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Freut euch und jubelt Apostolisches Schreiben 'Gaudete et exsultate' über den Ruf zur Heiligkeit in der Welt von heute von Franziskus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.04.2018
  • Verlag: Verlag Herder GmbH
eBook (ePUB)
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Freut euch und jubelt

Franziskus fordert gerne einmal 'Gesichter von freudigen Menschen', der Papst hält Freude für ein zentrales Element im Leben. Das hat er in seinen Werken, Ansprachen und Predigten immer wieder klargemacht. In seinem Lehrschreiben 'Freut euch und jubelt' formuliert er neue Gedanken dazu und verbindet sie auf originelle Weise mit dem Begriff der 'Heiligkeit'. Heiligkeit als etwas, zu dem jeder von uns berufen ist, zu einem erfüllten und gelingenden Leben. Franziskus spricht über unseren konkreten Alltag, über die Herausforderungen und Sorgen, aber eben auch eine Freude, die das Leben durchzieht und trägt. Die Gedanken des Papstes sind ein kostbarer Schlüssel zum Evangelium, das als Botschaft nicht nur froh, sondern auch Freude macht, und das Franziskus uns so neu aufschließt. Sein persönliches Lob der 'Mittelschicht der Heiligkeit', eine päpstliche Ode an die Freude und ein inspirierendes Werk für alle - Christen und Nichtchristen. Papst Franziskus: Jorge Mario Bergoglio, geb. 1936, seit dem 13. März 2013 Bischof von Rom. Der argentinische Jesuit ist Sohn einer siebenköpfigen Familie italienischer Auswanderer, 1973 bis 1979 Provinzial der argentinischen Jesuiten, Von 1998 bis 2013 Erzbischof von Buenos Aires.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 128
    Erscheinungsdatum: 24.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783451814761
    Verlag: Verlag Herder GmbH
    Größe: 546 kBytes
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Freut euch und jubelt

Eine Anleitung
zum Glücklichsein

Ein Büchlein über die Heiligkeit - wirklich? Das Wort "Wunder" kommt hier nur einmal vor, eher marginal, und dasselbe gilt für das Wort "Heiligsprechung". Stattdessen geben in dem neuen Lehrschreiben andere Begriffe den Ton an: "Humor" zum Beispiel viermal; oder, immer wieder, das Wort "Freude", insgesamt ganze dreißigmal.

Papst Franziskus setzt uns damit auf eine Fährte. Denn Freude spielt in allen großen, eigenen Lehrschreiben, die er in den bisher fünf Jahren seines Pontifikats verfasst hat, die entscheidende Rolle: Freude des Evangeliums (2013), Laudato si' , "Gelobt seist du" (2015), Die Freude der Liebe (2017).

Und jetzt also Gaudete et exsultate , Freut euch und jubelt . Natürlich geht es hier um Heiligkeit - aber auf eine ungewohnte Weise, auf eine Franziskus-like Weise. Denn diese Heiligkeit hat viel mit Freude zu tun.

"Freut euch und jubelt" ist ein Jesus-Zitat, es steht am Ende der biblischen Seligpreisungen, und Franziskus setzt es ein, um von vornherein zu klären, was Heiligkeit aus seiner Sicht ist: Freude eben, "wahres Leben". Oder noch einmal anders gesagt: "Glück" (Nr. 1).

Wer will, kann sich hier an das pursuit of happiness erinnert fühlen, das die US-Unabhängigkeitserklärung einst zum Menschenrecht erklärte. Jedenfalls geht es dem ersten amerikanischen Papst der Geschichte tatsächlich um eine "Demokratisierung des Heiligkeitsbegriffs" (Jan-Heiner Tück); "glücklich" erklärt Franziskus mit Blick auf die Seligpreisungen ohne Umschweife "zum Synonym für 'heilig'" (Nr. 64). Damit dreht sich sein Schreiben nicht um etwas Entrücktes, das nur einige wenige anginge, sondern um das, was wir alle wollen und suchen: das Glück.

Das bedeutet: Franziskus, der geniale Vereinfacher auf dem Stuhl des Petrus, hat einen Glücksratgeber geschrieben. Nicht einfach einen weiteren für das Bücherregal "Ratgeber / Wellness / Esoterik", sondern ein "Handbüchlein, wie es immer wieder geistliche Lehrer verfasst haben" (Kardinal Christoph Schönborn OP). Auf einige dieser Vorbilder (Bernhard von Clairvaux, Ignatius, Franz von Sales, den russischen Pilger) bezieht sich der Papst ausdrücklich. Sein Text liest sich deshalb an vielen Stellen wie eine Aktualisierung der spätmittelalterlichen "Nachfolge Christi", eine Imitatio 2.0.

"Auch für dich"

Mit den Handbüchlein des geistlichen Lebens aus zwei Jahrtausenden der Kirchengeschichte hat Franziskus' Glücksratgeber vor allem die direkte Apostrophe gemeinsam: Er duzt seine Leser. "Auch für dich" heißt eine Zwischenüberschrift, sie markiert den Punkt, an dem der Autor sich auf einmal direkt an seinen Leser wendet. Bis hierhin verwendet er mmer wieder "man" und "wir". Jetzt auf einmal heißt es: du. Das stellt Augenhöhe her zwischen uns und dem Heiligen Vater aus Rom. "Sei heilig, indem du deine Hingabe freudig lebst ... Sei heilig, indem du deinen Mann oder deine Frau liebst und umsorgst ... Sei heilig, indem du den Kindern geduldig beibringst, Jesus zu folgen." (Nr. 14)

Franziskus spricht "nicht über etwas, sondern zu jemandem" (Bernd Hagenkord SJ): zu dir und zu mir. Er "ändert die Allerheiligenlitanei", wie eine Nachrichtenagentur nach der Veröffentlichung von Gaudete et exsultate formulierte, um mich und dich darin einzutragen. Doch das ist keine Masche, keine captatio benevolentiae , sondern dahinter steckt eine tiefe theologische Überzeugung: "Der Heilige Geist verströmt Heiligkeit überall, in das ganze heilige gläubige Gottesvolk hinein" (Nr. 6).

Das heißt zunächst einmal, dass jeder heilig-glücklich werden kann und zur Heiligkeit, zum Glück berufen ist. Es bedeutet aber noch mehr: Heiligkeit als christliche Höchstform von Glück ist keine Leistung Einzelner, sondern eine gemeinschaftliche Sache. Eine Sache des ganzen Gottesvolkes, und damit ist nicht nur die kath

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