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Berufung Eine neue Sicht für unsere Arbeit von Alsdorf, Katherine Leary (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.08.2014
  • Verlag: Brunnen Verlag Gießen
eBook (ePUB)
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Berufung

Ist der Beruf nur 'Job' zum Broterwerb, oder ist alle Arbeit, ob mit den Händen oder dem Kopf, ein Zeichen unserer Menschenwürde - weil sie das Bild Gottes, des Schöpfers, in uns spiegelt? Tim Keller wendet die Weisheit der Bibel auf unser Leben an und gibt inspirierende Antworten auf die zentralen Fragen: - Warum arbeite ich überhaupt? - Warum fällt mir meine Arbeit manchmal so schwer? - Was könnte ich in meinem Berufsleben ändern, damit ich zufriedner werde? - Wie kann ich in meinem Berufsleben zu meinen Werten stehen? - Wie lerne ich, meinen Beruf als Gottesdienst zu verstehen?

Timothy Keller, Jahrgang 1950, ist in Pennsylvania geboren und aufgewachsen. 1989 gründete er zusammen mit seiner Frau Kathy die Redeemer Presbyterian Church in New York City. Heute kommen über 5.000 Menschen regelmäßig in die Sonntagsgottesdienste. Von Tim Keller sind im Brunnen Verlag ebenfalls erschienen: Warum Gott?, Warum Gerechtigkeit?, Jesus - seine Geschichte, unsere Geschichte und Ehe. Katherine Leary Alsdorf arbeitete 25 Jahre lang als Wirtschaftsanalystin und in verschiedenen Führungspositionen in der Hightech-Industrie. Heute leitet sie das Center for Faith& Work der Redeemer-Presbyterian Church, das zurzeit über 2.000 Menschen im Jahr betreut.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 08.08.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783765571862
    Verlag: Brunnen Verlag Gießen
    Originaltitel: Every Good Endeavor. Connecting Your Work to God's Work
    Größe: 1029kBytes
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Berufung

VORWORT

Im Jahre 1989 schleppte eine Kollegin mich mit in ihre Kirche – eine neue Gemeinde in Manhattan, die sich Redeemer Presbyterian Church nannte. Ich war seit Langem geimpft gegen alles, was mit Kirche zu tun hatte, nachdem ich zu dem Ergebnis gekommen war, dass die Kirche, in die meine Eltern gingen, mehr Schein als Sein war und dass etwaige religiöse Neigungen, die ich haben mochte, keine Chance gegen ein aufgeklärtes Denken hatten. Doch die Redeemer-Gemeinde faszinierte mich: Der Pastor war intelligent und redete wie ein normaler Mensch, er schien die Bibel ernst zu nehmen und er versuchte, sie auf Lebensbereiche anzuwenden, die mir wichtig waren – zum Beispiel meine Arbeit.

Einige Jahre später war es so weit: Ich wurde Christin, glaubte an die Verheißungen der Bibel und stellte mein Leben unter ihre Wahrheit. Ich hatte zugegebenermaßen etwas Angst, dass dieser Schritt das Ende meiner beruflichen Ambitionen und meines Lebensstandards bedeuten könnte, hatten doch gerade zwei meiner Brüder, die auch Christen geworden waren, den "Ruf" in den missionarischen Dienst im fernen Ausland erhalten. Einer wohnte in einem Dorf in Afrika, wo es weder fließendes Wasser noch Strom gab. Aber gut – wenn ich künftig wirklich Gott an die erste Stelle setzen wollte, musste ich wohl bereit sein, ihm überallhin zu folgen. Ein paar Wochen nach meiner Entscheidung wurde plötzlich mein Chef krank und bat mich, die Leitung der Firma zu übernehmen. Ich sah das als Wink von Gott, dass er mich nicht in der Dritten Welt einsetzen wollte, sondern in der Welt der Wirtschaft.

Die nächsten zehn Jahre hatte ich leitende Positionen in mehreren Technologie-Unternehmen in New York City, Europa und Silicon Valley inne, und täglich kämpfte ich damit, was das bedeutete – in der Geschäftswelt "zum Dienst für Gott berufen" zu sein. Die Redeemer Church und ihr leitender Pastor, Tim Keller, hatten mir ein solides Fundament gegeben. Das Evangelium von Jesus Christus sollte mich so verändern, dass ich gegenüber meinen Mitmenschen "Gottes Werkzeug" wurde, ja vielleicht sogar ein unverwechselbares Profil als christliche Chefin bekam. Das klang alles ganz gut, aber was hieß das bloß in der Praxis?

Die Vorbilder waren dünn gesät und schienen oft Relikte aus der Zeit zu sein, wo die meisten Amerikaner noch zur Kirche gingen. Ein Generaldirektor sagte mir, dass er auf seinem Schreibtisch immer eine Bibel liegen hatte und dass manchmal jemand in der Firma ihn darauf ansprach. Ein anderer betete für die Firma, und es ging ihr entsprechend gut. Viele sahen ihren Beruf vor allem als Gelegenheit, möglichst viel Geld zu verdienen, das sie dann wohltätigen Organisationen spendeten. Wenn ich Pastoren oder Geschäftsleute fragte, was ihr Glaube mit ihrer Arbeit zu tun hatte, antworteten sie oft, dass die Haupt-, wenn nicht einzige Aufgabe eines Christen am Arbeitsplatz darin bestand, seine Kollegen zu missionieren – worauf die meisten Geschäftsleute rasch hinzufügten, dass sie nicht die Gabe der Mission hatten. Und keine dieser Antworten berührte die Frage, was der christliche Glaube für die Art , wie jemand seine Arbeit machte, bedeutete.

Die neue Hightech-Szene der 1990er-Jahre war ziemlich von sich eingenommen. Unternehmer und Techniker waren Halbgötter, und die Antwort auf alle Probleme der Welt hieß Technologie. Meine Angestellten hatten mehr Sendungsbewusstsein, als ich das in irgendeiner Kirchengemeinde erlebt hatte, und die Hoffnung auf den baldigen Börsengang war greifbarer und motivierender als der Himmel, wie ihn so viele Christen sich vorstellten. Ich arbeitete mit vielen richtig guten Leuten, die reif un

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