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Jesus war kein Christ und andere überraschende Nachrichten. von Bethke, Jefferson (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.02.2017
  • Verlag: Gerth Medien
eBook (ePUB)
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Jesus war kein Christ

Worum geht es beim Christentum wirklich? Jesus ist für dich nur ein Beispiel, dem du folgst. Bis du ihn als jemanden erlebst, der dich zutiefst liebt und in dessen Arme du dich fallen lassen kannst. Christ zu sein ist wie eine ungeheuer wertvolle Freiheitserklärung in den Händen zu halten, ohne es zu wissen. Es ist anders, als du denkst. Christ zu sein ist mehr, als nach dem Tod in den Himmel zu kommen. Es bedeutet, jetzt schon mit Jesus zu sterben, damit du auch jetzt mit ihm leben kannst. Christ zu sein ist mehr, als ein gutes Leben zu führen. Es bedeutet, dass Jesus das perfekte Leben für dich lebt, damit du das Leben in seiner ganzen Fülle erfahren kannst. Jefferson Bethke ist verheiratet und lebt mit seiner Familie auf Hawaii. Er ist Mitinhaber einer Firma mit Namen 'Claro Candles'. Bekannt wurde er durch sein Video 'Why I Hate Religion, But Love Jesus'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 27.02.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961222476
    Verlag: Gerth Medien
    Größe: 1076 kBytes
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Jesus war kein Christ

Für die Menschen meiner Generation ist das Christentum wie ein geplatzter Scheck.

Wir haben von den Verheißungen gehört und davon, was es einem bringt, wenn man "zu Jesus kommt" - dass wir dann ein besseres Leben und keine Probleme mehr hätten. Aber als wir diese Versprechen einlösen wollten, waren sie nicht gedeckt. Die Investition hat nicht das gebracht, was sie uns versprochen hatte. Also haben wir unser Vertrauen auf Dinge gesetzt, die das doch getan haben (oder bei denen wir zumindest den Eindruck hatten, dass sie es tun).

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es war, als ich im ersten Jahr an der Uni anfing, Jesus wirklich nachzufolgen und mit einer ganz neuen Perspektive in den Gottesdienst ging. Ich wollte mehr über Jesus erfahren. Allerdings graute mir schon bald davor, jede Woche hinzugehen. Die Gemeinde, in die ich ging, präsentierte uns sonntags oft perfekte, auf Hochglanz polierte Jesus-Nachfolger, und dann fühlte ich mich noch schlechter. Die Hälfte der Zeit wartete ich nur darauf, dass ein Engel über die Bühne schwebte und aus den Wolken Händels Messias ertönte.

Während der sogenannten "Zeugnisse" wurde jemand auf die Bühne gerufen, damit er einige Minuten lang etwas über sein oder ihr Leben vor und nach Jesus erzählte. Meistens sagten diese Personen etwa Folgendes: "Ich war vierzig Jahre lang Alkoholiker und kämpfte jeden Tag gegen die Hoffnungslosigkeit an. Dann vertraute ich mein Leben Jesus an und habe seither nicht ein einziges Mal überhaupt an Alkohol gedacht."

Es gibt zwar viele Menschen, deren Leben genau so verlaufen ist, aber meines sah anders aus. Jedes Mal, wenn ich solche Berichte hörte, versank ich ein Stückchen tiefer in meinem Stuhl. Ich sah mich um und fragte mich, ob es sonst noch jemandem so ging. War ich der Einzige, der so eine Erfahrung nie gemacht hatte? 1 Stimmte etwas nicht mit mir? Liebte Gott mich nicht? Hatte ich es vermasselt und war gar kein "richtiger" Christ?

Denn als ich anfing, Jesus nachzufolgen, wurde alles sogar noch schwerer. Ich durchlebte eine lange Depression. In meinem Leben liefen Dinge schief. Beziehungen zerbrachen. Abhängigkeiten blieben. Ich wusste zwar, dass ich nicht mehr so leben sollte, wie es mir gefiel, oder meinen "Bedürfnissen" folgen sollte, aber das hieß nicht, dass sie mich nicht doch immer noch lockten. Es kam mir so vor, als sei dieses Christsein nichts für mich.

In dem Christsein, das man mir in meiner Kindheit vermittelt und vorgelebt hatte, war nie viel Raum für innere Kämpfe, Versagen oder Bitten um Hilfe gewesen. In den Neunzigern aufzuwachsen und Anfang des 21. Jahrhunderts volljährig zu werden, war an sich schon seltsam gewesen. Es scheint, als erleben wir gerade einen gewaltigen Umbruch. Früher war es die Norm, dass man Christ war, heute sieht man sich als Christ massivem Widerstand gegenüber. Wie konnte es dazu kommen?

Das westlich geprägte Christentum ist eine seltsame Mischung aus biblischen Lehren und ein paar gnostischen Prinzipien. Das Ganze steht auf dem Fundament moderner Aufklärung und dann hat jemand dem Ganzen noch einen Jesus-Aufkleber verpasst. Leider führt diese Kombination zu einer Aushöhlung, einem Verfall. Und zu einem Christentum, das, ehrlich gesagt, weder erfüllend noch verlockend ist. Es ist genau genommen ziemlich leblos. Es ist keine fesselnde Geschichte, weil es meist gar keine Geschichte ist. Es ist eine Formel, eine Sammlung von Fakten oder eine mathematische Gleichung.

Aber was, wenn es etwas Besseres gäbe? Ich bin fest davon überzeugt, dass Jesus uns eine bessere Geschichte erzählt.

Wenn das Christentum noch einmal ganz neu anfangen soll, müssen wir beim Evangelium anfangen.

Meine erste denkwürdige Begegnung mit dem Evangelium hatte ich in der Mittelstufe. Andere Schüler um mich herum weinten. Kaum jemand stand noch. Es war ein so eindrücklicher Augenblick, dass mich sogar jetzt

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