit Aussatz bestraft, doch als Aaron bei Mose für sie eintritt, wird sie geheilt (4Mo 12). Aaron scheint in seinem Handeln stark von anderen - Mose, Mirjam, dem Volk - bestimmt zu werden.

Seine Bedeutung liegt darin, dass Gott ihn zum Hohen Priester Israels beruft (3Mo 8). Er und seine Söhne werden als Priester eingesetzt (2Mo 28,1ff; 3Mo 8,1ff), um in der Stiftshütte Dienst zu tun. Aaron wird mit heiligem Öl gesalbt und ist fortan "der gesalbte Priester" (3Mo 4,3 u.a.). Er erhält besondere Kleider, die seine Stellung hervorheben: das Kopfband seines Turbans trägt die Aufschrift "Heilig dem Herrn" (2Mo 28,36); sein Ephod - ein Überwurf über Brust und Rücken - enthält ein Brustschild mit zwölf Juwelen (für jeden Stamm einen) und Platz für die Aufbewahrung der Urim und Thummim, Gegenstände, mit deren Hilfe das heilige Los zur Ermittlung von Jahwes Willen geworfen wurde (2Mo 28,15ff). Doch sein Amt ist begrenzt, was besonders daran deutlich wird, dass er vor seinem Tod die Priesterkleidung ablegen muss. Auch Hebr 7-9 betont deutlich, dass das aaronitische Priestertum vorläufig und unzulänglich ist im Gegensatz zum messianischen "nach der Ordnung Melchisedeks".

Aarons Söhne Nadab und Abihu bringen noch am Tag ihrer Priesterweihe ein Feueropfer dar, das Gott nicht befohlen hatte, und müssen dafür sterben (3Mo 10,1f). Aaron wird unter Androhung des Todes verboten zu trauern. Dadurch zeigt Gott, wie ernst er den Dienst des Priesters nimmt (3Mo 10,6): "Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und vor allem Volk erweise ich mich herrlich" (3Mo 10,3).

Als der Levit Korach mit 250 Israeliten gegen die Führung Moses und das auf Aaron und seine Söhne beschränkte Priestertum protestiert, schickt der Herr eine vernichtende Plage unter die Israeliten, die Aaron erst durch ein Opfer beendet (4Mo 16). Daraufhin bestätigt Gott das Priestertum Aarons erneut und l

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen