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Das Schöne in mir Mit Glaube zum Erfolg von Bröder, Lena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.06.2016
  • Verlag: Verlag Herder GmbH
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Das Schöne in mir

Miss Germany waren schon viele Frauen. Aber noch nie hat eine Religionslehrerin den Titel gewonnen. Bis zu diesem Jahr und dem Sieg von Lena Bröder. Die Religionslehrerin ist offiziell die "schönste Frau Deutschlands" und hat damit bewiesen, dass Schönheit, Klugheit und Glaube perfekt zusammenpassen. In ihrer Autobiografie spricht sie über ihren langen Weg zum Erfolg und wie sie dabei zu sich selbst gefunden hat. Sie erzählt, weshalb der Glaube ihr Fundament ist und wie er ihr geholfen hat, nie aufzugeben und auch nach Enttäuschungen weiterzumachen. Und sie verrät, wieso Glaube glücklich macht, was für sie echte Schönheit ist und wie Misswahlen und Gott zusammenpassen. Ein überraschendes Buch gegen alle Klischees mit einer frischen und inspirierenden Perspektive. So schön kann Glauben sein! Im Juni hat Miss Germany Lena Bröder Papst Franziskus in Rom besucht - als erste Miss Germany. Bei dem Treffen auf dem Petersplatz übergab sie Papst Franziskus ihr neues Buch 'Das Schöne in mir' und lud ihn zu einem Besuch bei ihren Schülern in Deutschland ein. Simon Biallowons ist studierter Philosoph und Absolvent der katholischen Journalistenschule ifp. Er arbeitete für André Lorenz Medien als fester Korrespondent in Rom und am Vatikan, lebte einige Zeit im Nahen Osten und berichtete als Reporter weltweit aus vielen Ländern. Biallowons ist Verfasser mehrerer Bücher in den Bereichen Religion und Gesellschaft, unter anderem schrieb er den SPIEGEL-Bestseller 'Franziskus, der neue Papst' (2013). Derzeit arbeitet er als Autor und Lektor für den Herder Verlag in München.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 23.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783451810312
    Verlag: Verlag Herder GmbH
    Größe: 918 kBytes
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Das Schöne in mir

3.

Blond, blöd und im Bikini?

Blond, blöd, im Bikini und völlig unecht. Das ist die typische Miss-Teilnehmerin. Zumindest im Kopf der meisten Leute. Die haben manchmal auch recht. Meistens aber nicht. Und die Meinung ist dann einfach ein dummes Klischee. Ich kann's auch nicht mehr hören, die meisten reden, ohne je bei einer Wahl dabei gewesen zu sein oder eine Miss getroffen zu haben. Aber sie pflegen schön ihre Vorurteile.

Sorry, aber das musste jetzt mal sein. Wobei ich normalerweise relativ cool mit solchen Klischees umgehe. Eben weil ich sie einordnen kann und vor allem, weil ich weiß, wie ich in den sechs Jahren die Wahlen und das ganze Drumherum erlebt habe. Es gibt bei Misswahlen natürlich auch Teilnehmerinnen, die intellektuell nicht so wahnsinnig viel drauf haben. Die gibt es aber im Büro oder im Chor oder im Sportverein auch. Das ist ganz normal. Und es stimmt auch nicht, dass man sich besonders verbiegen müsste dabei. Im Gegenteil: Ich habe bei der Miss Germany-Wahl nur deshalb gewonnen, weil ich ich selbst war. Ich setze sogar noch einen drauf: Die Teilnahmen in den letzten sechs Jahren sind mitentscheidend dafür, dass ich mich wohlfühle und so annehme, wie ich bin.

Ob sich jemand wohlfühlt oder nicht, das sieht man. Im normalen Leben und besonders auch auf der Bühne. Wie sehr, das war mir gar nicht bewusst, bevor ich selbst die Seiten gewechselt habe und nun bei Misswahlen in der Jury sitze. Klar, es geht um viele Sachen, die man dabei beachten muss: Was hat jemand an, das zählt natürlich auch. Und dann, wie bewegt sich die Kandidatin? Was sagt sie und wie präsentiert sie sich, welche Ausstrahlung hat sie? Das sind nur einige der Kriterien, die zählen. Vor allem aber achte ich auf die Augen. Guckt dich ein Mädchen an oder schaut sie über dich hinweg? Tut sie's, wie tut sie's: Lächelt sie ehrlich oder bewirbt sie sich für einen Job bei Madame Tussauds? Und wenn das Mädchen lächelt, lächeln dann lediglich die Gesichtszüge, die Mundwinkel, die Zähne? Oder sind es die Augen, die lachen, ist da dieses Glitzern und Funkeln, das man nicht faken kann? Wenn die Augen nicht lebendig funkeln, sondern starr gucken, dann weißt du: Die fühlt sich nicht wohl. Die ist angespannt, nervös oder hat vielleicht auch einfach keinen Bock. Auf jeden Fall ist sie nicht ganz da und schon gar nicht sie selbst.

Jetzt weiß ich, wie wichtig dieses Funkeln ist. Da kann das Kleid noch so glitzern, das Glitzern der Augen überstrahlt es nie. Früher hatte ich davon nur eine Ahnung. Ich wusste natürlich, dass es wichtig ist, der Jury in die Augen zu blicken. Moment, nicht ganz richtig: nicht der Jury, sondern jedem einzelnen Juroren. Doch das gehört sich ohnehin. Wenn ich mich mit jemandem unterhalte, spreche ich ja auch nicht einfach mit der Wand hinter ihm. Oder in der Schule: Meine Schüler würden mir die Hölle heiß machen, wenn ich nur an die Decke oder auf den Boden oder sonst wohin starren würde. Blicke sind entscheidend, ob im Gespräch, im Klassenzimmer oder eben auf dem Laufsteg. Was ich aber wirklich nur geahnt habe und jetzt sehe, ist eben dieses Glitzern in den Augen. Und ich meine, dass ich gespürt habe, wie meine Augen gefunkelt haben, vor allem bei den letzten Wettkämpfen. Gerade bei der Wahl zur Miss Westdeutschland. Und wahrscheinlich kennt das jede Frau: dieses Gefühl, wenn ein wichtiger Anlass ist, man sich lange Gedanken gemacht hat, über die Schuhe, das Kleid, die Ohrringe, die Frisur. Alles ist durchdacht und vorbereitet und trotzdem weiß man noch nicht, ob alles so klappt wie erhofft. Dann schlüpft man in das Kleid, es sitzt. Man föhnt die Haare und bindet oder steckt oder dreht, sie fallen genau richtig. Die Ohrringe ergänzen sich wunderbar mit dem Rest. Jetzt nur noch die Schuhe, Outfit komplett. Dann der Moment, wenn man alles zusammen sieht und spürt: Es passt. Es passt perfekt und dann dieses Glücksgefühl, das unwillkürlich ein Lächeln auf die Lippen zauber

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