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Bekenntnisse eines ungläubigen Buddhisten Eine spirituelle Suche von Batchelor, Stephen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.07.2010
  • Verlag: Ludwig
eBook (ePUB)
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Bekenntnisse eines ungläubigen Buddhisten

Die alte Weisheit Buddhas für die Welt von heute

An den Buddhismus muss man nicht "glauben" - und schon gar nicht an Wiedergeburt und Nirwana: Der international bekannte Buddhist und Bestsellerautor Stephen Batchelor befreit die fernöstliche Weisheitslehre vom religiösen Überbau und beweist eindringlich, dass sie vor allem eine praktische Anleitung für ein authentisches Leben im Hier und Jetzt ist. Sein neues Buch ist die spannende Geschichte einer lebenslangen Sinnsuche. Sie wird nicht nur Buddhisten faszinieren, sondern alle "Ungläubigen" auf der Suche nach Orientierung.

Als Jugendlicher landet Stephen Batchelor Anfang der 70er Jahre eher zufällig in Indien und entdeckt den Buddhismus. Mit 21 wird er Mönch und beschäftigt sich intensiv mit verschiedenen Formen des tibetischen und des Zen-Buddhismus. Doch bald kommen ihm Zweifel, denn die im Buddhismus so zentrale Vorstellung der Wiedergeburt ist seinem westlich geprägten Denken nicht zugänglich.

Batchelors tiefe Glaubenskrise und seine Auseinandersetzung mit dem historischen Buddha bringen ihn zu der Überzeugung, dass man für die zeitlose Weisheit des Buddhismus Worte und Ausdrucksformen finden muss, die auch im Westen verstanden werden. Für ihn ist er keine Religion, sondern der Weg zu einem achtsamen, mitfühlenden Denken und Handeln in einer leiderfüllten Welt - ein Weg, der uns auch heute noch bereichern und erfüllen kann. Stephen Batchelors Geschichte inspiriert alle, für die stetiges Zweifeln und die Auseinandersetzung mit religiösen Dogmen untrennbar mit Erkenntnis und mit Spiritualität verbunden sind.

Die packende Geschichte einer Sinnsuche - nicht nur für Buddhisten.

Stephen Batchelor, geboren 1953 in Dundee/Schottland, war lange Jahre Mönch in der Zen- und der tibetischen Tradition, hat klassische buddhistische Texte aus dem Tibetischen übersetzt und ist Autor zahlreicher Bücher über den Buddhismus, unter anderem "Mit dem Bösen leben" und "Mit anderen allein". Sein Buch "Buddhismus für Ungläubige" wurde ein internationaler Bestseller. Batchelor ist Mitbegründer des Sharpham College für buddhistische Studien in Devon, England, und leitet weltweit Meditationsretreats. Er lebt mit seiner Frau Martine in Frankreich.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 27.07.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641038977
    Verlag: Ludwig
    Originaltitel: Confessions of a Buddhist Atheist
    Größe: 950 kBytes
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Bekenntnisse eines ungläubigen Buddhisten

" TEIL ZWEI Der Laie (S. 96-97)

7 Ein buddhistischer Versager (II)

4. Januar 1985. Ich besitze immer noch den Pass mit seinen Eselsohren und dem Foto von mir, auf dem ich als lächelnder Mönch zu sehen bin, mit dem datierten Ausreisestempel des britischen Kolonialterritoriums von Hongkong. Die Holzwagons ächzten und krächzten, als der Zug aus dem Bahnhof von Kowloon in Richtung Grenze der Volksrepublik China fuhr. Wenn ich nicht aus dem Fenster auf die schäbigen, die Gleise säumenden Gebäude sah, fiel mein Blick auf Songil - oder "Martine" wie sie jetzt genannt werden wollte -, die mir gegenübersaß, wobei unsere Knie jedes Mal zusammenstießen, wenn der Zug über eine weitere Weiche fuhr.

Nachdem wir Songgwansa verlassen hatten, flogen wir von Seoul nach Hongkong. Bevor wir nach Europa zurückkehrten, wollten wir beide die Klöster in Südchina besuchen, wo die Entfaltung der Tradition des Chan (Zen) unter der Tang-Dynastie (618-907 u.Z.) einst begonnen hatte. Da wir von den Verwüstungen durch die Kulturrevolution gehört hatten, wollten wir herausfinden, ob diese Orte erhalten geblieben waren. Während wir in einem zugigen Korridor der chinesischen Botschaft auf unsere Visa warteten, hörten wir das Gerücht, dass Lhasa kürzlich von den chinesischen Behörden zur "offenen Stadt" erklärt worden war, was bedeutete, dass es vielleicht möglich war, als unabhängig Reisende dorthin zu fahren.

Als wir die Beamten in der Botschaft danach fragten, ob wir nach Tibet gehen könnten, schüttelten sie ihre Köpfe und sagten uns, dass wir uns diesbezüglich in China erkundigen sollten, sobald wir dort ankämen. Wir verschoben den Plan, im Rathaus von Hongkong zu heiraten, und bestiegen einen Zug nach Guangzhou (Kanton). Guangzhou war düster. Die einst stolzen Gebäude der präkommunistischenÄra waren von schwarzen Dreckstreifen verschmiert, ihr Anstrich blätterte ab und warf Blasen.

Es war Anfang Januar, kalt und feucht. Eingehüllt in dunkle Mäntel und Mützen mit Ohrenklappen, schoben sich die Menschen durch die Straßen, tauchten aus dem Bodennebel mit seinem durchdringenden Geruch nach Kohlenstaub auf und verschwanden wieder darin. Die Einheimischen schienen ständig selbstgedrehte Zigaretten zu rauchen oder fortwährend Sonnenblumenkerne zu kauen. Es schien ihnen auch ein besonderes Vergnügen zu bereiten, laut zu husten und danach auf den Boden zu spucken. China erschien wie Indien in schwarz-weißen Farben. Keinerlei Farbkleckse, kein fröhliches Gelächter oder läutende Tempelglocken minderten die Armut und das Elend. Aber es gab keine Bettler. Die wenigen Geschäfte, an denen wir vorbeikamen, waren zum größten Teil leer von Gütern, aber die Leute schienen ausreichend genährt und gekleidet zu sein."

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